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Ratgeber

Auflastung mit Folgen

01.04.2004 Redaktion promobil

Ich möchte mein Reisemobil von 3,5 auf 3,9 Tonnen zulässige Gesamtmasse auflasten. Welche besonderen Vorschriften muss ich dann im Anschluss beachten?
Heinz Dengel, 86465 Welden

Antwort:

Für die Auflastung auf über 3,5 Tonnen müssen nach 1. Januar 2001 zugelassene Reisemobile mit ABS ausgerüstet sein. Die höhere technisch zulässige Gesamtmasse bringt Ihnen den Vorteil, mehr Zuladung zu haben. Allerdings gilt Ihr Mobil dann verkehrsrechtlich als Lkw. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit verringert sich auf 80 km/h. Überhol- und Verkehrsverbote für Lastwagen, nicht jedoch das für diese geltende Wochenendfahrverbot, müssen beachtet werden. Zu Verbandskasten und Warndreieck müssen Sie eine Warnleuchte mitführen. Außerdem muss laut Gesetz beim nächtlichen Parken in geschlossenen Ortschaften eine Warntafel angebracht werden. Für die Besteuerung wird nicht nur das Fahrzeuggewicht – wie bei Mobilen unter 3,5 Tonnen – herangezogen, sondern auch noch der Schadstoffausstoß. Eine eingetragene Schadstoffklasse S1 oder S2 vorausgesetzt, lassen sich damit durchaus ein paar Euro sparen. Fehlt diese Einstufung, weil das Fahrzeug zu alt ist, kommt der Besitzer nicht in den Genuss dieser Vergünstigungen, und das Reisemobil wird entsprechend höher besteuert. Entscheidend ist, was unter Ziffer 33 im Kfz-Schein steht. Die Haftpflichtversicherung, die für Reisemobile pauschal erhoben wird, ist vom geänderten Gewicht nicht betroffen. Mussten Reisemobile über 3,5 Tonnen vor dem 1. November 2003 jährlich zum TÜV, gilt seitdem für die Hauptuntersuchung wieder eine Frist von 24 Monaten. Aufpassen müssen Sie bei Mautgebühren. Die sind, beispielsweise in Österreich oder Frankreich, für Mobile über 3,5 Tonnen höher. Außerdem gelten unter und über dieser Gewichtsgrenze andere Bußgelder für Ordnungswidrigkeiten. So werden Geschwindigkeitsüberschreitungen mit dem schwereren Mobil strenger geahndet. Schließlich dürfen alle Fahrer, die seit 1999 den Pkw-Führerschein erworben haben, nur noch Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen Gesamtgewicht steuern.

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