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Knaus vs. Carthago vs. Niesmann+Bischoff

Große Integrierte im Wohnmobil-Vergleichstest

Carthago Chic E-Line, Knaus Sun i, Niesmann + Bischoff Arto Foto: Ingolf Pompe 31 Bilder

Frech fordert Knaus die Platzhirsche in der Oberliga heraus. Mit seiner frischen Optik bietet der neue Knaus Sun I den designorientierten Carthago Chic E-Line und Niesmann + Bischoff Arto die Stirn.

04.11.2015

Das ist natürlich ein Ding, ein Riesending sogar: stolze 8,82 Meter lang, und damit wohl der größte Knaus aller Zeiten. Die Marke will nach oben und stellt nach langer Entwicklungszeit den Sun I in zwei Varianten vor. Spektakulär ist sowohl das Außendesign als auch die Interieurgestaltung des neuen Top-Modells. Zusätzlich wartet der Tandemachs-Integrierte auf Fiat Ducato mit raffinierten Techniklösungen auf, wie etwa der Beleuchtungssteuerung über App und Smartphone.

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Die Grundfunktionen eines Reisemobils werden dabei aber nicht vernachlässigt. Sitzgruppe, Schlafzimmer, Küche und Bad sind im Einzelbettenmodell 900 LEG nur eben etwas größer geraten als üblich. Dabei hält der Knaus Sun I mit 96.800 Euro preislich jedoch respektvoll Abstand zu den einschlägigen Wettbewerbern.

Knaus Sun I vs. Niesmann  + Bischoff Arto vs. Carthago Chic E-Line

In der Oberliga trifft der Emporkömmling auf etablierte Konkurrenz; etwa den Arto von Niesmann + Bischoff, bei dem der Sun i manche Anleihe nimmt. Auch am luxuriösen Carthago Chic E-Line muss sich der neue Knaus messen lassen, auch wenn beide Integrierte in der Basisausstattung über 20.000 Euro trennen. Just zur Saison 2016 hat Carthago den E-Line überarbeitet, ihm einen neuen Bug, ein sehr schickes Heck und einen aufgehübschten Innenraum verpasst. Mit zwei neuen Spitzenmodellen stößt die Baureihe zudem in Größenregionen jenseits von acht Meter Außenlänge vor. Als 58 XL mit Queensbett im Heck stellt sich der E-Line dem Vergleich mit dem Sun i. Das Modell ist etwas kürzer, und zugleich ist der Grundriss eine alternative Aufteilung für Menschen, die lieber beieinanderliegen.

Außen- und Innendesign des Niesmann + Bischoff Arto wirken auch zwei Jahre nach der Vorstellung noch frisch und automotiv. Neu für 2016 ist indes beispielsweise der Grundriss des 88 EK, der ab 110.490 Euro erhältlich ist. bei den Einzelbetten-Modell handelt es sich im Grunde um eine Variante des 8,76 Meter langen 88 E mit kürzerer L-Bank an der Sitzgruppe, doch umso größerer Küche.

Kaufkräftige Kunden, die nach einem stilvollen, geräumigen Reisemobil suchen, stehen vor einer schwierigen Wahl. Den günstigsten nehmen und die Reisekasse schonen oder gleich in die Vollen gehen. Was zeichnet welches Modell aus? Wer bietet mehr Mobil fürs Geld?

Lesen Sie auf den folgenden Seiten unseren Leistungsvergleich der großen Wohnmobile.

Fazit

Carthago

Der Gediegene: Carthago bleibt dem konservativ-gediegenen Stil der Chic-Modelle auch beim teureren E-Line treu. Sehr viel Stauraum – auch im gut nutzbaren Doppelboden – und praktische Detaillösungen sprechen für die Erfahrung des Herstellers in den gehobenen Preisklassen. Erstklassig ist vor allem auch die umfangreiche Ausstattung, zu der neben Fahrertür und
Warmwasserheizung auch die großen Wassertanks und Energievorräte zählen.

(+) Hochwertiger Aufbau, sehr gute Ausstattung, große Wasser- und Stromvorräte,
bequemes Heckbett, Küche mit viel Stauraum und elektrischer Zentralverriegelung.

(-)Teils nicht ganz erstklassige Materialanmutung, im Vergleich kleines, unvorteilhaft aufgeteiltes Bad, Liegelänge im Queensbett unter zwei Meter.

Knaus

Der Rassige: Dass Knaus sich Zeit gelassen hat mit einem Tandemachser, schadet dem Sun i nicht. Manches wirkt zwar etwas effekthascherisch, doch bei allem Spektakel ist das Modell in vielerlei Hinsicht ein funktional durchdachtes Reisemobil. Der im Konkurrenzvergleich günstigere Grundpreis ist angesichts der einfacheren Aufbautechnik nachvollziehbar und angemessen. Zweiachsige Modelle wie bei E-Line und Arto würden die Absatzchancen sicher noch steigern.

(+) Eindrucksvolles Design, hochwertiger Möbelbau, vielfältige Beleuchtung, viele
Ablagemöglichkeiten, geschickt aufge-teiltes Bad, günstigerer Grundpreis.

(-) Teils nicht ganz erstklassige Materialanmutung, für die Fahrzeugklasse eher kleine Wassertanks, etwas weniger Stauraum, fummelige Lichtschalter.

Niesmann + Bischoff

Der Stilvolle: Edel auf eine moderne und – zumindest im Interieur – unprätentiöse Art ist der Arto von Niesmann + Bischoff. Durch die hellen Klappen und den dosierten – aber oft aufpreispflichtigen – Einsatz edler Materialien hat der Ausbau etwas loftartiges. Die Verarbeitung überzeugt rundum. Bewegungsfreiheit und Gestaltung im Bad sind sehr gelungen. Der Doppelboden dürfte noch etwas aufgeräumter sein und die Ausstattung großzügiger.

(+) Harmonisches Design, hochwertige Aufbautechnik, sehr gute Verarbeitung, variable Polstermachart, viele Hängeschränke, große, bequeme Heckeinzelbetten.

(-) Magere Serienausstattung, eingeschränkte Übersicht auf die Straße, dadurch weniger handlich zu fahren, Raumgefühl im Schlafzimmer nicht so großzügig.

Ein mutiger Anlauf

Couragiert ist dieser Vorstoß von Knaus Richtung Oberklasse. Das frische Design des Sun i ist für manchen sicher ein ebenso guter Kaufgrund wie der günstigere Preis, obschon er das Niveau von Chic E-Line und Arto nicht ganz erreicht. Nennen wir ihn den Skoda Superb unter den Reisemobilen. Als solider VW Passat geht der Chic E-Line von Carthago durch. Gut ausgestattet, auf eine konservativere Art modern, strahlt er genau jene Gediegenheit aus, die dem gehobenen Mittelstand das gute Gefühl gibt, sein Geld richtig angelegt zu haben. Am meisten Audi A4 von allen hat der Arto. Emotional von außen, stilvoll-schlicht im Inneren und dazu sehr gut verarbeitet. Doch erst die Extras machen ihn so standesgemäß edel.

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Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
pro-Heft 09/15
Heft 09 / 2015 12. August 2015 Heftinhalt anzeigen Artikel einzeln kaufen
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