Klare Kante zeigt Adria beim neu aufgelegten Compact. 11 Bilder Zoom

Premiere Adria Compact Axess/Plus SL (2016): Markante teilintegrierte Wohnmobile

Schlank und rank – so wünscht man sich nicht nur den eigenen Körper – auch einem Reisemobil steht das gut. Im Adria-Programm übernimmt der Compact die Rolle des schmalen Teilintegrierten, der sich als handlich zu fahrender Reisebegleiter für Paare anbietet.

Zum neuen Modelljahr tritt der nur 2,12 Meter breite Adria Compact mit deutlich schnittiger gestalteter T-Haube über dem Fahrerhaus an. Das optional eingesetzte Dachfenster ist zudem merklich gewachsen und lässt noch mehr Licht an die Sitzgruppe dringen. Die setzt weiterhin auf die Anordnung mit kleinem Seitensitz, hinter dessen Lehne ein flacher Kleiderschrank eingebaut ist.

Der Innenraum des Adria Compact (2016)

Die Sitzgruppe ist auf einem Bodenpodest aufgebaut, das mittels Warmluftrohren der Truma-Heizung erwärmt wird und außerdem auch noch etwas Stauraum bietet. Um den gesamten Raumeindruck zu weiten, erhielten die Hängeschränke eine neue Formgebung. Die konkav gewölbten Klappen verschlanken die Möbel optisch und bieten mehr Kopffreiheit.

Schick und modern wirken die Wandverkleidungen aus hinterleuchteten Kunststoff-Paneelen rund ums Sitzgruppen- und Küchenfenster. Der 100-Liter-Kühlschrank ist in den Küchenblock integriert. Aufgefrischt wurde auch der kompakte Sanitärraum gegenüber. Um Dusche, Toilette und Waschbecken gleichermaßen gut nutzen zu können, klappt man letzteres nur bei Bedarf aus der seitlichen Wand heraus.

Das Schlafzimmer im Adria Compact

Schicker und gemütlicher als zuvor ist das Heckschlafzimmer mit den Einzelbetten eingerichtet. Insbesondere die Ambientebeleuchtung trägt ihren Teil dazu bei, aber auch die bereits erwähnten, konkaven Hängeschränke. Drei Stufen führen bequem zu den Betten hinauf. Die Lücke zwischen den Matratzen lässt sich durch zwei Zusatzpolster schließen.

Neben dem SL-Modell mit Einzelbetten steht zudem der Compact SP zur Wahl, der mit Doppelquerbett knapp unter sechs Meter Länge bleibt. Die bislang angebotene, lange Querbett-Variante SPX wird mangels Nachfrage eingestellt.

Mehr Auswahl entsteht andererseits durch die Aufgliederung in zwei Modelllinien – Axess und Plus – wie sie auch schon von den anderen Adria-Baureihen her bekannt ist. So kann der Käufer zwischen zwei Ausbaustilen, Ausstattungs- und damit auch zwei Preisniveaus nach Gusto wählen.

Aufbautechnik bei Adria

Mit dem erneuerten Adria Compact und der komplett neuen Alkovenreihe Coral XL ist die grundlegende Überarbeitung der Adria-Modellreihen abgeschlossen. Alle setzen nun auf die neue, Comprex genannte Aufbautechnik mit einer Dämmung, die überwiegend aus hochwertigem XPS-Schaum besteht und einer Außenhaut aus GfK rundum – auch am Wagenboden. Der verbesserte Kabinenbau zahlt sich zudem in einer auf sieben Jahre verlängerten Dichtigkeitsgarantie aus.

Äußerlich sichtbar wird die Familienzugehörigkeit zur – nach eigenen Angaben – verkaufsstärksten Einzelmarke Europas durch ein neues, markentypisches Heckdesign. Die identischen Rückleuchten und Grundelemente finden sich nun auch beim Compact. Das günstigste Modell, der Axess SP, wird ab 47.500 Euro zu haben sein.

Adria Compact Axess/Plus SL

Preise: ab 48.500/51.500 Euro
Basis: Fiat Ducato, Flachrahmen, Frontantrieb, ab 85 kW/115 PS
Gesamtgewicht: ab 3300 kg
Länge/Breite/Höhe: 6620/2120/2750 mm
Empfohlene Personenzahl: 2
Baureihe: Den schlanken Compact gibt es als SP mit Doppelbett und knapp unter sechs Meter Länge und als Einzelbetten-Modell SL. Neu sind die Ausstattungslinien Axess und Plus.
Info: www.adria-mobil.com

Neuer Adria Coral Xl – Der Alkoven lebt

Als Vollsortimenter, also mit Modellangebot in nahezu allen gängigen Reisemobilkategorien, setzt die Marke Adria mit dem komplett neuen Coral XL auch ein mutiges Zeichen im schwächelnden Alkovensektor. Markantestes Merkmal ist die neue Alkovennase, die aus einem großen, harmonisch gerundeten Kunststoff-Formteil besteht, das drei Fenster integriert hat, und darum innen besonders luftig und großzügig wirkt. Elegante Paneele verkleiden die Rollokassetten innen.

Der Alkovenboden ist so aufstellbar, dass der Durchgang ins Fahrerhaus erleichtert wird, aber dennoch Licht durch die Fenster an die Sitzgruppe dringen kann. Das Interieur kontrastiert reizvoll zwischen beigeweißen Flächen und eher dunklem Holzdekor, gefällig in Szene gesetzt durch die integrierte direkte und indirekte LED-Beleuchtung.

Auch an praktische Aspekte wurde gedacht. Der häufig ungenutzte Platz zwischen den Hängeschränken und der zum Alkoven hin ansteigenden Decke ist als Stofftasche mit Reißverschlußöffnung ausgeführt. Für vielköpfige Besatzungen ideal, um etwa Ersatzwäsche oder Badetücher zu lagern. Die Sitzbänke erhalten optional Isofix-Ösen, die Bäder bieten separate Duschen, die Küchen 140-Liter-Kühlschränke, und der Wasservorrat ist 110 bis 140 Liter groß – je nach Modell. Es gibt drei davon, mit Etagen-, Doppelquer- und Einzelbetten im Heck. Der Coral XL wird nun auch in zwei Ausstattungslinien angeboten – Plus und Axess. In Deutschland ist aber, zumindest vorerst, nur die Axess-Einstiegsvariante ab 54.499 Euro erhältlich. Neu bei den Twin-Campingbussen ist die Option einer Warmwasser-Fußbodenheizung.

Vergleichstest: Forster T 738 EB/Sunlight T 67/ Weinsberg TI 700 MEH

Foto

Jürgen Bartosch

Datum

9. August 2015
Dieser Artikel stammt aus Heft promobil 07/2015.
Hier finden Sie alle Artikel dieser Ausgabe im Überblick.
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