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Basiswissen Markisen am Wohnmobil

Gut geschützt mit Kassettenmarkisen

Reisemobil mit Markise Foto: Thule, Dometic, Rathgeber 4 Bilder

Regen oder Hitze – unter einer Markise lässt es sich draußen entspannen. promobil zeigt, auf was es bei Vordächern ankommt.

15.07.2015

Markisen vergrößern den wettergeschützten Bereich um das Reisemobil, spenden vor allem Schatten, bewahren aber auch vor Nässe. Neben den etwas günstigeren Sackmarkisen, die in eine Kederleiste eingezogen werden, sind bei Reisemobilisten vor allem die fest installierten Kassettenmarkisen sehr beliebt. Sie werden entweder an der Aufbauwand oder auf dem Dach angeschraubt – wo genau, legt der Reisemobilhersteller je nach Bauweise des Fahrzeugs fest.

Die Dimensionen des Reisemobils bestimmen Länge und Auszug des Vordachs. Wichtig ist, dass es hoch genug hängt, um auch ausgefahren die Aufbautür nicht zu blockieren. Ein weiteres Problem stellt die Last der Markise auf die Verschraubungen dar: Eigengewicht und Auszug wirken wie ein Hebelarm. Thule fertigt daher keine Modelle ohne Stützen und empfiehlt, diese so früh wie möglich auszufahren. Dometic hingegen bietet auch frei tragende Varianten an. Diese verfügen über patentierte Ankerplatten, die am Aufbau angebracht werden. Zudem besitzen sie einen Motor mit Windsensor.

Wind gilt als größter Feind der Vordächer. Um ein Aufwehen der Markise zu verhindern, sollte man die Stützen mittels passender Heringe sichern oder zusätzlich Abspannleinen verwenden.

Der Wetterschutz hat seinen Preis: Bereits kurze Markisen mit Handkurbel, etwa von Fiamma oder Thule, kosten 500 Euro und mehr. Wer hingegen ein Modell mit Licht, Motor und Windsensor möchte, bezahlt schnell über 1000 Euro.

Damit das teure Zubehör auch einige Jahre hält, gilt es, einiges zu beachten: Zwar benötigt die Kassette keine Wartung, jedoch verlangt die Stoffbahn nach Pflege. Wichtig ist, dass das Tuch regelmäßig gereinigt wird. Kleine Risse kann man mit den herstellereigenen Klebepads flicken. Bei Größeren ist meist der Austausch der kompletten Stoffbahn notwendig, da große Flicken zu ungleichem Aufrollen der Markise führen können.

Tipps zu Wohnmobil-Markisen

  • Stützen früh ausfahren, um die Verankerung an der Wand nicht zu stark zu belasten.
  • Beim Kauf der Markise die Zuladung des Mobils im Auge behalten und beim Auszug auf Stehhöhe und Öffnung der Aufbautür achten.
  • Vor dem Einfahren immer prüfen, ob sich eventuell Äste auf das Tuch verirrt haben. Die Stoffbahn sollte nur trocken aufgerollt werden.
  • Das Tuch benötigt Pflege. Es sollte hin und wieder von beiden Seiten mit einem
  • Nicht scheuernden Mittel gereinigt werden.
  • Vor dem Verlassen des Reisemobils die Markise mit Heringen und Spannleinen gegen Windböen sichern oder wieder einfahren.
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Heft 07 / 2015 10. Juni 2015 Heftinhalt anzeigen Artikel einzeln kaufen
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