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Wohnmobil-Konvoi in Walldürn 2017

Wohnmobil-Weltrekord für Walldürn

Wohnmobil-Konvoi Weltrekord Foto: Christoph Müller 16 Bilder

Weltrekord! Der Titel für den längsten Wohnmobil-Konvoi geht nach Walldürn: Für einen Guinnessbuch-Eintrag sollte am 12.08.2017 ein 30 Kilometer langer Wohnmobil-Konvoi fahren. Notariell registriert wurden insgesamt 691 Reisemobile.

12.08.2017 Benjamin Köbler-Linsner

+++ Community-Infos finden Sie in der Facebook-Gruppe Womo-Konvoi Walldürn +++

UPDATE 12.08.2017 – 18:21: Trotz notariell beglaubigten Weltrekords für die größte Anzahl an Fahrzeugen in einem Wohnmobil-Konvoi, gibt es einen Wermutstropfen: Für den Guinnessbuch-Eintrag eines fahrenden Konvois hat es leider nicht gereicht. „It was an unsuccssessful attempt, because there was excessive gaps between the vehicles being driven,“ verkündet die Guinnes-Richterin Paulina Sapinska. Übersetzt: „Der Versuch war nicht erfolgreich, da es unzulässige Lücken zwischen den fahrenden Fahrzeugen gab.“

Weltrekord ja, Guinness-Titel leider nein – Wieso?

Aufgrund der Lücken wird Guinness dem Weltrekordversuch für den längsten Wohnmobil-Konvoi keine Auszeichnung verleihen. Zwar habe die Zahl der Campingfahrzeuge mit den von Guinness gezählten 687 Wohnmobilen den alten Weltrekord überstiegen, doch leider entsprach der Versuch in Walldürn nicht den Regularien der Weltrekord-Organisation.

Voraussetzung für Guinness war, dass die Reisemobile idealerweise einen Abstand von zwei Fahrzeuglängen nicht überschreiten. Wie die Videoaufzeichnungen bestätigen: Innerhalb des Konvois hat sich ein Wohnmobil ganze zwei Minuten lang nicht fortbewegt.

Laut Veranstalter Dieter Goldschmitt sind die ersten 300 Fahrzeuge „perfekt durchgelaufen“. Dann gab es erste Verzögerungen am Start der Strecke, da einige Personen Werbeflyer an die vorbeifahrenden Wohnmobile verteilten. „Die Fahrer hielten an und es kam zu ersten kleineren Lücken auf der Strecke,“ so Peter Hirtschulz, der Sprecher des Organisations-Teams.

Trotzdem ist der Veranstalter stolz, dass alle Fahrzeuge unfallfrei blieben und auf die Anzahl der 691 notariell beglaubigten Wohnmobile. „Dieser Weltrekord ist uns sicher,“ so Goldschmitt.

Geht die Guinness-Titeljagd weiter?

Der Weltrekord ist zwar notariell beglaubigt. Doch der Guinness-Titel fehlt. Immerhin gab es anerkennende Worte von Sapinska für den Versuch: „Es war eine großartige Team-Leistung und ich wünsche Ihnen viel Glück für die Zukunft.“

Wird es einen zweiten Versuch geben, um den Guinness-Titel zu holen? Auf Nachfrage von promobil sagt Dieter Goldschmitt: „Wir haben bereits im kleinen Kreis mit der örtlichen Polizei und dem Straßenamt gesprochen. Alle sind mit der Organisation dieses Events sehr zufrieden. Ein zweiter Versuch wäre von unserer Seite aus möglich.“

Heute Abend wird in Walldürn zunächst gefeiert. Ob und wann es zu einem zweiten Guinnes-Weltrekordversuch kommen wird, so der Veranstalter, entscheidet in den nächsten Wochen die Resonanz der Teilnehmer. Goldschmitt gibt sich kampfeslustig: „Das nächste Mal kommen bestimmt doppelt so viele.“

UPDATE 12.08.2017 – 16:26: Geschafft! Mit 691 notariell registrierten Reisemobilen hat Walldürn den längsten Wohnmobil-Konvoi der Welt auf die Räder gestellt – Herzlichen Glückwunsch von promobil!

Wohnmobil Weltrekord Walldürn 2017 Foto: https://www.facebook.com/groups/WoMo.Konvoi.Wallduern/

Nach Angaben des Veranstalters sind insgesamt 691 Reisemobile im Konvoi gefahren. Damit hat Walldürn sich auf jeden Fall den Titel für den längsten Wohnmobil-Konvoi der Welt gesichert. Der bislang längste Konvoi, der 2003 in Italien gefahren wurde, zählte insgesamt 672 Fahrzeuge. „Allerdings haben wir den längsten reinen Wohnmobil-Konvoi. In Italien sind neben Reisemobilen auch 30 Prozent Wohnwagen-Gespanne mitgefahren,“ so Peter Hirtschulz vom Organisationsteam.

In Walldürn hatten die Veranstalter die Fahrzaugart auf Reisemobile beschränkt. „Aufgrund der Streckenbeschaffenheit wollten wir nicht das Risiko eingehen, über 10 Meter lange Gespanne im Konvoi mitfahren zu lassen,“ sagt Hirtschulz. „Auch die teilnehmenden Reisemobile durften maximal 10 Meter lang sein.“

Foto: https://www.facebook.com/groups/WoMo.Konvoi.Wallduern/

Jetzt warten die Weltmeister aus Walldürn noch gespannt auf die abschließende Sitzung und die Verkündung der Guinnes-Richterin Paulina Sapinska aus London. Mit ihrem Team berät Sapinska zur Stunde, ob die Guinnes-Kommission dem Konvoi einen Weltmeistertitel verleiht. Zu den Regularien für einen Konvoi gehört unter anderem, dass sich alle Fahrzeuge gleichzeitig bewegen müssen und sich zwischen den Teilnehmenden keine Lücke auftut, die größer als zwei Fahrzeuglängen ist.

UPDATE 12.08.2017, 16:05: Der Kovoi in Walldürn ist gestartet und die ersten Wohnmobile bewegen sich Richtung Zieleinlauf:

UPDATE 12.08.2017, 15:30: Uhr Der Wohnmobil-Konvoi kurz vor dem Start aus der Vogelperspektive:

Alle Infos und Hintergründe zum Wohnmobil-Weltrekord in Walldürn

Die Zahl der Anmeldungen schienen am 11. August, am Vortag zum Wohnmobil-Weltrekordversuch, für das Gelingen der „Mission Guinnesbuch“ zu sprechen. Genau 700 Fahrzeuge waren auf der Website angemeldet und ab Donnerstagabend pilgerten immer mehr Reisemobilisten ins beschauliche Walldürn im Odenwald. Doch Veranstalter Dieter Goldschmitt hatte noch eine große Sorge: „Der Regen könnte uns noch einen Strich durch die Rechnung machen.“

Als Wohnmobil-Stellplatz dienten mehrere Wiesen. Da für die kommende Nacht weitere Regengüsse angekündigt waren, hatten die Veranstalter nun im anliegenden Gewerbegebiet Firmen angesprochen, ob man ihre Höfe und Mitarbeiterparkplätze als Stellplatz nutzen dürfe. So konnten 400 Fahrzeuge spontan umgesiedelt werden. „Es ist überwältigend, wie ganz Walldürn zusammenhält, um den Rekord wahr zu machen,“ sagte Dieter Goldschmitt. Sogar der örtliche Notar war extra früher aus dem Urlaub zurückgekommen. Der Grund: Die strenge Guinnesbuch-Schiedrichterin verlangte kurz von der Veranstaltung, dass die Strecke von 30 Kilometern von einer offiziellen Stelle abgenommen und ausgemessen wird.

Trotz des Regens sei die Stimmung „gigantisch“, so die Veranstalter: „Dass die Open Air Bühne und die Festmeile im Regen stehen, nehmen alle hier gelassen und mit dem nötigen Humor hin.“

Weltrekord-Versuch: Stellplätze und Camperfest

Am Rekord-Termin sind Guinnes-Schiedsrichter vor Ort. Am Ziel zählen die Richter der Guinness-Organisation, wie viele Fahrzeuge mitfahren und ob alle Rahmenbedingungen eingehalten werden.

Staatssekretärin Dorothee Bär, Dieter und Gisela Goldschmitt, MdB Alois Gerig freuen sich auf den 12.8.2017 Foto: Rui Cardoso
Prominente Unterstützung für den Wohnmobil-Konvoi: Staatssekretärin Dorothee Bär, Dieter und Gisela Goldschmitt und MdB Alois Gerig

Zahlreiche Sponsoren hatten mehrere tausend Euro und Sachleistungen zugesagt. Die politischen Verantwortlichen im Raum Walldürn standen hinter dem Projekt genauso wie Dorothee Bär, Staatssekretärin im Bundesverkehrsminister, die die Schirmherrschaft übernahm und zum Startschuss nach Walldürn kam.

Für ausreichend Stellflächen sorgten die Veranstalter: Insgesamt 1000 Stellplätze im Raum Walldürn standen zur Verfügung. Im Gewerbegebiet der Stadt sowie am nahe gelegenen Sport-Flughafen wurden die Teilnehmer während der dreitägigen Veranstaltung untergebracht. Das Areal von Salz Born und der Bauernhof des Bundestagsabgeordneten Alois Gerig in Höpfingen stand ebenfalls als Stellfläche zur Verfügung. Auf Strom- und Wasseranschluss mussten die Wohnmobilisten jedoch auf den meisten Plätzen verzichten, da diese nur kurzzeitig für die Dauer des Rekordversuchs freigegeben waren.

Streckenverlauf: Walldürn – Hainstadt – Hornbach

Streckenverlauf Wohnmobil Weltrekord Walldürn Foto: www.wohnmobilweltrekord-wallduern.de

Der Wohnmobil-Konvoi rollte am Samstagnachmittag, dem 12. August 2017, von Walldürn über Hainstadt und Hornbach zurück nach Walldürn. Den genauen Streckenverlauf finden Sie hier.

Geändertes Anmelde-Verfahren

Seit 1. Mai 2017 gab es die Möglichkeit zur offiziellen Teilnehmer-Anmeldung auf der Website des Wohnmobil-Rekords: portal.womo-konvoi.de. Für die Teilnahme wurde ein Unkostenbeitrag von 30 Euro plus Mehrwertsteuer erhoben. Der Überschuss soll einem noch nicht näher genannten Zweck gespendet werden.

Im Vorfeld zu dem Wohnmobil-Weltrekord wurde das Anmelde-Verfahren geändert, der Look der Website kam plötzlich ganz neu daher und auch die ursprüngliche Facebook-Gruppe mit über 10.000 Fans existierte plötzlich nicht mehr. Außerdem wurden in der Vergangenheit bereits höhere Teilnehmerzahlen verlautet – dann stürzte die Teilnehmerzahl von 700 auf die Hälfte der Zahl ab. Was hat sich seit dem Beginn der Teilnehmer-Registrierung am 1. Mai 2017 getan?

Dieter Goldschmitt erklärte im Juli 2017: „Insider wissen, dass die ursprüngliche Idee von Frank Berleth stammt, der in seiner Facebookgruppe bereits im Januar 2017 zum Weltrekordversuch aufrief. Spontan erklärten rund 700 Mitglieder die Bereitschaft den Weltrekord nach Deutschland zu holen. Da bei diesem Aufruf weder eine Teilnehmergebühr noch die Abgabe persönlicher Daten gefordert wurden, trug diese Aktion mehr den Charakter einer unverbindlichen Umfrage. Die Stunde der Wahrheit schlug dann am 1. Mai als von den Teilnehmern ein detaillierter Fragebogen zu Fahrer und Gefährt angefordert wurde, wie auch um die Überweisung des Startgeldes gebeten wurde. Von ursprünglichen 700 Teilnehmern fühlt sich knapp die Hälfte nicht mehr an die ursprüngliche Zusage gebunden. Der Weltrekordversuch steht somit nur einen Monat vor Veranstaltungsbeginn auf wackeligen Beinen.“

Neue Impulse und prominente Unterstützung

Einen Abbruch des Rekordversuchs zogen die Organisatoren deswegen aber nicht in Erwägung. Im Gegenteil: Inzwischen kommen vermehrt Anmeldungen von Reisemobilisten, die in den sozialen Medien nicht aktiv sind. Auch aus dem Ausland haben sich bereits Clubs, wie der niederländische „Kampingclub NKC“, angemeldet. Auch Markenclubs rufen ihre Mitglieder inzwischen zur Teilnahme auf. Branchenvertreter und auch Politiker werben für den Weltrekordversuch. „Prominente Unterstützung aus der Branche kam vor wenigen Tagen in der Person von Peter Hirtschulz. Der branchenweit bekannte Moderator und Kommunikator begleitet den Weltrekordversuch auf seinem Endspurt“, kündigt Dieter Goldschmitt an.

Mehr Infos zu dem Event auf der offiziellen Homepage: wohnmobilweltrekord-wallduern.de

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Interview mit dem Veranstalter Dieter Goldschmitt

Dieter Goldschmitt
Was ist die Motivation für so eine Aktion?

Der Spaß und die Freude an diesem wunderbaren Hobby stehen bei dem Weltrekordversuch ganz klar im Vordergrund. Wir haben schon viele Helfer und Sponsoren, die sich einbringen möchten. Alle arbeiten ehrenamtlich. Die Begeisterung ist riesengroß. Der Weltrekord ist dann nur noch das Sahnehäubchen.

Wie kommt man auf so eine Idee?

Eines vorab: Ich möchte mich nicht mit fremden Federn schmücken. Die Idee kam von Frank Berleth, der in seiner Facebook-Gruppe inzwischen fast 10.000 Reisemobilfahrer versammelt hat. Da wir in Walldürn schon lange für unsere gut organisierten und beliebten Treffen bekannt sind, lag es für Frank natürlich nahe, bei und in Walldürn anzufragen.

Wie kam es, dass Sie die Rolle des Veranstalters übernommen haben?

Vor sieben Jahren starteten wir in Walldürn mit dem bundesweit ersten Restaurant für Reisemobilisten: mit dem „Goldschmitts Steak & More“. Da ein Treffen dieser Größe einen Veranstalter und Ansprechpartner auch im juristischen Sinne benötigt, hat das „Goldschmitts“ diese Rolle übernommen. Nach 45 Jahren in der Branche ist es für mich eine große Auszeichnung und Ehre, diese Veranstaltung mit ausrichten zu dürfen.

Für die Veranstaltung ist ein ganzes Wochenende eingeplant. Was wird außer der Fahrt im Konvoi noch geboten?

Natürlich gibt es für die Teilnehmer auch ein attraktives Rahmenprogramm. Die „Hunis“ werden am Freitag das Zelt zum Kochen bringen. Am Samstag werden wir auf eine musikalische Tour durch die 70er und 80er mit einer der besten Rockbands der Region gehen, und am Sonntag planen wir ein traditionelles Weißwurst-Frühstück mit zünftiger Blasmusik. Daneben soll es eine Vielzahl an kleineren Attraktionen und Einkaufsmöglichkeiten geben, die wir im Einzelnen noch festlegen müssen.

Vielen Dank für das Interview

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