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Sawiko MT054 Anhängekupplung

Nachrüsten am Wohnmobil

Dank ihres Baukastensystems soll die Anhängekupplung SAWIKO MT054 an viele Reisemobilmodelle passen. Foto: Franz Güntner 14 Bilder

Dank ihres Baukastensystems soll die Anhängekupplung Sawiko MT054 an viele Wohnmobilmodelle passen. Wir haben uns die Nachrüstung an einem Knaus Van I im Alko-Kundencenter in Kötz zeigen lassen.

08.12.2016 Franz Güntner

Unterschiedlich lange Hecküberhänge, verschieden konstruierte Rahmenverlängerungen und eine schier unendliche Palette an Heckschürzen – die Vielzahl der Wohnmobilmodelle verlangt vom Monteur einer Anhängekupplung oft ein gewisses Improvisationstalent.
Erleichterung soll die neue Anhängekupplung MT054 aus dem Hause Sawiko, einem Unternehmender Alko-Gruppe, schaffen: Das System besteht aus einem Baukasten. Je nach Einbausituation und Vorlieben kann man aus mehreren Kugelköpfen, Querträgern und Seitenplatten wählen. Die Anhängekupplung lässt sich so an fast jedes Reisemobil anpassen. 

Wenn nötig, gibt es auch passende Bausätze zur Verstärkung des Rahmens. Welches Set verwendet werden muss, klärt ein Anruf bei Sawiko. Vorteile haben Fahrer mit Alko-Chassis: Hier ist generell keine Rahmenverstärkung nötig. Das schont den Geldbeutel.
Der Verstärkungssatz allein kostet bis zu 450 Euro, der Einbau dauert etwa vier Stunden. Die abnehmbare Kupplung nebst Elektrosatz schlägt nochmal mit 984 Euro und vier Stunden Montagezeit zu Buche. Ein fest installierter Kugelkopf spart rund 190 Euro. 

Der promobil-Dauertestwagen, ein Knaus Van I 600 MG, liegt im Mittelfeld der möglichen Szenarien: Seine gewichtsoptimierte Rahmenverlängerung ist nicht stabil genug für den direkten Anbau, sie muss darum verstärkt werden. Der Techniker montiert dafür einen Satz Längsträger und mehrere Verstärkungsplatten am Rahmen. Viele Schrauben halten die Anbauteile. Leider stimmen die Bohrungen nicht immer überein, dann müssen neue Löcher gesetzt werden. 

Im Anschluss erfolgt der Anbau der eigentlichen Kupplung. Der massive Querträger wird über Verbindungsprofile mit den Längsholmen der nun verstärkten Rahmenverlängerung verschraubt. Bei Überhängen mit mehr als einem Meter Länge benötigt man zusätzlich zwei Diagonalstreben. 

Nun fehlt noch der Elektrosatz: Die Steckdose wird auf der Halteplatte montiert und eine Kabelverbindung zu den Rücklichtern und in den Kasten der Starterbatterie verlegt. Dort findet auch das Steuergerät seinen Platz.

Einbau der Swaiko MT054 Anhängekupplung

1) Die Sawiko MT054 passt dank ihres Baukastensystems unter viele Fahrzeuge. Da der Knaus-Dauertestwagen über keine tragfähige Rahmenverlängerung verfügt, muss diese erst verstärkt werden. 

2) Auch für dieses Modell ist ein passender Bausatz verfügbar, der alle Verstärkungen nebst Schrauben und Muttern beinhaltet. Zunächst montiert der Techniker pro Seite mehrere passgenaue Seitenplatten, die er mit dem Rahmen des Fahrzeugs verbindet. 

3) An den Seitenplatten und der Innenseite der Rahmenverlängerung werden zusätzliche Längsträger befestigt. Unter Umständen müssen diese noch gekürzt werden. Auch zusätzliche Bohrlöcher sind manchmal unumgänglich. 

4) Im Anschluss erfolgt der eigentliche Einbau der Anhängekupplung: Zuerst werden auf die nun verstärkte Rahmenverlängerung zwei Halteplatten für den Querträger montiert. 

5) An dem massiven Querträger ist der Klemmkäfig für den Kugelkopf bereits vormontiert. In unserem Fall passte der Träger ohne Zusatzarbeiten millimetergenau hinter die Heckschürze. Vier M 12 x 30-Schrauben auf jeder Seite halten den Querträger in Position. 

6) Nun wird der passende Kugelkopf eingesetzt. Wir haben uns für ein abnehmbares Modell entschieden, es gibt aber auch günstigere, starre Varianten. Links daneben sieht man die Aufnahmeplatte für die Steckdose. 

7) Bei Längsträgern, die länger als einen Meter sind, müssen zusätzliche Diagonalstreben eingesetzt werden. Sie sind allerdings nur verschraubt und können daher rasch auf jeder Seite montiert werden. 

8) Danach wird die Steckdose zusammengesetzt und mit drei Schrauben an der Halteplatte befestigt. Der Elektrosatz ist bereits mit allen Anschlüssen versehen und verfügt über isolierte Kabel. Kabelbinder halten den Strang an der gewünschten Position. 

9) Die Verbindung mit den Rücklichtern erfolgt nahe der Hinterachse: Hier wird mit einer einfachen Y-Weiche das Signal abgegriffen. Dank Steckverbindungen an Fahrzeug und Kabelsatz entfallen aufwendige elektrische Arbeiten. 

10) In den Ducato-Batteriekasten bohrt man ein Loch und führt den Kabelstrang hinein. Das Steuergerät wird platziert, und die Anschlussleitungen klemmt man mit vormontierten Schellen an die Batterie. 

11) Ein Funktionstest verrät, ob die Kabel richtig verlegt und die Anhängekupplung korrekt angebaut wurde. Übrigens: Die Vorrichtung muss nicht in die Zulassungspapiere eingetragen werden. Es genügt, die beigelegte Typgenehmigung mitzuführen.

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