Alles über Morelo Palace
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Morelo Palace Modell 2010 Vorderansicht 6 Bilder Zoom

Morelo Palace: Vorstellung: Der Herausforderer

In der Luxusklasse tritt eine neue Marke auf den Plan. Mit Toptechnik, handwerklich hochwertigem Möbelbau und großer Auswahl will Morelo besonders bei solventen Kunden punkten.

Wer glaubt, die Liner-Oberklasse sei bereits dicht besetzt, denkt absolut richtig. Trotzdem wagt sich eine neue Marke in diese Klasse: Morelo. Viele trauen ihr durchaus den langen Atem zu, der nötig ist, um das Establishment – Concorde, Car­thago, Niesmann + Bischoff und Phoenix – ein bisschen aufzumischen. Schon das Erstlingswerk, ein 90 M der Baureihe Palace inspirierte auf dem Caravan-Salon einige Kunden, das Scheckbuch zu zücken.

Inspiration allein ist manchmal, wie auch in diesem Fall, nichts – ohne Geld. Schon das günstigere Modell Manor schlägt mit 139?000 Euro zu Buche. Der kleinste von neun Palace kostet 164000 Euro, wobei klein mindestens 8,12 Meter Länge bedeutet. Um den räumlichen Luxus noch zu steigern, gibt es neben der Standardbreite von 2,40 Meter auch eine XL-Variante mit 2,50.

Sie bleibt dem durchweg tragfähigeren Palace vorbehalten. Ebenso die Auswahl aus drei Basisfahrzeugen (Iveco Daily, Iveco Eurocargo und MAN TGL) sowie die Marken-eigene Armaturentafel. Die vier Manor-Modelle nutzen das Daily-Original. Das Fahrerhaus ist samt Bedienelementen in beiden Baureihen hochgesetzt. Der Innenraumboden liegt so vom Bug bis zum Heck auf einer Ebene.

Das generöse Platzangebot im vorgestellten 90 M kommt also bestens zur Geltung. Im Schlafzimmer im Heck breitet sich ein großes Queensbett aus. Das Raumbad davor teilen sich Waschtisch und Dusche im King-Size-Format. Die Toi­lette steht frei im Raum – Geschmacksache. Die Küche setzt das Verwöhnprogramm fort: Mineralwerkstoff-Arbeitsplatte, Grill-Kühlschrank-Kombination und der deckenhohe Apotheker-Auszug sind Serie. Der Espressoautomat kostet allerdings Aufpreis. Ebenso Lederbezüge für die gastfreundliche Sitzgruppe.

Modische Allüren sind Morelo fremd. Der Möbelbau ist betont klassisch gestaltet – mit hochwertigen Beschlägen und Schubladen mit sanft gebremstem Selbsteinzug. Die planen Klappen und Türen ziert jedoch nicht Echtholz-Furnier, sondern ein Foliendekor.

Stromsparende Warmlicht-LEDs illuminieren den Innenraum. Eine Warmwasserheizung samt Fußbodentemperierung sorgt für Wärme. Wintertauglichkeit ist in dieser Klasse ein Muss. Wer nach weiteren technischen Finessen sucht, sieht am besten im Doppelboden nach, der neben den enorm großen Tanks auch ein Leitungsnetz aus den haushaltsüblichen HT-Rohren beherbergt.

Vergleichstest: Forster T 738 EB/Sunlight T 67/ Weinsberg TI 700 MEH

Datum

6. Januar 2011
5 4 3 2 1 4,25 5 4
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