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Reise-Tipp Marrakesch

Hinein ins bunte Treiben

Marrakesch, Reise-Tipp Foto: Thomas Cernak 6 Bilder

Magisches Marrakesch: Die Rote Stadt tritt auf wie eine schöne Diva – mal laut, mal sinnlich und verführerisch. Ein Top-Ziel für Reisemobilisten, die das Fernweh packt.

26.10.2011 Thomas Cernak

Seltsame Flötenklänge und kraftvolle Trommelwirbel schallen über den „Djemaa el Fna“. Der berühmte, riesige Platz im Herzen der Altstadt von Marrakesch soll zu Zeiten der Sultane im 12. und 13. Jahrhundert als Hinrichtungsstätte gedient haben – woran heute aber nichts mehr erinnert. Ganz im Gegenteil: Friedlich und heiter feiern auf dem Platz Einheimische und Gäste ein farbenprächtiges, nie enden wollendes Fest.

Buntes Treiben auf dem Marktplatz in Marrakesch

Hin und wieder wechseln dabei die Akteure: Bei Einbruch der Dunkelheit zum Beispiel müssen die Schlangenbeschwörer, Musiker, Gaukler und Märchenerzähler ein Stück zurückweichen für eine Heerschar an flink zusammengebauten Garbuden. Bis weit in die Nacht stehen nun Köche und Kessel im Mittelpunkt. Und schon bald duftet es aus allen Richtungen nach gegrillten Fleischspießen, feurigen Soßen und zuckersüßem Gebäck.

Der Dämmerung verdankt Marrakesch den Beinamen „Rote Stadt“. In ihr verwandelt sich der bestimmende ockerrote Farbton der Lehmfassaden über tiefes Orange in blaurotes Purpur. Es ist die schönste Tageszeit, um sich vom Menschenstrom mitreißen zu lassen. Unweigerlich gelangt man so in die in nördlicher Richtung verlaufenden Souks, die Märkte.

Die Souks – Eintauchen in den Orient

Die Mischung aus grellen Farben sowie ungewohnten Geräuschen und Gerüchen ruft zunächst den Eindruck von Unordnung hervor. In Wirklichkeit aber ist jede Straße, jedes Gässchen auf eine Branche spezialisiert, worüber eigens eingesetzte Vertrauensleute sorgsam wachen.

Wollfärber und Eisenschmiede müssen mit den Außenquartieren vorliebnehme, denn ihre Tätigkeiten gelten als übelriechend und lärmbelästigend. Trotzdem ist es sehr faszinierend, ihnen bei ihrer schweren Arbeit zuzuschauen. Die „sauberen“ Handelsberufe indes sind alle in der Nähe des großen Platzes angesiedelt. 

Trubel und Ruheoasen in Marrakesch

Marrakesch ist einerseits eine laute Stadt mit allgegenwärtigem Mopedgeknatter, anderseits auch eine Stadt mit vielen Ruheoasen, zum Beispiel den Palastgärten oder dem Jardin Majorelle mit riesigen Kakteen und anderen exotischen Gewächsen sowie leisem Brunnengeplätscher. Zwischen den Palmenkronen hindurch blickt man ungehindert auf die im Winter oft schneebedeckten Spitzen des Hohen Atlasgebirges. Die Hänge säumen Naturparks – wahre Paradiese zum Wandern und Ausspannen. 

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