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Wohnmobil-Tour Moseltal in Luxemburg

Dreiklang aus Kultur, Natur und Wein

Wasserbillig: Der Grenzort lädt am Moselufer zum Bummeln ein. Gegenüber liegt Deutschland. Foto: Adi Kemmer 7 Bilder

Das Europa-Städtchen Schengen ist der Ausgangspunkt einer rund 40 Kilometer langen Tour entlang der Mosel bis hin nach Wasserbillig. Der Dreiklang aus Kultur, Natur und Wein prägt diese sehenswerte Region direkt an der deutschen Grenze.

15.09.2017 Adi Kemmer

So schnell kann’s gehen: Über die knapp 250 Meter lange Moselbrücke ist nicht nur der Fluss im Nu überquert, sondern auch ein anderes Land erreicht – ganz ohne Grenzkontrollen, Stau und Wartezeit. Was heute so selbstverständlich ist, machte 1985 ein Abkommen möglich, das den Namen der kleinen Luxemburger Grenzgemeinde trägt: Schengen.

Hier stoßen gleich drei Länder aneinander – Frankreich, Deutschland und Luxemburg, letztere gleichermaßen getrennt wie verbunden durch die Mosel. An deren Ufer erinnern drei symbolträchtige Stelen an das historische Bündnis, mit dem das grenzenlose Europa besiegelt wurde, wie überhaupt die ganze Promenade den europäischen Geist verströmt. Sehenswert sind auch die Nationensäulen und das moderne Europazentrum mit seinem Museum.

Die Moselweinstraße im Dreiländereck

Entlang der Moselweinstraße, der Route de Vin, die hier schlicht „Wäistrooss“ heißt, geht es zum Haff Réimech, einer aus Baggerseen entstandenen Naturoase in der Moselaue. Mehr über Flora und Fauna erfahren Gäste im Besucherzentrum Biodiversum, einem außen wie innen spektakulären Holzbau des Stararchitekten François Valentiny, der von hier stammt

Schengen: Auf den Nationensäulen an der Uferpromenade haben 26 Staaten Europas ihren Platz. Foto: Adi Kemmer

Eine gute Adresse für Reisemobilisten ist der Yachthafen von Schwebsange, denn dort gibt es direkt an der Mosel reservierte Stellplätze in ruhiger, idyllischer Umgebung. Zeit, am Abend die guten Tropfen der Domaines Vinsmoselle zu kosten, deren Spezialitäten in mehreren Vinotheken, etwa in Remerschen, Wellenstein, Wormeldange oder Grevenmacher, zu haben sind. Ein heimeliges Weinmuseum findet sich in Ehnen, einem hübschen Moseldorf mit historischem Kern und der einzigen Rundkirche Luxemburgs. Überhaupt: Es gibt so viel zu sehen hier, den Schmetterlingsgarten in Grevenmacher zum Beispiel oder das Aquarium im Grenzstädtchen Wasserbillig, wo die Sauer in die Mosel mündet und jede Menge Tankstellen Spalier stehen, denn Kraftstoff ist in Luxemburg deutlich günstiger.

Wem die Stellplatzangebote im „Miselerland“ übrigens nicht reichen, der weicht auf die deutsche Seite aus und wird in Perl, Palzem, Konz oder Trier fündig. Im Nu ist die Mosel überquert. So schnell kann’s gehen – dank Schengen.

Der besondere Tipp fürs Luxemburgische Moseltal

„Kleines Land, große Weine“, so wirbt Luxemburg selbstbewusst für seine edlen Tropfen, die inzwischen von Kennern hoch geschätzt werden. Im Mittelpunkt stehen dabei die Weißweine mit der Herkunftsbezeichnung AOP – Moselle, angeführt vom seltenen Auxerrois. Aber auch hervorragende Rot- und Rosé-Weine kommen von hier. Etwas Besonderes sind die nach dem Champagner-Verfahren ausgebauten Crémant De Luxembourg. www.vinsmoselle.lu

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Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
Heft 08 / 2017 12. Juli 2017 162 Seiten Heftinhalt anzeigen Artikel einzeln kaufen
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