Knaus SKY I, Vorstellung 10 Bilder Zoom

Vorstellung Knaus Sky I: Die sanfte Revolution

Eine Welle der Erneuerung bringt die Marke Knaus wieder in Schwung. Ab Frühjahr 2012 an der Spitze der Bewegung: der Sky I. Erste exklusive Bilder des neuen Integrierten.

Kein Pulverdampf, kein Trommelwirbel, keine großen Gesten. Die Marke Knaus erfindet sich gerade neu - und kommt ohne das übliche Gehabe von Revolutionen aus. Nach außen hin fast unauffällig, krempelte man die Bestseller des Reisemobilprogramms um. Als neues Aushängeschild rollt nun nach kurzer Pause wieder ein Integrierter an. Doch alle, die einen großen, teuren und extravaganten Liner erwartet haben, werden abermals überrascht. Der Sky I will günstiger und praktischer als seine Vorgänger sein.

Schon der Name deutet Zurückhaltung an: „Sky“ steht bei Knaus ursprünglich für die Einstiegsangebote, was sich im Fall des I-Modells schnell als falsche Bescheidenheit herausstellt. Innendesign und Möbelbau entsprechen den übrigen Sky-Modellen, nicht jedoch die aufwendige Kabinenkonstruktion. Der Sky I hat einen Doppelboden, der dem Sun TI entstammt.

Umso erfreulicher, dass der Preis wiederum zur Sky-Familie passt. Der Integrierte ist als 650 LEG schon für 59 790 Euro zu haben. Somit belastet er das Budget nicht stärker als mancher Teilintegrierte mit doppeltem Boden. Auch das gehört zur neuen Stoßrichtung von Knaus. Geschäftsführer Michael Tregner: „Es ging darum, einen attraktiven Preis zu erzielen und die Wettbewerber bei der Anmutung und Funktionalität dennoch zu toppen.“ Offen spricht er aus, dass es bei den Integrierten von Knaus Nachholbedarf gab: „Wir sind in der Rolle der Verfolger.“ Prestigeprojekte stehen derzeit nicht auf der Tagesordnung.


Im Vergleich zu früheren Integrierten von Knaus hält sich der Sky I auch optisch zurück. Markus Pangerl, Leiter des Produktmanagements von Knaus: „Das Design soll nicht polarisieren. Im Vordergrund stand die Funktionalität.“
Mehr Nutzen muss nicht langweilig sein, wie die ersten Eindrücke zeigen. Der renommierte Betrieb Irmscher Automobilbau entwarf ein neues Knaus-Gesicht, das erwachsen wirkt und dezenten Schmuck auf die Scheinwerferpartie beschränkt. Ähnlich einem edlen Brillengestell glitzert dort ein Band aus Chrom und LEDs. Zwei typische Knaus-Elemente blieben erhalten: Der Sky I trägt ein Lächeln auf dem Kühlergrill und beweist durch seine großen Glasflächen am Fahrerhaus Offenheit.
Die hohe Frontscheibe steht jedoch bedeutend steiler als bei den Vorgängern. Sie trägt wie die großen Seitenfenster zu einem luftigen und lichtdurchfluteten Fahrerplatz bei. Schon auf den ersten Metern hinter dem Lenkrad wird klar, dass sich die Entwickler intensiv um gute Sichtwinkel gekümmert haben. Die Verlängerung des Armaturenbretts fällt nach unten ab; der gesamte Vorbau wurde sogar noch etwas kürzer als beim Original-Fiat-Fahrerhaus. Für die Stabilität ist unter anderem ein Überrollbügel über den Vordersitzen verantwortlich. Ebenfalls eine Seltenheit in dieser Kategorie: Die serienmäßige Fahrertür wird bequem mit der Fiat-Fernbedienung ver- und entriegelt.
Man bemerkt die Mischung aus Erfahrung, Entwicklergeschick und Liebe ums Detail, die einen guten Integrierten ausmachen. Michael  Tregner: „Von der Mannschaft und mir steckt viel Herzblut darin.“


Nicht ganz zufällig macht sich der steile Bug nachts positiv bemerkbar. Die vordere Liegefläche zählt zu den besten in ihrem Segment: Ohne Leiter gelangt man ins Hubbett, um es sich anschließend auf einer Fläche von rund 2,00 auf 1,50 Meter bequem zu machen.
Unabhängig vom Grundriss gibt es am anderen Ende weitere Liegeflächen. Egal ob quer eingebaut (650 LG), als Einzellängsliegen (650 LEG und 700 LEG) oder als Queensbett (700 LX): Die Grundrisse entsprechen den im Sommer neu eingeführten Teilintegrierten. Nur so war die Sky-I-Entwicklung in Rekordzeit möglich. Michael Tregner: „Im März 2011 fanden die ersten Diskussionen über den Integrierten statt.“

Die Übernahme des Interieurs ist auch ein Hintergrund der attraktiven Preise. Sparbeschlüsse sind dem Wohnraum jedenfalls nicht anzumerken. Für die sanfte Revolution in der Sky-Familie steht das Zweifarben-Dekor der Möbel mit der Bezeichnung Samt-Ulme.

Wer mehr Ausstattung will, kann aufrüsten. Markus Pangerl: „Mit den entsprechenden Extras erreicht der Sky I Oberklasseniveau.“ Von der Vollluftfederung über Warmwasserheizung und Bugrollladen bis zur textilen Deckenverkleidung stehen viele Möglichkeiten offen. In der Serie wäre manches  zu viel des Guten. Der Sky I hinterlässt einen angenehm bodenständigen Eindruck. Gerade deshalb dürfte er zu einem neuen Höhenflug der Knaus-Schwalben beitragen.

Auf einen Blick: Knaus Sky I 700 LEG
Preis: ab 62.950 Euro
Basis: Fiat Ducato, Flachrahmen, Frontantrieb, ab 85 kW/115 PS
Gesamtgewicht: 3500 kg
Länge/Breite/Höhe: 7430/2340/2900 mm
Empfohlene Personenzahl: 2–4
Baureihe: Alternativ zum vorgestellten 700 LEG gibt es ein kürzeres Einzelbettmodell, eine Variante mit Querdoppelbett und einen Queensbettgrundriss.
Info: Telefon 0 85 83/2 13 09, www.knaus.de

Sky I: Die Aufbautechnik

Mit der großen Reform aller Knaus-Reisemobile hielt auch eine neue Aufbautechnik Einzug. Die bislang aufwendigste Konstruktion erhielt im Sommer der Sun TI (siehe Supercheck, Seite 36). Dessen Kabinenbau mit teils 30 Zentimeter hohem Doppelboden übernimmt nun der Integrierte. Hier wie dort ist die Unterseite mit GfK versehen.

Auch beim Sky I wurde seitlich im Boden ein praktisches Versorgungsmodul untergebracht. Bei der kompletten Neukonstruktion des Bugs achteten die Entwickler besonders auf das Gewicht. Projektleiter Kurt Wachtveitl geht davon aus, dass der Sky I rund 100 Kilogramm leichter wird als der Vorgänger. Eine wichtige Funktion übernehmen dabei neue Materialien. So besteht beispielsweise die Motorabdeckung, die das Armaturenbrett nach vorne verlängert, aus dem leichten Schaumstoff EPP. Ein einziges Teil isoliert gegen Lärm sowie Kälte und nimmt an der Unterseite die Lüftungskanäle auf. Das schlagfeste Material kommt beim Integrierten ebenfalls an allen Radhäusern zum Einsatz.

Report: Günstige Reisemobile

Foto

Ingolf Pompe

Datum

10. Dezember 2011
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