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Ratgeber

Pro und kontra Folienmodule

05.04.2003 Redaktion promobil

Ich möchte auf meinem Campingbus ein Solarmodul montieren. Dazu meine Frage: Welche Vor- und Nachteile haben Standardglas- gegenüber Folienmodulen – besonders in Bezug auf Dauerhaftigkeit und Erwärmung?
Volker Eckmann

Antwort:

Folienmodule werden meist bei Segelyachten eingesetzt und lassen sich darum überall hinhängen, sind begehbar und seewasserfest. Größter Nachteil ist der geringere Wirkungsgrad. Der Unterschied zu festen Modulen ist aber inzwischen nicht mehr so groß, da auch bei den flexiblen Panelen statt amorpher (braun-rot) mehr und mehr die rund ein Drittel effektiveren mono- oder polykristallinen Zellen (schwarz-bläulich) eingesetzt werden. Anfangs waren flexible Module oft wenig widerstandsfähig gegenüber Witterung und mechanischer Beschädigung. Heute sind sie jedoch in hochwertige und UV-beständige Kunststoffe eingeschweißt. In der Regel erweisen sich sorgfältig hergestellte starre Glasmodule aber trotzdem als langlebiger. Ein Problem bei aufgeklebten Modulen ist tatsächlich die Temperatur. Die Faustregel: Ausgehend von 25 Grad Celsius bewirkt eine Verdoppelung der Temperatur eine Leistungsminderung um zehn Prozent und eine Senkung auf null Grad ein Plus von zehn Prozent. Dabei ist zu beachten, dass die Zellentemperatur nicht mit der Lufttemperatur identisch ist. An heißen Tagen steigt die Modultemperatur sprunghaft an und liegt schnell weit über der Umgebungstemperatur. Darum ist es am besten, Module mit Abstand zu montieren, um für Hinterlüftung zu sorgen. Man muss diese Problematik indes auch nicht dramatisieren, denn eine richtig dimensionierte Anlage liefert bei hohen Temperaturen und starker Lichtintensität so oder so einen Leistungsüberschuss.

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