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Goldschmitt Air Drive Control

Tippen, Heben und Senken

Reisemobil Foto: promobil 6 Bilder

Die Air Drive Control von Goldschmitt kann ein Wohnmobil anheben, nivellieren und sogar wiegen – ganz einfach via Touchscreen. Es lässt sich ins Fiat-Ducato- oder VW-T5-Basisfahrzeug einbauen.

14.02.2015 Redaktion promobil

Goldschmitt hat die Bedienung seiner Luftfedern für Fahrer von Wohnmobilen und Transportern optimiert und mit Zusatzfunktionen ausgestattet. Dank der Air Drive Control (ADC) lässt sich das Fahrniveau einfach über einen Touchscreen einstellen.

Goldschmitt kann seine Luftfedersysteme für alle gängigen Basisfahrzeuge mit der Air Drive Control ausstatten. Deren Funktionen lassen sich aber nur vollständig nutzen, wenn das Fahrzeug eine 4-Kanal-Luftfederung hat, bei der alle Bälge einzeln angesteuert werden können. Dann kostet das System für den Fiat Ducato 7700 Euro und für den VW T5 etwa 1000 Euro weniger.

Dass sich die Luftfederung so einfach steuern lässt, ist einem kleinen berührungsempfindlichen Display zu verdanken, das Goldschmitt Air Drive Touch nennt. Es sieht aus wie ein Smartphone. Über die Schaltflächen auf dem Bildschirm lassen sich die Funktionen der Air Drive Control mit einem Fingertippen aktivieren.

Dank der neuen Steuerung profitieren Reisemobilisten nicht nur während der Fahrt von den Komfort-Vorzügen der Luftfederung. Goldschmitt bietet verschiedene Funktionen an, die auch im Stand von Nutzen sind. Zum Beispiel lässt sich eine Seite des Fahrzeugs absenken.

Außerdem besitzt die ADC eine automatische Wiegefunktion. Wird sie über eine Berührung auf dem Touchscreen gestartet, wiegt die Air Drive Control die Achslasten, die auf Vorder- und Hinterachse liegen. Ermittelt wird das Gewicht über den Druck in den Luftbälgen der Federung. Beim Test zeigte die Plattenwaage zwar immer ein paar Kilo weniger an als die Luftfederung. Eine ungefähre Orientierung über die Verteilung des Gewichts und der Zuladung erhält man aber.

Wer mit einer Air Drive Control fährt, kann in Zukunft zudem auf Ausgleichskeile verzichten. Die Luftfederung nivelliert das Fahrzeug nämlich automatisch – solange die Niveeauunterschiede nicht zu groß ist. Ein paar Minuten dauert es schon, bis die Luft zuerst aus den Bälgen gepumpt wurde und der Kompressor jede Luftfeder wieder einzeln aufgeblasen hat. Danach steht die Karosserie gerade und die Libelle der Wasserwaage schwimmt beim Prüfen fast mittig zwischen den Begrenzungslinien.

Über das Air Control Touch lässt sich auch das Fahrniveau einstellen, wobei ein angehobenes, ein normales und ein abgesenktes zur Verfügung stehen. Sollte deren Aktivierung vor dem Losfahren aus der nivellierten Stellung mal vergessen werden, stellt die Air Drive Control die Federn automatisch auf Fahrniveau ein.

Falls das Reisemobil während der Fahrt eine vorher eingestellte Geschwindigkeit überschreitet, senkt die Steuerelektronik die Federung ebenfalls selbstständig um 20 Millimeter ab in die Economy-Stellung. Dadurch sinkt der Schwerpunkt, was die Fahrdynamik verbessert und das Fahrzeug weniger anfällig für Seitenwind macht. Sprit spart man dadurch auch.

Goldschmitt hat sich mit der Air Drive Control das Ziel gesetzt, ein aktives Fahrwerk zu entwickeln. Was bedeutet, dass das System den Aufbau im Lot hält, so gut es geht. Außer das ESP des Fahrzeugs ist aktiv. Dann überlässt die Steuerung der Luftfederung dem Stabilitätsassistenten die Kontrolle.

Die Air Drive Control führt nach jedem Start einen Schnellcheck des Systems durch. Systemfehler können über das Bedienteil an jedem PC ausgelesen werden. Am Ende steht auch deshalb die Bewertung "empfehlenswert".

Info: Telefon 0 62 83/2 22 91 00 oder www.goldschmitt.de

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Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
promobil Heft 02/2015
Heft 02 / 2015 7. Januar 2015 Heftinhalt anzeigen Artikel einzeln kaufen
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