Alles über Weinsberg Imperiale
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Test: Weinsberg Imperiale

Unter der traditionsreichen Bezeichnung Imperiale laufen bei Weinsberg wieder schicke Teilintegrierte vom Band.

Vor sieben Jahren entstand im fränkischen Bad Kissingen der letzte Weinsberg Imperiale. Zum Modelljahrgang 2002 leben die Teilintegrierten mit dem kaiserlichen Namen wieder auf. Gebaut werden sie in Jandelsbrunn bei Knaus, inzwischen Mutter der Marke Weinsberg. Kein Zufall, dass sich zahlreiche technische Parallelen zu Modellen der Schwestermarken innerhalb der Knaus Tabbert Group finden. Genau wie die neuen Teilintegrierten von Knaus und Eifelland basiert auch der Weinsberg auf einem Fiat Ducato mit Alko- Tiefrahmen. Bescheiden beginnt der Neustart des Imperiale mit zwei Grundrissalternativen. Geradezu klassisch in diesem Segment ist der Zuschnitt des hier gezeigten 670 MD. Mit seinem festen Doppelbett längs im Heck und Nasszelle sowie offener Waschecke nebenan zeigt der MD wenig Revolutionäres. Ein hochgesetzter Kühlschrank mit Fernsehkonsole darüber, dazu Küchenblock und Dinette ergänzen seine Inneneinrichtung.

Eine ganz besondere Idee hält dagegen der Bruder Imperiale 560 MQ parat. Sein quer im Heck installiertes Doppelbett liegt über der Heckgarage. Auf Knopfdruck fährt das Bett elektrohydraulisch nach oben und vergrößert somit den Stauraum darunter oder erleichtert umgekehrt den Zustieg ins Schlafgemach. Das Querbett im Heck bedingt einen geschlossenen Sanitärraum mit integrierter Dusche, der sich links ans Bett anschließt. Die Dinette schließt die Lücke zum Fahrerhaus. Gegenüber stehen hinter der Aufbautür ein Kleiderschrank und die Fernsehkommode, davor der schmale Küchenblock. Drehbare Vordersitze erweitern den Personenkreis, der im Imperiale Platz hat. Doch vor allem dienen die gedrehten Sitze einem besseren Raumgefühl und dem Zugang zu den Staufächern über den Sonnenblenden. In die Dachstauräume des Mobils sind auch die Lautsprecher zur Beschallung des Wohnraums eingebaut.

Neu an den Deckenstauschränken im modernen Postforming- Stil sind die soliden Drucktastenverschlüsse. Das gleiche Mobiliar kommt übrigens auch in der Alkovenbaureihe Meteor (siehe Download) und den Integrierten Komet-Model len zum Einsatz. Für mehr Gemütlichkeit wählte man zum Jahrgang 2002 ein etwas dunkleres Birnbaumdekor. Die drehbaren Spots leuchten nun aus einer silberfarbenen Fassung mit Holzapplikationen. Ebenfalls bei allen Weinsberg-Modellen identisch ist die Auswahl an Polsterstoffen. Zur Wahl stehen drei Dessins mit unterschiedlicher Note. Warm wirkt der Karostoff mit Terracotta-Optik, nordisch-kühl ist der Stoff mit blauen Karos. Beim integrierten Komet kann ab sofort das Hubbett abbestellt und gegen Deckenstauschränke getauscht werden. Auch außen hat sich an der Weinsberg-Palette zum Modelljahrgang 2002 einiges getan. Das Heck des Imperiale wirkt modern durch die eingelassenen Rundleuchten, die sauber eingefügte Heckleiter und den Dachkantenspoiler mit integrierter dritter Bremsleuchte. Das verschwenderisch benutzte dunkle Grün für Stoßfänger, Radläufe und Aufkleber weicht einem zarten Türkis. Es lässt die Fahrzeuge insgesamt leichter erscheinen. Die Inspiration dafür gaben die Farbtöne des gleichnamigen Vorgängers.

Technische Daten (Stand: August 2001)
Hersteller: Weinsberg
Modell: Imperiale 670 MD
Basisfahrzeug: Renault Master
Typ: Teilintegrierter
Preis: ab 46570 EUR
Sitze mit Gurt: 4
Schlafplätze: 4
Zul. Gesamtgewicht: 3500 kg
Länge: 6890 mm
Breite: 2300 mm
Höhe: 2650 mm
Basismotor: Diesel
KW: 94
PS: 127
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Autor

Datum

20. August 2001
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