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Leserfrage - Bodenfreiheit beim Wohnmobil

Problematische Bodenfreiheit

Leser Peter Hermann fragt: Beim Runterfahren von der Fähre mit unserem neuen Wohnmobil gab es ein Kratzen, aber zu sehen war nichts. Als ich später dann die Hubstützen ausfahren wollte, waren sie nicht mehr da. Die Bodenfreiheit beträgt an der Stelle auch nur 15 Zentimeter. Hier liegt meiner Meinung nach ein Konstruktionsfehler vor. Wie ist Ihre Meinung dazu?

06.06.2007 Redaktion promobil

Selbst wenn dadurch die Nutzung eingeschränkt ist, sind wenig Bodenfreiheit (durch einen niedrigen Rahmen) oder ein kleiner Böschungswinkel (durch eine tiefe Heckabsenkung oder einen langen Hecküberhang) noch keine gewährleistungspflichtigen Sach- oder Konstruktionsmängel. Dafür gibt es keine verbindliche Vorgabe. Über mögliche Einschränkungen im Urlaub muss man sich vorher klar werden. Ob Sie aufgrund von nicht sachgemäß angebrachten Anbauteilen am Wagenboden dennoch Anspruch auf kostenlose Nacherfüllung haben, kann nur ein Wohnmobil-Sachverständiger feststellen.

Es muss wohl nicht extra gesagt werden, dass tiefe Heck­absenkungen in Bezug auf die Fährentauglichkeit von Wohn­mo­bilen nicht der Weisheit letz­ter Schluss sind. In Verbindung mit einem langen Heck­überhang werden steile Auf­fahrten schnell zum Hindernis. Kommt es bei der Auf- oder Abfahrt zu Beschädigungen, haftet in der Regel der Fahrer. Da hilft nur immer äußerste Vorsicht. Gegebenenfalls kann eine nachgerüstete Luftfeder mit Kompressor das Problem beseitigen. Denn damit lässt sich die Bodenfreiheit bedarfsweise erhöhen.

Wenn auch Sie Fragen zum Thema Wohnmobil haben, mailen Sie uns an redaktion@promobil.de

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