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Luftfedersysteme im Überblick

Foto: Foto: Uli Regenscheit, Thiemo Fleck 20 Bilder

Mit platzsparenden Rollbalg-Luftfedern an Vorder- und Hinterachse wird die beliebte Hymer B-Klasse nochmals komfortabler.

02.07.2010 Redaktion promobil

Der Luftfeder werden wahre Wunderdinge nachgesagt: limousinenartiger Fahrkomfort, erhöhte Sicherheit und dazu eine Niveauregelfunktion, die einerseits ungleichmäßige Beladungszustände ausgleicht, andererseits auch in der Lage ist, das Reisemobil am unebenen Stellplatz gerade zu richten.

Doch was ist tatsächlich dran am Mythos Luftfeder? Sind es alleine die tragenden Gummibälge, die Mobil und Fahrbahn mechanisch wie akustisch voneinander trennen? Die Funktionsweise solcher Systeme ist schnell erklärt: An sich beruht deren Federwirkung auf der Kompressibilität der Luft, also der Tatsache, dass sich eine eingeschlossene Luftmenge durch Druck von außen in ihrem Volumen verändern lässt.

Möglichkeiten zur Volumenänderung bieten etwa Torusbalgfedern, die häufig in Schwerfahrzeugen zur Anwendung kommen, oder aber die hier eingesetzten, schlank bauenden Rollbälge. Rollbalgfedern bestehen aus einem radial flexiblen, gewebeverstärkten Gummischlauch – dem Balg –, der quasi in sich selbst gestülpt auf einem in seiner Form exakt definierten Kolben abrollt.

Über das eingeschlossene Volumen, das in der Regel durch einen Kompressor verändert werden kann, lässt sich einerseits die Standhöhe des Fahrzeugs und damit auch die Federrate variieren – entscheidende Parameter sowohl für den Komfort als auch für die Fahrdynamik.
Optimal wäre somit ein gut gedämmtes, leises, klapperfreies und zudem sensibel luftgefedertes Mobil. Hymer ist hier sichtlich bereits auf einem recht guten Weg.

Auch die neue Generation luftgefederter Reisemobile ist von solch aufwendi­gen Fahr­werks­konzepten noch ein gutes Stück entfernt. Abgesehen von kleinen Schwächen erreicht das Komfortplus dennoch ein hohes Niveau. Ein klares Argument für die Vollluftfederung bleibt die einfache Niveauregulierung. Bei der Kaufentscheidung dürfte aber auch das Kostenkapitel keine Nebensächlichkeit sein. Hymer berechnet für das Luftfedersystem in der B-Klasse SL einen Aufpreis von 7490 Euro.

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