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VW California XXL (2018)

Volkswagen baut den neuen VW Crafter aus

VW California XXL (2018) Foto: VW 51 Bilder

Vom Kompakt- zum Komfortcamper: Auf dem Caravan Salon 2017 zeigt Volkswagen mit dem VW California XXL erstmals einen werkseigenen großen Campingbus auf Basis des VW Crafter.

06.09.2017 Dominic Vierneisel, Sophia Pfisterer, Lisa Geiger 3 Kommentare

Eines gleich vorweg: Bei dem ersten VW California XXL handelt es sich um ein reines „Show-Car“. Das heißt Form, Design und Ausstattung wurden einmalig für dieses Fahrzeug angefertigt und noch nicht serienmäßig erhältlich. VW beschreibt den XXL lediglich als eine erste Idee, die sie Profis und Campern zeigen wollen, um erstes Feedback zu bekommen. Aber: „Es gibt keinen Zweifel, dass ein Campingbus auf dem VW Crafter kommt“ sagt Eckhard Scholz, Vorstandsvorsitzender von VW Nutzfahrzeuge.

Zahnarztpraxis oder cleanes Design?

VW California XXL (2018) Foto: Lisa Geiger

Der erste Campingbus auf VW Crafter von Volkswagen selbst ist auf jeden Fall eines: auffällig. Von vorne erinnert er noch sehr an einen zu groß geratenen VW Bulli, nur die Dachschnauze und das Panorama-Fenster stechen heraus. Der California XXL will mit seinem Rücken entzücken: hinten sein ausgebeultes Heck ins Auge. Doch wofür ist das gut?

VW hat als Basisfahrzeug den VW Crafter mit kurzem Radstand gewählt. Um in dessen Sechs-Meter-Karosserie ein Längsbett unterzubringen, wandte VW einen Kniff an: Das Heck ist im oberen Teil durch eine Art Erker spektakulär verlängert. Das Gesamtfahrzeug wächst damit auf 6,24 m Länge.

Eine praktische Lösung? Das Design stößt auf der promobil Facebook-Fansite auf geteilte Meinung:

Ob das auffällige Heck-Design später in die Serienfertigung schafft, bleibt abzuwarten.

VW California XXL (2018)
Premiere des Crafter-Ausbaus 1:12 Min.

Im Inneren überzeugt der VW California XXL mit kühlem Weiß und fast durchgängigen Dachfenster, die viel Tageslicht durchlassen. Spielerein wie bunte LED-Lichtschienen, Touch-Lichtschalter, ausfahrbare Gasdüsen am Kochfeld oder iPad-Lichtsteuerung sind spannende Features. Allerdings könnten sie dem Durchschnitts-Camper teuer zu stehen kommen.

Smarte Lösungen fürs Camper-Bad und ein Kinderbett im Alkoven

VW California XXL (2018) Foto: VW

Eine innovative Lösung bietet VW für das Bad in dem Campingbus. Gegenüber der Küchenzeile angesiedelt, lässt es sich einhändig bis zum Küchenblock ausziehen und bietet dann eine relativ große Dusche sowie Toilette und ein Klapp-Waschbecken, das hinter einem großen beleuchteten Spiegel verschwindet. Im ausgezogenen Zustand ist das Bad nur von vorne begehbar. Wenn der Partner im hinteren Schlafbereich verweilt, ist er solange gefangen.

Der Mittelteil des Längsbetts lässt sich tagsüber einklappen, um so mehr Freiraum im Fahrzeug zu bieten. Nachts wird die Matratze einfach wieder zu einer großen Spielwiese zusammengebaut. Ein Beamer projiziert Serien oder Filme auf die Badezimmerwand auf der Beifahrerseite. Hier können sich Camper nachts oder bei schlechtem Wetter ins Bett kuscheln und sich einen Film ansehen

Wer nicht nur zu zweit verreist, sondern ein oder zwei kleinere Kinder hat, wird sich freuen: Über dem Fahrerhaus ist im Superhochdach ein ausziehbares Bett untergebracht mit den ungefähren Maßen 1,70 x 1,30 Meter. Erwachsene können dann sogar bei geöffneter Schiebetür unter dem Bett geduckt raus und rein gehen.

VW California XXL: Die Volkswagen-Antwort auf den Camper-Boom

Bislang hat VW nur seinen kleinen Kastenwagen T6 selbst als Campingbus ausgebaut. Bei den großen Modellen überließ der Autokonzern das Feld anderen Firmen. Zu hoch die Kosten der Fahrzeugentwicklung. Und schließlich ist die Camper-Produktion in Hannover durch die Beliebtheit des California stets gut ausgelastet. 90.000 Californias wurden seit dem Bau in Hannover produziert, 150.000 Fahrzeuge insgesamt.

Doch zum einen ist VW der Boom in der Caravaning-Branche, insbesondere bei den ausgebauten Kastenwagen keineswegs entgangen. Zum anderen hat man mit dem aktuellen Crafter endlich eine Eigenentwicklung am Start, die viel zu schade wäre, um nur als schnödes Nutzfahrzeug zu dienen. Das verlangt förmlich nach einem Campingableger.

Neue Campingbusse für 2018 Alle Campervans der Messe 2017

Der VW California XXL hat im ganzen Fahrzeug dank Superhochdach eine Stehhöhe von 2,20 bis 1,90 Meter. Zugunsten der Fahreigenschaften verspricht VW bei dem neuen Hochdach mit speziellen Einzügen ein ausgefeiltes Aerodynamikkonzept.

Unterschiede: Califonia VW T6 und XXL VW Crafter

VW California XXL (2018) Foto: Lisa Geiger

Im Gegensatz zum VW T6-California steht die Küche im XXL auf der Beifahrerseite und ragt in die Schiebetüröffnung. Das entspricht gängigen Grundrissen in der Sechs-Meter-Klasse. Dank praktischer Tricks kann sich der kleine Küchenblock auf Wunsch schnell vergrößern. Ein Schneidebrett kann hin und her rutschen, wahlweise über der Spüle oder dem Herd und eine Arbeitsplatten-Verlängerung kann ebenfalls einfach ausgeklappt werden.

Der Grundriss im Bug ist recht klassisch: Drehbare Sitze sind in dieser Klasse Standard, sie ergänzen eine Sitzbank in Fahrtrichtung inklusive Tisch. Auf jeden Fall bietet der XXL-California auf dem Crafter dank mehr Raum mehr Bewegungsfreiheit als die T6-Version.

Alle Daten zum VW California XXL (2018)

Basisfahrzeug: VW Crafter
Länge/Breite/Höhe: 6,24/2,03/2,90 Meter
zulässiges Gesamtgewicht: 3,5 Tonnen
Grundpreis: nicht vorhanden
Radstand: 3,64 Meter (mittlere Größe)

Neuester Kommentar

Immer das Gleiche bei der Berichterstattung.

Das Fahrzeug ist in nahezu jedem Punkt neu entwickelt und hat Mut, vieles einfach mal anzugehen, was sich seit Jahrzehnten nicht nach vorn bewegt hat.

Das erste, was passiert ist, dass die Promobil reich der Kritik gegenüber dem Neuen ist:

Das ausgezogene Bad versperrt den Weg. Die Technik ist Spielerei. Die 'Ausbeulung' am Heck bekommt es auch 'dicke'. Ganz zu Schweigen von der Kritik am Preis für den Durchschnittscamper.

Sind wir hier in der DDR oder was? Haben wir noch nicht genug Camper im Segment der Preiskämpfe?! Roadcar, Clever, Orange, Carado, Sunlight, Sun Living, Pössl....

Alle schön mit Standard: Bett hinten, dann kleine Nasskammer und dann Billigkocher an der Tür mit kleiner Gähn-Dinette im Gelsenkirchener Barock. Überall. Wo man hinguckt: Standard in dieser Branche.

Da kommt einer, der macht es anders und wird mutig. Öffnet dadurch aber auch Möglichkeiten. Und was fällt Euch ein?

Zahnarztpraxis.

Habt Ihr eigentlich Angst, Eure Artikel werden nur gelesen, wenn Ihr Euch der Masse beugt? Tut mir ja auch wirklich leid, dass nicht jeder Bürger die 150k€ für das kommende Fahrzeug hat. Nur ist es nicht Euer Job, dies zu kritisieren.

Und klar ist auch eines: So ziemlich jeder Fachartikel, der eigentlich Profis mit Erfahrung benötigen würde oder wo es weltweit wirklich um erhebliche News mit Bedeutung geht, wird von Pfisterer und Geiger geschrieben.

Wo sind denn eigentlich die ganzen Profis hin?

Und klar: Immer schön milchige Handyfotos ohne Weitwinkel hochladen. Perfekt. Nicht dass Ihr für Euren Job irgendwie Gehalt bekommt oder eine technische Ausrüstung haben müsstet.

Lächerlich eigentlich, da die Youtube Kollegen mit Ihren erfolgreichen Kanälen aus Italien, Holland etc. mit DSLR und Profikameras am California XXL zugange waren.

Sorry, aber Ihr seid lächerlich. Und Ihr werdet nicht den Verstand beweisen, diesen Zustand jemals zu ändern.

Diana van Heide 28. August 2017, 10:33 Uhr
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