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Test: TEC Rotec 630 G

Mit konsequenter Modellpflege wird das TEC Erfolgsmodell zur Saison 2004 noch attraktiver.

chwächen sind dazu da, um sie abzustellen, so sehen es auch TEC-Chef Markus Winter und seine agile, zupackende Mannschaft. Einst ein recht farbloser Filius der Hymer-Familie, profiliert sich die ehrgeizige Marke mehr und mehr durch praxisnahe Lösungen und eine feine Nase für Grundrisse, die Trends markieren.
Ein gutes Beispiel dafür ist der Garagenwagen Rotec 630 G, der dank Halbdinette-Sitzgruppe im Sechseinhalb-Meter-Format bleibt. An diesem Modell, das sich als gleichermaßen kompakter wie komfortabler und vernünftiger Reisebegleiter für Familien anbietet (siehe Supercheck promobil 11/2002), hat TEC zur kommenden Saison 2004 spürbar gefeilt. Das betrifft Kritikpunkte wie den zwar stabilen, aber bei der Befestigung eines Kindersitzes hinderlich fest stehenden Tisch. Das neue, kaum weniger standsichere Exemplar lässt sich nun je nach Bedarf längs verschieben, absenken oder ganz abnehmen. Weiteres Pflege-Mittel sind die langen Ausleger der Außenspiegel. Sie passen viel besser zur Aufbaubreite von 2,30 Meter.

Darüber hinaus ist der neue TEC-Jahrgang äußerlich vor allem am Heck zu erkennen, das nun ein üppig geformter Leuchtenträger mit runden Lampengläsern ziert. Neue Dekorstreifen, die geänderte Heckleiter, eine Dachreling mit ovalen Rohrquerschnitten sowie Aluminium-Kantenprofile mit weit schmaleren Gummikedern fallen dagegen nur dem Kenner auf. Alle Änderungen zusammen führen aber zu einem aufgefrischten Erscheinungsbild. Im Wohnraum schlagen sich die Weiterentwicklungen weit augenfälliger nieder. Die etwas nüchterne Buche-Optik der vergangenen Jahre wich einem immer noch relativ hellen, aber deutlich warmtonigeren und lebhafteren Dekor namens Meraner Apfel. Darüber hinaus sind die Klappen der Hängeschränke nun elegant gewölbt. Somit hinterlässt der TEC-Möbelbau einen deutlich wertigeren Eindruck. Zum neuen Holzton wurden gleichfalls andere Polsterstoffe fällig. Und weil TEC nun schon heftig ins Innenleben eingriff, tauschte man auch gleich das Dekor der Tisch- und Küchenarbeitsplatte. Statt Buche-Muster setzt die Marke jetzt auf einen dezenten Grauton, der gut mit dem ebenfalls neuen Bodenbelag in grauem Sisal-Design harmoniert. Zudem wich die eher dezente zentrale Deckenlampe einem schmucken Exemplar. Und dann wechselte TEC auch die Bügel- und Drehgriffe der Schränke.

Im gleichen Arbeitsschritt haben Sanitärraum und Kleiderschrank klinkenförmige Türgriffe erhalten. Erst auf den zweiten Blick entpuppen sich die neuen Verschlüsse der Hängeschränke als kleine Sensation. Die hausintern entwickelten Beschläge sind nicht nur hübsch anzuschauen, sondern berücksichtigen auch die wesentlichen Sicherheits-, Ergonomie und Praxisanforderungen: Der solide Bügel ist gut zu greifen und der integrierte Entriegelungsknopf prima per Daumen zu bedienen. Der Schließbolzen besteht zwar aus Kunststoff, scheint aber stabil genug, um die Klappe sicher zu verschließen. Dank der angeschrägten Form des Bolzens schnappt der Mechanismus außerdem beim Schließen automatisch zu, ohne dass ein weiterer Bedienschritt nötig wäre. Auch im TEC-Sanitärraum hat sich einiges getan. Zum Beispiel fürs Auge: Das etwas dick aufgetragene Marmordekor hat ausgedient und wich einem dezenteren, grau gesprenkelten Muster. Für besseren Duschkomfort tauschte TEC den herkömmlichen Duschvorhang gegen eine dreiflügelige Trennwand. So entstand eine Mischvariante aus separater und integrierter Dusche, denn Waschbecken und Spiegel werden mitgeduscht, der Toilettenbereich aber bleibt trocken – und notfalls parallel nutzbar. Die für TEC-typische Praxisnähe erhöht die Marke beim 630 G auch in der Garage: Aluschienen mit verschiebbaren Verzurrösen fixieren das Ladegut. Beim Bremsen ist außerdem das nun durchweg serienmäßige ABS hochwillkommen. Eine sinnvolle Vorauswahl bei der Ausstattung des Basisfahrzeugs trifft TEC ebenso beim Getriebe: Alle Fahrzeuge über 3,5 Tonnen Gesamtgewicht auf Fiat Ducato erhalten automatisch den kurzen fünften Gang, die anderen auf Wunsch. Alles im Griff? Klar: TEC erhöht die Anziehungskraft seiner Reisemobile durch intensive, praxisnahe Modellpflege.

Technische Daten (Stand: Juni 2003)
Hersteller: TEC
Modell: Rotec 630 G
Basisfahrzeug: Fiat Ducato 15
Typ: Alkoven
Preis: ab 43680 EUR
Sitze mit Gurt: 2
Schlafplätze: 4
Zul. Gesamtgewicht: 3400 kg
Länge: 6419 mm
Breite: 2320 mm
Höhe: 3060 mm
Basismotor: Diesel
KW: 94
PS: 127
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Datum

5. Juli 2003
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