Alles über Bürstner Ixeo
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Bürstner Ixeo IT 664: Innovative Technik

„Was zu beweisen war“, wie der Lateiner sagt. Bürstner belegt mit dem Ixeo - vormals Quadro -, dass in einem Teilintegrierten vier feste Betten möglich sind.

Mit ihrer sportlichen Optik und ihrer Fahrdynamik erobern sich Teilintegrierte die Gunst mobiler Urlauber. Doch wenn es abends darum geht, neben dem festen Hauptbett weitere Schlafplätze aus den Polstern der Sitzgruppe zusammenzupuzzeln, wünscht sich so mancher ein zweites Festbett. Das gibt es jetzt im Bürstner Ixeo, der bis vor Kurzem noch Quadro hieß.Beweis gelungen – im Ixeo kombiniert Bürstner den Komfort zweier Festbetten mit der Fahrdynamik eines Teilintegrier­ten. Und ein geräumiges Bad gibt es noch dazu. Für eine vierköpfige Familie fällt der Stauraum aller­dings zu knapp aus. Diese Zielgruppe sollte sich den alternativen Grundriss IT 674 mit Heckgarage näher ansehen. Der IT 664 ist vor allem eine flotte Alternative zu einem Integrierten: bequem getrennt schlafen, viel Bewegungsfreiheit, und das Ganze ohne die für Integrierte oft typische Behäbig­keit während der Fahrt.

Schlafmöglichkeiten und Sitzgruppen

Im Fokus steht beim Ixeo – natürlich – das mit zwei Handgriffen von der Decke herunterschwenkbare Doppelbett.

Obwohl man quer zur Fahrtrichtung liegt, bietet es stattliche 195 Zentimeter Liegelänge. Und eine hochwertige und ausgesprochen bequeme Kaltschaumma­tratze verwöhnt hier auf einer Breite von 142 Zentimetern.

Die Kopffreiheit reicht zwar nicht ganz zum Sitzen aus, dennoch wirkt der von serienmäßigen Sicherungsnetzen umrahmte Bereich angenehm großzügig. Den Aufstieg erleichtert ein aus der Winkelküche herausziehbarer Staukasten und eine Ecke des Küchenblocks. Für einen sicheren Auf- und Abstieg fehlt am leicht verschiebbaren Staukasten allerdings eine Arretierung. Für Kinder sind die Stufen zu hoch, und mit der in der Mitte offenen Absturzsicherung sind junge Mobilisten besser eine Etage tiefer im Heckbett untergebracht.

Da man in der Sitzgruppe bei heruntergeschwenktem Bett ohnehin nicht sitzen kann und sich die Junioren in aller Regel früher als die Erwachsenen in die Federn verabschieden, ist das mit einem stabilen Vorhang gut separierbare Heckbett die ideale Kinderstube. Auch hier ist der Liegekomfort und das Platzangebot gut.

Die Sitzgruppe empfängt ihre Gäste mit angenehmer Großzügigkeit. Eine Zusatzplatte vergrößert den Esstisch bei Bedarf im Handumdrehen in Richtung der kurzen Längssitzbank. So kann die von oben durch ein Dachfenster belichtete Runde bequem aus sechs Personen bestehen. In schwül-heißen Sommernächten dient das darüberliegende Dachfenster auch der mückensicheren Belüftung des Hubbetts. Die Jalousie schließt hier jedoch nicht ganz lichtdicht, was beim Nachtquartier unter einer Straßenlaterne stören kann.

Küche, Bad und Wohnraum

Beim morgendlichen Besuch des Badezimmers überrascht der zwar nur über einen schmalen Zugang erreichbare, aber insgesamt schön große Sanitärraum mit einer Besonderheit: Mit Hilfe von zwei Faltwänden entsteht bei Bedarf zwischen der Banktoilette und dem Waschbecken ruckzuck eine separate Dusche.

Allerdings wurde der am Sockel der Banktoilette sitzende Heizungsausströmer etwas ungeschickt platziert, denn er liegt im Spritzwasserbereich. Der Stauraum im Bad fällt mit einem winzigen Hänge- und einem kleinen Unterschrank sowie kleinen Ablagen für vier Personen zu spartanisch aus.

Auch im Wohnraum geriet der zur Verfügung stehende Stauraum mit einem schmalen Kleiderschrank und zwei Wäschefächern sowie vier Hängeschränken über dem Heckbett zu knapp. Im Bereich der Sitzgruppe gibt es nur zwei kleine Hängeschränkchen ohne Aufsteller an den Klappen, was die Nutzung erschwert. Für selten genutzte Ladung gibt es eine Sitztruhe unter der Längsbank und den auch von außen erreichbaren Raum unter dem Heckbett. Dieses ein­geschränk­te Angebot ist die Kehrseite der großzügigen Wohnraumeinteilung.

Angenehm viel Bewegungsraum gibt es an der L-förmigen Küche. Sie bietet den in der Einsteigerklasse üblichen Standard, und auch sie orientiert sich bei ihrem Raumangebot für Utensilien und Vorräte eher an den Bedürfnissen von zwei Reisenden als an den Maßstäben einer vierköpfigen Familie.

Beim Möbelbau liefert der Ixeo einfache, aber durchweg sauber verarbeitete Qua­lität. Die Bedienbarkeit und Stabilität der Klappen- und Schrankverschlüsse liegt auf dem üblichen Niveau. Bei der Installation der Bordtechnik ging man jedoch etwas salopp zur Sache. So verschenkt Bürstner rund um die Truma-Heizung unter dem Heckbett wertvollen Stauraum, und einzelne Kabel sind über weitere Strecken ohne Fixierung. Der Frischwassertank ist für die Reinigung gut zugänglich, doch er lässt sich – wie so oft – nur über einen Stöpsel im Innern ablassen. Einen separaten Hahn gibt es dafür nicht.

Basisfahrzeug und Fahrverhalten

Während der Fahrt erfüllt der Ixeo die in einen dynamischen Teilintegrierten gesteckten Erwartungen.

So eilt er vom 130-PS-Ducato beflügelt zügig über kurvenreiche Landstraßen und folgt dabei dank der Breitspur-Hinterachse spurstabil und lenkpräzise den Kommandos des Fahrers. Wie nicht anders zu erwarten meistert er auch den Autobahnsprint souverän.

Der Wunsch nach mehr Leistung kommt nur bei Ausnutzung der Zuladungsreserven von 450 Kilogramm und an kräftezehrenden Steigungen auf. Für alle, die oft mit viel Gepäck reisen, gibt es das Ducato-Maxi-Chassis. Es erlaubt ein Gesamtgewicht von 4000 Kilogramm.

In der Fahrpraxis ist vom Mehrgewicht des Hubbetts nichts zu spüren. Selbst in flott gefahrenen Kurven neigt der Aufbau nicht mehr zum Wanken als ein vergleichbares Mobil ohne Hubbett. Über das serienmäßige ABS und ASR hinaus ist gegen Aufpreis auch ein elektronisches Stabilitätsprogramm (ESP) lieferbar. Der Heck­überhang von fast zwei Me­tern kann auf Fährenrampen und steilen Auffahrten zu unliebsamen Kollisionen führen.

Da man das Fahrerhaus mit Vorhängen verdunkelt, entspricht die Übersicht während der Fahrt dem serienmäßigen Ducato. Faltjalousie-Verkleidun­gen, die das Sichtfeld am oberen Rand einschränken, gibt es hier nicht. Der Sitzkomfort im Fahrerhaus konnte ebenfalls überzeugen. In der zweiten Reihe sitzt man zwar nicht ganz so entspannt, doch mit den beiden gut funktionierenden Dreipunktgurten spricht hier nichts gegen ausgedehnte Touren zu viert.

Wie in vielen Fahrzeugen lässt sich auch hier der Tisch während der Fahrt nur auf Kniehöhe absenken. Eine vernünftige Verstaumöglichkeit für den Tisch während der Fahrt gibt es nicht.

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Foto: Regenscheit / Bartosch

Datum

10. September 2008
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