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Produktionsstätte wird möglicherweise verlegt

Westfalia aus Frankreich?

Premiere: Caravan-Salon, Reisemobile 2015, Westfalia Foto: Bernd Thissen

Der traditionsreichen westfälische Campingbus-Hersteller Westfalia denkt über eine Verlagerung der Produktion nach. Aus betriebswirtschaftlichen Gründen prüft das Unternehmen den Standort Frankreich.

17.01.2015 Redaktion promobil

Seit Jahrzehnten ist die Marke Westfalia mit dem Standort Rheda-Wiedenbrück fest verbunden. Daran hat sich auch nach mehreren Besitzerwechseln bis heute nichts geändert. Bereits zum Herbst dieses Jahres könnte das jedoch anders werden.

Ist das französische Mayenne die günstigere Produktionsstätte?

Aktuell prüft das Unternehmen eine Verlagerung von Teilen der Produktion. Der Hintergrund ist ausschließlich betriebswirtschaftlicher Art. Speziell mit den Modellen Amundsen und Columbus steht Westfalia im Wettbewerb mit Herstellern, die ihre Fiat-Ducato-Ausbauten beispielsweise kostengünstig in Ungarn fertigen. Doch selbst im Vergleich innerhalb Deutschlands liegen die Lohnkosten bei Westfalia nach Angaben des Unternehmens deutlich höher als in der Branche üblich.

Als Teil der französischen Rapido-Gruppe wäre für Westfalia eine Verlagerung der Fertigung nach Frankreich kurzfristig umsetzbar. Bei der Muttergesellschaft im nordwestfranzösischen Mayenne steht ein hochmodernes Werk zur Verfügung, in dem noch Kapazität für eine zusätzliche Produktionslinie wäre. Dort hat man bereits Erfahrung mit dem Ausbau von Campingbussen der Marken Rapido, Campereve und Dreamer.

Die Entscheidung für oder gegen Frankreich steht noch aus

Nach Aussagen von Westfalia-Chef Mike Reuer gegenüber promobil ist bislang noch nichts entschieden. Ebenso wenig steht fest, welche Baureihen betroffen wären. Lediglich der für Mercedes gefertigte Marco Polo ist von den Überlegungen ausgeschlossen. Eine Entscheidung soll noch im Februar getroffen werden. Reuer betont, dass sich durch eine Verlagerung der Produktion nichts an den Westfalia-Produkten ändern würde. Ein Umzug der Entwicklungsabteilung steht nicht zur Diskussion. Reuer: "Die DNA von Westfalia bleibt in jedem Fall unangetastet."

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