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Wohnmobil-Bestseller der größten Marken

Die 10 meistverkauften Mobile 2016

Bestseller Übersicht Foto: Gina Sanders/Fotolia, Augustin, Haasz, Heinz, Pompe 91 Bilder

Auf der CMT 2017 hat promobil die Chance genutzt, um die Hersteller jeweils nach ihren Wohnmobil-Bestsellern aus dem vergangenen Jahr zu fragen. Wir haben eine Liste der Topmodelle aufgestellt.

15.05.2017 Thomas Gerhardt

Gewisse Schnittmengen sind vorhanden: Die Marktforschung im Rahmen der promobil-Leserwahl zum Reisemobil des Jahres 2016 ergibt, dass über ein Drittel aller Kaufinteressierten die Anschaffung eines Teilintegrierten plant – das ist innerhalb der Kategorien (Campingbusse, Alkoven, Teilintegrierte, Integrierte und Liner) mit Abstand der größte Anteil. 

Deutschlands Wohnmobil Top 10: Teilintegrierte in der Mehrzahl

So konnten bei der Recherche auch die Verkaufszahlen für das abgelaufene Jahr nicht überraschen: In Deutschlands Wohnmobil-Top-Ten 2016 stehen acht Teilintegrierte. Die Mehrzahl, auch das entspricht den Kaufabsichten der Leserwahl-Teilnehmer, kostet in der Basis weniger als 60.000 Euro und hat einen Grundriss mit Längseinzelbetten. Aber: Keiner der Bestseller-TI wurde bei der Leserwahl zur beliebtesten Baureihe in seiner Klasse gewählt. Dieses Kunststück gelang nur dem Carthago Chic C-Line als einzigem Integrierten in der Liste der zehn beliebtesten Wohnmobile in 2016.

So ermittelt promobil die beliebtesten Wohnmobile

Wie diese Liste zustande kommt, bedarf einer ausführlichen Erklärung: Nur die wenigsten Hersteller geben exakte Verkaufszahlen offen preis. Für die Recherche nach den zehn erfolgreichsten Wohnmobilbauern auf dem deutschen Markt muss daher ein anderer Weg gewählt werden. Wichtigste Anlaufstelle ist der Herstellerverband CIVD, der die Entwicklung der Wohnmobilmärkte dokumentiert und dazu zahlreiche Statistiken veröffentlicht. Vollständige Einsicht erhalten allerdings nur zahlende Mitglieder.

Die Zulassungszahlen für die Statistiken bekommt der Verband vom KBA (Kraftfahrt-Bundesamt), das sämtliche Neuregistrierungen aller Fahrzeugarten monatlich ermittelt. Im Gegensatz zu Pkw, die das KBA auch als einzelne Modelle (Beispiel: VW Golf) erfasst, werden Neuzulassungen von Wohnmobile aber lediglich herstellerbezogen gespeichert. Heißt: Das KBA liefert keine Informationen darüber, wie oft ein einzelnes Modell (Beispiel: Knaus Sky TI 700 MEG) über einen gewissen Zeitraum hinweg neu zugelassen wurde. Immerhin lässt sich so aber einfach überblicken, welcher Hersteller wie viele Fahrzeuge pro Jahr auf den Markt bringt.

Die KBA-Statistik hat allerdings ihre Tücken

Zum einen veröffentlicht der CIVD die Zahlen des abgelaufenen Jahres erst im Sommer des nächsten – bei den aufgezählten Herstellern handelt es sich also um die Top Ten aus dem Zeitraum von Januar bis Dezember 2015. Zum anderen listet das KBA Herstellergruppen und einzelne Marken nebeneinander und ist bei der Erfassung daher nicht stringent. Die Zahlen von Knaus Tabbert – seit Jahren Anführer der Zulassungsstatistik – setzen sich aus jenen von Knaus selbst und denen von Weinsberg zusammen. Ähnlich sieht es auch bei Adria aus, denen die Fahrzeuge der Tochtermarke Sun Living gutgeschrieben werden. Und bei Pössl werden wiederum die baugleichen Modelle von Globecar hinzugezählt. Marken der Erwin-Hymer-Group – Bürstner, Dethleffs, Hymer, Laika, LMC und Co. – sind dagegen einzeln gelistet, wobei die Marken Carado und Sunlight wiederum unter dem Hersteller Capron zusammengefasst sind. Und der gehört ebenfalls zur Erwin-Hymer-Group. 

Ein Ranking, das wirklich nur auf den Verkaufszahlen einzelner Marken basiert, ist mit der Zulassungsstatistik des KBA demnach nicht zu erstellen. Die zehn Hersteller mit den meisten Verkaufszahlen werden in diesem Report deshalb streng alphabetisch sortiert.

Weiter weisen wir darauf hin, dass in der hier gezeigten Liste ausschließlich Aufbauhersteller gezeigt werden – vom Kastenwagen-Spezialisten Pössl einmal abgesehen. Das KBA registriert aber natürlich auch Fahrzeuge von Automobilherstellern, sofern sie als Wohnmobile zugelassen werden. Das betrifft zum Beispiel die Aufstelldach-Campingbusse Ford Nugget, Mercedes Marco Polo oder den VW California, die in den vergangenen Jahren einen festen Platz in den Top Ten der Zulassungsstatistik einnahmen. Da sie aber ohne eine abschließbare Nasszelle ausgestattet sind und daher eine andere Zielgruppe ansprechen, sollen sie in dieser Aufzählung gesondert betrachtet werden.

Unsere Liste zeigt die erfolgreichsten Reisemobil-Hersteller

Noch einmal zusammengefasst: Auf diesen Seiten werden die zehn in Deutschland erfolgreichsten Wohnmobilhersteller des Jahres 2015 gezeigt – exklusive Ford, Mercedes und VW. Und zwar so, wie sie vom KBA in der Zulassungsstatistik erfasst werden.

Die aufgelisteten Baureihen und Modelle entsprechen jedoch tatsächlich den Bestsellern des Jahres 2016. Das bestätigten die Hersteller auf Nachfrage von promobil. Das Risiko, dass in den Top Ten des Jahres 2016 eigentlich ein anderer Hersteller stehen sollte, ist sehr gering. Schließlich haben alle zehn der hier genannten gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung beim Absatz zu vermelden. 

So verhält es sich mit den Verkaufszahlen der Marken

Mit acht Nennungen liegen Teilintegrierte in den Top Ten der Verkaufscharts vorn. Zwar machen die Kastenwagen gut ein Drittel aller Zulassungen aus, doch diese verteilen sich auf mehr Hersteller. Große Marken bieten zudem beide Aufbauformen an. Bei Knaus zum Beispiel verkauft sich der Sky TI jedoch besser als ein Box Star, und bei Hymer liegt der ML-T in Summe vor einzelnen Hymer-Car-Modellen.

Warum sind Teilintegrierte so beliebt?

Was TIs zweifellos auszeichnet: Der Aufbau hinter dem Fahrerhaus bietet Vorteile beim Raumangebot und ist darüber hinaus besser isoliert, der Innenraum und die Bordtechnik deshalb besser vor kalten Temperaturen geschützt. 

Für keine andere Aufbauart wird zudem eine solch große Varianten-Vielfalt mit unterschiedlichen Längen angeboten. Die kompaktesten Modelle starten bei knapp fünfeinhalb Metern, die längsten messen über siebeneinhalb Meter.

Beim Ausbau haben Kunden reichlich Auswahl. Viele Hersteller führen neben den klassischen Grundrissen mit Längseinzelbetten oder mittigem Queensbett auch exotischere Varianten mit einem großzügigen Bad oder einer zusätzlichen Sitzgruppe im Heck. 

Welche Aufbaulänge führt?

Am begehrtesten sind Modelle zwischen sieben und siebeneinhalb Metern Länge mit Einzelbetten im Heck. In diesen Grundrissen finden sich meist auch für Großgewachsene ausreichend lange Betten sowie zahlreiche Verstaumöglichkeiten fürs Reisegepäck.

Die Fahrzeuge haben in der Regel eine für zwei Fahrräder ausreichend groß dimensionierte Heckgarage, und in Bad, Küche sowie dem Bereich der Sitzgruppe herrscht für gewöhnlich viel Bewegungsfreiheit.

Einige Modelle können zudem mit einem Hubbett als zusätzliche Schlafmöglichkeit ausgestattet werden. Kurzum, das Preis-Leistungs-Verhältnis ist bei dieser Aufbauart sehr attraktiv. Für weniger als 60.000 Euro finden Käufer ein vielfältiges Angebot an funktionalen und technisch soliden Fahrzeugen. Schnäppchenjäger werden sogar unterhalb von 40.000 Euro fündig – also bereits zu Konditionen von Kastenwagen. 

Der Vormarsch der Campingbusse?

Der Marktanteil an ausgebauten Kastenwagen wuchs im bereits erwähnten Zeitraum von 31,4 auf 35,9 Prozent am deutlichsten. Die Zulassungsstatistik zeigt zudem, dass Kastenwagen über das ganze Jahr hinweg einigermaßen gleichmäßig verkauft werden. Bei aufgebauten Wohnmobilen gibt es dagegen einen ausgeprägten Verkaufsanstieg zu Beginn der Saison in den Frühlingsmonaten. In den kälteren Jahreszeiten sinken die Zulassungen dann deutlich ab.

Viele Käufer entscheiden sich für ausgebaute Kastenwagen, da sie zu den handlichsten Fahrzeugen unter den Wohnmobilen zählen. Sie taugen daher auch im Alltag prima als Zweitwagen und bringen für manche Transportfahrten den nötigen Laderaum mit. Im Vergleich zu den noch kompakteren Campingbussen auf Basis von VW T6 oder Mercedes Vito und V-Klasse bieten Campingbusse auf dem Fiat Ducato oder ähnlichen Basisfahrzeugen innen eine durchgehende Stehhöhe und sind mit einer abschließbaren Nasszelle ausgestattet. 

Das Angebot beginnt bei besonders kompakten Varianten mit unter fünf Metern Außenlänge. Am besten verkaufen sich jedoch Sechs-Meter-Busse mit quer eingebautem Doppelbett im Heck, wie zum Beispiel der 2Win von Marktführer Pössl, der seit Jahren zu den zehn meistverkauften Wohnmobilen überhaupt gehört. Beliebt sind aber auch die 40 Zentimeter längeren Grundrisse mit Längseinzelbetten. 

Welche integrierte Reisemobile sind besonders begehrt?

Für einen Integrierten entschieden sich 2015 im Vergleich zum Vorjahr drei Prozent weniger Käufer. Das könnte mit der wachsenden Vielfalt technisch ansprechender T-Modelle zusammenhängen. Oder mit den vielen Neueinsteigern, die sich nicht gleich für einen Integrierten entscheiden. Sie bieten innen zwar noch mehr Platzim Bereich der Sitzgruppe und die besseren Isolationseigenschaften.

Viele Modelle haben darüber hinaus einen Doppelboden, der zum einen mehr Stauraum, zum anderen einen stufenlosen Innenraum schafft. Das eigenständige Fahrzeugdesign in Form einer eigens entwickelten Fahrzeugfront verursacht aber auch weitere Kosten, die sich in höheren Kaufpreisen bemerkbar machen. 

Nur am Rande erwähnenswert: Alkovenmobile

Eine Randerscheinung nehmen auf dem Wohnmobilmarkt statistisch die Alkoven-Modelle ein. 2015 schrumpfte ihr Anteil von 7,6 auf 6,1 Prozent. Zu den größten Nachteilen der Schlafkoje über dem Fahrerhaus zählt der erhöhte Spritverbrauch. Größter Vorteil sind die zusätzlichen festen Schlafplätze, die diese Aufbauart vor allem für Familien interessant machen. Deshalb halten viele große Hersteller an dieser Variante fest. Bürstner zum Beispiel hat von der neu eingeführten Mittelklasse-Baureihe Lyseo weiterhin zwei Alkoven-Grundrisse im Programm. 

Und der Preis für das beliebteste Basisfahrzeug....

Wenig Überraschendes offenbart der Blick auf die Statistik der Basisfahrzeuge. Der Fiat Ducato dominiert deutlicher als zuvor. Wieder mehr Präsenz möchte Volkswagen in Zukunft mit dem neu eingeführten Crafter schaffen. Er soll dem Ducato mit modernen Assistenzsystemen aus dem Pkw-Bereich Konkurrenz machen. Bis auf Peugeot profitieren 2016 auch alle weiteren Hersteller vom Branchen-Wachstum. Am stärksten konnte der Citroën Jumper zulegen. 

2016 war wieder ein Rekordjahr für den deutschen Markt

Die Gesamtzulassungen von Reisemobilen hat der CIVD bereits veröffentlicht: Insgesamt 35.135 Wohnmobile wurden 2016 neu zugelassen – ein Wachstum von 23,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr und sogar 36,5 Prozent im Vergleich zum Jahr 2014. Auch im europäischen Ausland feiert die Industrie große Erfolge: Die gesteigerte Kauflaune macht sich auch in Großbritannien, Frankreich, Schweden, Spanien und Italien mit Wachstumsraten im zweistelligen Prozentbereich bemerkbar. 

Auf Nachfrage des CIVD erkennen die meisten Hersteller auch für 2017 noch weiteres Wachstumspotenzial auf dem Heimatmarkt und im Ausland. Die einschlägigsten Gründe dafür sehen viele in der voranschreitenden technischen Weiterentwicklung und dem gesteigerten Komfort von Wohnmobilen. Ein weiterer Faktor könnte aber auch die aktuell angespannte Sicherheitslage in beliebten Urlaubsregionen sein, die viele Reisende nach Alternativen Ausschau halten lässt. Hinzu kommt außerdem, dass die größte Altersgruppe unter den Wohnmobilkäufern, die aktuell 50- bis 60-Jährigen, aufgrund ihrer besonders geburtenreichen Jahrgänge (Stichwort: Baby-Boomer) auch zahlenmäßig eine große Bevölkerungsschicht darstellt. Und mit ihrem Gesparten erfüllen sich viele eben den Traum vom mobilen Reisen.

Adria

Mit der Coral-Baureihe steht bei Adria wieder ein Teilintegrierter an der Spitze der Verkaufscharts. Das war nicht immer so: 2013 rangierte zum Beispiel noch der Campingbus Twin ganz oben in der Liste. Auf dem deutschen Markt ist 2016 der 670 SL mit Längseinzelbetten im Heck und einer separaten Duschkabine das begehrteste Modell. Mit 7,49 Metern Außenlänge ist es die längste von insgesamt vier Grundriss-Varianten. Mit im Angebot stehen ein zehn Zentimeter kürzerer Queensbett-Grundriss, eine sieben Meter lange Version mit französischem Bett und ein weiterer Einzelbetten-Grundriss. Käufer können darüber hinaus drei Ausstattungslinien für die Coral-Baureihe wählen. Die Einstiegsvariante Axess wird auf dem Citroën Jumper gebaut, die umfangreich ausgestattete Top-Version Supreme gibt es mit silberfarbenem Aufbau.

Meistverkauftes Modell: Adria Coral 670 SL

  • Grundpreis: ab 53.299 Euro
  • Konkurrenten: Bürstner Lyseo T 728 G, Chausson 727 GA, Knaus Sky TI 700 MEG
  • Segment: Teilintegrierter der Mittelklasse

Bürstner

Mit Sondermodellen lockt Bürstner regelmäßig Kunden. 2016 feiert die Marke 30 Jahre Wohnmobilbau und bietet Travel Van, Viseo, Nexxo Time und Ixeo Time aus gegebenem Anlass in der Edition 30 an. Die Sonderserie umfasst neben aufwendigeren Dekoren auch reichlich Zusatzausstattung, wie die stärkere Combi-6-Heizung, Rahmenfenster, Markise oder einen Naviceiver von Pioneer. Die lässt Käufer bevorzugt zum Teilintegrierten Ixeo Time als IT 726 G mit Längseinzelbetten und Hubbett greifen, der damit zum Bestseller des Jahres avanciert. Wie lange Sondermodell und Baureihe noch angeboten werden, bleibt allerdings fraglich. Schließlich brachte Bürstner zum Saisonstart im vergangenen Jahr mit dem Lyseo eine neue Mittelklasse-Baureihe, die als T-Modell 690 vom Fleck weg auf Platz zwei der Bürstner-Statistik landete. 

Meistverkauftes Modell: Bürstner Ixeo Time 726 G

  • Grundpreis: 59.990 Euro
    Konkurrenten:
    Eura Mobil Profila RS 720 EB, LMC Breezer Lift 737 G, Hobby Optima De Luxe T75 GGE
    Segment:
    Teilintegrierter der Mittelklasse

Capron

Günstige Modelle sichern Capron regelmäßig vordere Plätze in der Zulassungsstatistik. Das Unternehmen gehört zur Erwin Hymer Group und produziert hauptsächlich Fahrzeuge für die Marken Carado und Sunlight, aber auch für Glücksmobil und Orangecamp. Die größten Stückzahlen machen die baugleichen Modelle von Carado und Sunlight (Test Carado T 339 und Sunlight T 60). 2016 verkaufte sich bei beiden Marken das knapp siebeneinhalb Meter lange Einzelbettenmodell am besten. Viele Käufer ordern das optionale Hubbett (1449 Euro) über der Sitzgruppe dazu. Auch mit vier Schlafplätzen und praxisgerechter Ausstattung sind beide Modelle demnach für unter 50.000 Euro zu haben und damit ebenso für preisbewusste Familien zu empfehlen. Die Qualität von Aufbau und Ausbau ist solide, die Einrichtung eher modern gestaltet. 

Meistverkaufte Modelle: Carado T 447 / Sunlight T 68 

  • Grundpreis: 44 664 Euro
  • Konkurrenten: Forster T 738 EB, Sun Living Lido M 50SL, Weinsberg Caraloft 700 MEH
  • Segment: Teilintegrierte der Einsteigerklasse

Carthago

Bestseller von Carthago war auch 2016 der Chic C-Line I 4.9 (Hier im Test). Das siebeneinhalb Meter lange Einzelbettenmodell kann in allen Bereichen des hochwertigen Alu-Alu-Aufbaus mit sehr guten Platzverhältnissen punkten. Der Ausbau mit großzügigem Raumbad ist komfortorientiert, hochwertig verarbeitet und eher gediegen gestaltet. Ab Werk ist ein überdurchschnittlich großes Hubbett im Bug eingebaut. An Stauraum mangelt es im Chic C-Line nicht, das serienmäßige 3,5-t-Chassis ist allerdings praxisfern. Eine Auflastung (bis 4,5 Tonnen) sollte daher stets einkalkuliert werden. Die 2008 eingeführte Baureihe schlägt die Brücke von der integrierten Mittel- zur Oberklasse. Neben dem I 4.9 gibt es sieben weitere Varianten (6,85 bis 7,60 Meter Außenlänge), die auch mit Querdoppel- oder Queensbett verfügbar sind. 

Meistverkauftes Modell: Carthago Chic C-Line I 4.9

  • Grundpreis: 92.100 Euro
  • Konkurrenten: Adria Sonic Supreme I 710 SL, Hymer B 678 Premium Line, Niesmann+ Bischoff Arto 74 E
  • Segment: Integrierter der oberen Mittelklasse

Dethleffs

Die Nummer eins 2016 von Dethleffs heißt Trend T 6717 (Hier im Vergleichs-Test). Das sieben Meter lange Einzelbettenmodell ist die Einstiegsvariante der 2015 erneuerten Trend-Baureihe. Käufer erhalten zu günstigen Konditionen ein solide verarbeitetes Wohnmobil mit guter Serienausstattung, wie etwa einem großen 140-Liter-Kühlschrank oder einer extrabreiten Aufbautür, geboten. Gegen Aufpreis ist ein Hubbett über der Sitzgruppe verfügbar. Die Heckgarage ist praxisgerecht gestaltet und bietet viel Platz für Gepäck und Fahrräder. Neben dem T 6717 wird der Teilintegrierte mit fünf weiteren Grundrissen bis 7,42 Meter Länge angeboten. Darunter finden sich auch zwei Varianten mit Bad im Heck. Mit den gleichen Grundrissen gibt es den Trend auch als Integrierten (ab 58.499 Euro), in zwei Varianten außerdem als Alkoven (ab 47.999 Euro).

Meistverkauftes: Dethleffs Trend T 6717

  • Grundpreis: 47.499 Euro
  • Konkurrenten: Carado T 337, Challenger 287 GA, Weinsberg Caraloft 650 MEG
  • Segment: Teilintegrierter der Einsteigerklasse

Eura Mobil

Mit Wohnmobilen der Marke Eura Mobil und den Campingbus-Modellen von Karmann konnte Eura die Verkaufszahlen in den vergangenen Jahren wieder steigern und einen festen Platz in den Top Ten sichern. Am besten verkaufte sich 2016 der Eura Mobil Profila T 695 EB. Auf sieben Metern Länge bietet der Grundriss zwei Längseinzelbetten und eine großzügig geschnittene Sitzgruppe mit Zusatzsitz. 2016 optimierte der Hersteller das Modell mit einer Aufstell- funktion für die Einzelbetten und schaffte mehr Stauraum mit zusätzlichen Schränken. Zu den Highlights der Baureihe zählen ein isolierter und beheizter Doppelboden und die Möbeldekore im Stil eines Chalets. Den Profila T gibt es mit acht Grundrissen zwischen 5,99 und 7,41 Metern Länge. Ein Hubbett über der Sitzgruppe bieten die Modelle der Baureihe Profila RS (plus 3000 Euro). 

Meistverkauftes Modell: Eura Mobil Profila T 695 EB 

  • Grundpreis: 57.990 Euro
  • Konkurrenten: Bürstner Nexxo T 690 G, Laika Ecovip 390, LMC Cruiser Sport 662 G
  • Segment: Teilintegrierter der Mittelklasse

Hymer

In den Verkaufscharts von Hymer steht 2016 der ML-T an oberster Stelle (Hier im Vergleichs-Test). Der Teilintegrierte ist mit 2,22 Metern schmaler als viele andere Modelle und das einzige Wohnmobil in den Top Ten, das auf dem Mercedes Sprinter basiert. Die Premium-Basis beschert dem ML-T gegenüber Ducato-Modellen vor allem Vorteile bei den elektronischen Fahrhilfen: Serienmäßiggibt es einen Seitenwind-Assistenten, Kollisionswarner, Spurhalte- und Fernlicht-Assistent gegen Aufpreis. Für einige Modelle ist Allradantrieb verfügbar. Fünf Grundrisse zwischen 6,36 und 7,79 Metern Länge bietet Hymer an. 

Meistverkauftes Modell: Hymer ML-T

  • Grundpreis: ab 61.590 Euro
  • Konkurrenten: (Auf Basis des Mercedes Sprinter) Frankia T, La Strada Nova, Wochner Xantano
  • Segment: Teilintegrierter der Mittelklasse

Knaus

Der erste Platz der Zulassungsstatistik für Wohnmobile gehört nach eigenen Angaben auch 2016 wieder der Knaus-Tabbert-Gruppe. Erfolgreichste Baureihe ist der Knaus Sky TI, der zu Beginn der Saison runderneuert wurde und dabei mitunter eine neue T-Haube aus GfK und eine verbesserte Bodenisolierung aus XPS bekommen hat. Das bei den Kunden beliebteste Modell ist die siebeneinhalb Meter lange Einzelbettenvariante 700 MEG mit separater Duschkabine, geräumiger Winkelküche und zwei großen, bequem zugänglichen Kleiderschränken unter den Betten. Bei den acht verfügbaren Modellen gibt es auch handlichere Varianten mit sieben oder sechseinhalb Metern Länge. Im promobil-Supercheck konnte der Sky TI mit einem gelungenen Möbelbau,vielen Verstaumöglichkeiten und seinem Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugen.

Meistverkauftes Modell: Knaus Sky TI 700 MEG

  • Grundpreis: ab 56.790 Euro
  • Konkurrenten: Adria Coral Plus 670 SL, Bürstner Lyseo T 728 G, Hymer Tramp CL 678
  • Segment: Teilintegrierter der Mittelklasse

Pössl

Der Marktführer für ausgebaute Kastenwagen steht schon immer für ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Neben den Fahrzeugen der Marke Pössl werden auch die baugleichen Globecar-Modelle erfasst. Beliebtestes Modell ist 2016 der sechs Meter lange 2Win mit quer eingebautem Bett im Heck (Hier im Test). Neben der Standard-Version werden vier weitere Varianten angeboten: der 2Win R mit vergrößertem Bett, einem Raumbad anstelle des Festbads und hochgesetztem Kühlschrank. Hinzu kommen die auf dem Citroën Jumper basierenden Modelle Limited und Plus sowie der 2Win Vario mit zwei weiteren Schlafplätzen unter einem Hochdach. Längere Modelle mit Einzelbetten finden Käufer bei den Baureihen Roadstar und Summit, kürzere und handlichere Fahrzeuge heißen Roadcamp, Varianten mit GfK-Hochdach Vario. 

Meistverkauftes Modell: Pössl 2Win

  • Grundpreis: ab 37 299 Euro
  • Konkurrenten: Adria Twin 600 SP, Knaus Box Star 600 Street, Karmann Davis 590
  • Segment: Campingbus der Einsteigerklasse

Trigano

Der Trigano-Konzern teilt sich in zwei Sparten: Die italienische (Trigano SpA) führt die Marken CI und Roller-Team, die französische (VDL) die Marken Chausson und Challenger. Letztere waren 2015 in Deutschland relevanter, wobei der größere Teil der Zulassungen seit jeher auf die Fahrzeuge von Chausson fällt. Die werden hierzulande über den Importeur Koch Freizeitfahrzeuge vertrieben, der 2016 vom sieben Meter langen Einzelbettenmodell Chausson 627 GA die meisten Exemplare verkaufte. Hauptgrund dafür war die umfangreich ausgestattete Limited Edition auf Basis des Ford Transit mit braun lackiertem Fahrerhaus. Sehr gut angelaufen ist aber auch der zum Saisonstart neu eingeführte Chausson 630, dessen innovatives Konzept mit zwei getrennten Längshubbetten im Bereich der Sitzgruppe bei der Präsentation für Aufsehen sorgte. 

Meistverkauftes Modell: Chausson 627 GA 

  • Grundpreis: ab 46.990 Euro
  • Konkurrenten: Dethleffs Trend T 6717, Rimor Seal 98 P, Roller Team Auto Roller 285 P
  • Segment: Teilintegrierter der Einsteigerklasse

Außer Konkurrenz: Die beliebtesten Kompakt-Modelle der Pkw-Hersteller 

Campingbusse mit Aufstelldach werden zwar auch als Wohnmobile geführt und stehen in der vom KBA geführten Statistik teilweise auf einem der oberen zehn Plätze, sollen an dieser Stelle aber gesondert gelistet werden.

An der Spitze der Zulassungsstatistik macht es sich seit Jahren der VW California bequem. 12.887 Fahrzeuge haben 2016 das Werk in Hannover verlassen. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das nach Angaben von VW einem Wachstum von 37 Prozent. Das Konzept des Kult-Campers mit Schlafrückbank und linksseitiger Möbelzeile hat sich seit den Modellen auf Basis des T3 im Grunde nicht geändert. Der Grundriss gilt als Standard für die Fahrzeugklasse und wird so auch von vielen anderen Herstellern umgesetzt.

Stärkster Konkurrent ist der Marco Polo von Mercedes, der in Zusammenarbeit mit Westfalia entsteht und seit 2014 in der zweiten Generation auf Basis der V-Klasse vom Band läuft. Wichtigster Unterschied zum VW ist der Heckantrieb des Basisfahrzeugs. Als Activity gibt es noch eine Version ohne Möbel auf Basis des frontgetriebenen Transporters Vito. Ganz neu ist der Lückenfüller Horizon mit Activity-Ausstattung, aber V-Klasse-Basis. Verkaufszahlen veröffentlicht Mercedes nicht. Sie sollen bei circa 1500 Einheiten liegen.

Dritter unter den Topsellern ist der Ford Nugget, der ebenfalls bei Westfalia gebaut wird und sich von seinen Konkurrenten beim Grundriss mit der Winkelküche im Heck unterscheidet. Der 2013 eingeführten jüngsten Generation mit Hochdach folgte 2015 die Aufstelldachvariante. 2016 liefen rund 1250 Exemplare vom Band. Die Dachvarianten sind in etwa gleich beliebt.

Bestverkaufte Wohnmobil-Modelle 2016 laut Hersteller

Auf der CMT 2017 hat promobil die Chance genutzt, um die Hersteller jeweils nach ihren Wohnmobil-Bestsellern 2016 zu fragen.

Auf Messen wie der CMT preisen die Hersteller ihre neusten Reisemobile und Entwicklungen an. Und in der Wahl zum Reisemobil des Jahres lotet promobil immer wieder die beliebtesten Modelle aus. Doch sind diese Fahrzeuge auch wirklich diejenigen, die am Schluss am meisten gekauft werden? Und: Welche Grundrisse sind besonders beliebt und daher eventuell auch bewährt?

Wir haben auf der CMT 2017 bei den Herstellern nachgefragt und aus den Firmen-Vertretern herausgelockt, welche Fahrzeuge die Top-Seller sind. Kurze Beschreibungen und Fotos der Wohnmobil-Bestseller 2016 sehen Sie in unserer Bildergalerie.

Genauere Infos zu den Bestsellern finden Sie in der folgenden Tabelle bei unseren ausführlichen Tests und Vergleichen der Modelle.

BestsellerTest
Adria Coral 670 SLPremiere
Bimobil EX 366Premiere
Bürstner Lyseo T 690Premiere
Carthago Chic C-Line I 4.09Einzeltest
Concorde Liner PlusPremiere
Dethleffs Trend TVergleichstest
Dreamer Family VanEinzeltest
Eura Mobil Profilia T 695Einzeltest
Forster T 738Premiere
Frankia PlatinPremiere
Laika Kreos 5009Einzeltest
LMC Passion 673Premiere
Niesmann + Bischoff SmovePremiere
Pössl 2WinSupercheck
Sunlight T 67Vergleichstest
VanTourer 600 LPremiere
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