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Fiat Ducato heute und früher

Einer für alle

Fiat: Design Foto: Bernd Thissen 14 Bilder

Zum Modelljahr 2015 erhält der Fiat Ducato ein neues Gesicht, oder besser: viele unterschiedliche Gesichter, denn die Auswahl wächst. Parallel dazu hat Fiat auch an Komfort und Technik gefeilt.

29.06.2014 Ulrich Kohstall

Die Fiat-Premiere fand ausnahmsweise nicht in Italien statt. Anstatt erste 2015er Ducato in ihrer Heimat unter die Lupe zu nehmen, machte sich die Redaktion auf den Weg ins Münsterland. Bei LMC in Sassenberg versprach man schon frühzeitig, unterschiedliche Aufbauten für den neuen Ducato fertigzustellen – was letztlich spannender ist als nackte Fahrgestelle und Kastenwagen. Zum Ortstermin Ende April rollt pünktlich ein Teilintegrierter und ein Alkoven frisch vom Band. So kann man das Gesicht, das die Reisemobilwelt der kommenden Jahre prägen wird, gleich richtig auf sich wirken lassen.

Erste Begutachtung vor den Hallentoren

Der Ducato 2015 weiß auf unterschiedliche Art zu gefallen. LMC-Chef Detlef Klages freut sich jedenfalls über neue Kombinationsmöglichkeiten von Tagfahrlichtern, Karosserie- und Kühlergrillfarben und denkt gleich über weitere Variationen nach. Wie wäre es etwa mit einem weißen Fahrerhaus und einem glänzend schwarzen Kühlergrillrahmen? So viel Begeisterung ist nicht selbstverständlich.

Rückblick in die Fiat Ducato Historie

Als der Ducato 2006 seine Karosserie grundlegend wechselte, schauten viele Reisemobilhersteller skeptisch auf die ungewohnten Wölbungen am Bug und die kleinen Räder in den großen Radhäusern. Würden die Käufer diesen Designsprung akzeptieren? Inzwischen wissen wir: Sie haben es längst getan – und freuen sich jetzt vielleicht darüber, dass überraschende Gestaltung das bisherige Modell immerhin acht Jahre lang optisch frisch gehalten hat. Einige Reisemobilhersteller trugen ihren Teil dazu bei. Sie entwickelten eigenständige Frontmasken, die dem sonst etwas ernst dreinblickenden Transporter ein freizeitgerechtes Lächeln ins Gesicht zaubern sollten.

Zurück in die Zukunft: Fiat Ducato 2014

Ab der Saison 2015 wird dieser Aufwand kaum noch nötig sein. Beim neuen Fiat zeigen die Mundwinkel nach oben – was ja auch besser zum satten Marktanteil von fast 70 Prozent im Reisemobilsegment passt.

Die Front wirkt geglättet, aber zugleich feiner ausgestaltet. Das gilt für die Rippen des Kühlergrills ebenso wie für den Rahmen, der sich bis unter die Scheinwerfer zieht. An den Kotflügeln hat man die Schriftzüge so kunstvoll gestylt, dass Uneingeweihte wohl zweimal hinsehen müssen, um auf der Fahrerseite Ducato zu entziffern. Aber was soll’s. Man erkennt auch den Neuen auf Anhieb als Ducato. Durch die markant ausgeformten Stoßfängerecken wirkt er robuster denn je. Falls es jemand unbedingt ausprobieren will: Fiat verspricht durch den nun dreigeteilten Stoßfänger niedrigere Reparaturkosten. Stämmig erscheint ebenso die 16-Zoll-Bereifung, die jetzt auch für 3,5-Tonner zu haben ist. So hat der Ducato mehr Präsenz und macht – wie das Beispiel LMC zeigt – auch unter einem mächtigen Alkoven eine gute Figur.

Welche weiteren Neuerungen bringt der Fiat Ducato 2014 mit? Lesen Sie auf der nächsten Seite weiter!

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