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Premiere Westfalia Columbus 600D 14 Bilder Zoom

Premiere Westfalia 600 D (2017): Detailoptimiert

Für das nächste Modelljahr hat Westfalia sämtliche Modelle überarbeitet. Das Top-Modell Columbus 600 D profitiert von vielen kleinen Verbesserungen. promobil zeigt den neuen Campingbus.

Einst hatten sie bei Westfalia lange gezögert, einen großen Campingbus auf Basis des Fiat Ducato zu bauen. Mittlerweile schmücken zwei Baureihen in mehreren Varianten das Modellprogramm: der vor sechs Jahren eingeführte Columbus und sein günstigerer Bruder Amundsen, der zwei Jahre später folgte. Für das nächste Modelljahr bekommen beide nun ein Facelift. 

Beim Columbus verzichtet Westfalia zwar auf besonders auffällige Neuerungen, doch die Liste der Detailoptimierungen bei Ausstattung und Funktionalität ist lang. Und davon darf auch der Amundsen profitieren. 

Heller und offen gestalteter Wohnraum: Die Sitzbank ist in zwei Breiten erhältlich, der Küchen-Aufsatzschrank im Westfalia Columbus 600D nun serienmäßig.

Für den Einstieg über die Schiebetür steht Reisenden in Zukunft eine breitere Trittstufe zur Verfügung – serienmäßig und elektronisch an die Zündung gekoppelt, so dass sie nach einem Schlüsseldreh am Zündschloss automatisch einfährt. Unter seinem Sitz hat der Fahrer künftig einen direkten Zugriff auf den Hauptschalter, den Wasserpumpenschalter und die Sicherungen. Die Batterien bringt Westfalia unter dem Beifahrersitz unter.

Auch das Fach für die Gasflaschen hat Westfalia überarbeitet. In den Behälter passen fortan alle in Europa erhältlichen Gasflaschen bis sechs Kilogramm – größere Reserven braucht es nicht, da eine Dieselheizung bekanntlich serienmäßig an Bord ist. Die Wassertanks wurden platzsparender in die Stauschränke im Heck integriert, das Heckabteil soll somit mehr Platz für Gepäck oder Sportgeräte bieten. 

Mobiliar im Wohnraum wurde ebenfalls behutsam überarbeitet und hochwertiger gestaltet. Die Küche bekommt neue Schubladen mit Selbsteinzügen und neuen Drucktasten-Verschlüssen aus Metall. Ebenso werden die Klappen der Hängeschränke mit neuen Metallschlössern ausgestattet. Beim Westfalia Columbus 600D mit der ausziehbaren Kühltruheunter dem Herd wird der Aufsatzschrank neben der Spüle in Zukunft serienmäßig eingebaut.

Die Rückbank mit den konturierten Sitzflächen und der einfachen Klappfunktion für das zweite Bett wird künftig in zwei Breiten (972 oder 1111 mm) angeboten. Die schmalere Variante schafft somit mehr Platz im Mittelgang. 

Die durchschwingende Tür zum Bad ist Geschichte, die neue bekommt ein zuverlässig schließendes Magnetschloss und ist von innen besser abgedichtet,sodass auf einen Duschvorhang verzichtet werden kann. Fürs Duschen gibt es eine zweite Brause, fummeliges Hantieren mit dem Schlauch der Waschbeckenarmatur ist also nicht mehr nötig. 

Optisch aufgewertet wird der Columbus mit Aluminium-Rahmenfenstern inklusive neuer Rollorahmen. Zudem wurde die Wandverkleidung im Bettbereich sowie über der Schiebetür farblich an den Rest der Innenausstattung angepasst. Das Lichtpaket wurde um eine schwenk- und dimmbare LED-Leseleuchte über dem Beifahrersitz erweitert, die Lesespots unter den Hängeschränken sind ab dem Facelift nun einzeln ansteuerbar.

Die linksseitig eingebauten Hängeschränke sind so bemessen, dass zu den Wänden des Waschraums noch etwas Platz bleibt. Im Bettbereich wird dieser für eine Kleiderstange genutzt, an der Sitzgruppe bleibt Raum für den optional erhältlichen Fernseher.

Eine günstiger positionierte Leuchte im Heck, die einfacher erreichbare Außendusche, eine neue Fliegenschutztür und eine größere Leuchte über der Küche runden das Facelift ab. Mit einer saftigen Preiserhöhung müssen Käufer nicht rechnen. 500 Euro sollen es sein – als Anpassung für die neuen Euro-6-Motoren. 

Westfalia Club Joker und Club Joker City: Beide Modelle wurden für 2017 behutsam optimiert.
Amundsen und Club Joker 

Auch die Amundsen-Familie bekommt den Behälter für 6-kg-Gasflaschen, die Heckstauschränke mit integrierten Wassertanks und die neue Badtür. Neben einem überarbeiteten Innendesign mit hochwertigeren Oberflächen für alle Modelle gibt es für 600D und 640E eine neue Koch- und Spüleinheit sowie eine neue Arbeitsplattenerweiterung. Zudem wird die aus 540D und 600E bekannte Doppelsitzbank mit Kopfstützen und Isofix-Halterung übernommen. Die überarbeitete Bettkonstruktion im Heck mit zwei einzeln herausnehmbaren Platten soll Raumangebot und Variabilität des Stauraums weiter verbessern. 

Neben den Kastenwagen wurden auch die kompakten Campingbusse weiterentwickelt. Jules Verne und Kepler bekommen unter anderem ein höher öffnendes Dach. Beim Club Joker wurde die Liegefläche, beim City die Mechanik des Aufstelldachs optimiert. Vom Columbus übernehmen beide Modelle die neuen Metallschlösser und die Klappsitzbank. 

Westfalia Columbus 600D - Alle Daten

Preis: ab 51.990 Euro
Basis: Fiat Ducato, Kastenwagen, Frontantrieb, ab 85 kW/115 PS
Gesamtgewicht: 3500 kg
Länge/Breite/Höhe: 5998/2050/2600 mm
Empfohlene Personenzahl: 2–4
Baureihe: Der Columbus ist die Top-Baureihe der ausgebauten Westfalia-Kastenwagen. In zwei Längen erhältlich, kommt er mit Querbett oder Einzelbetten in Längsrichtung. 

Info: www.westfalia-mobil.net 

Autor

Foto

Bernd Thissen

Datum

14. August 2016
Dieser Artikel stammt aus Heft promobil 08/2016.
Hier finden Sie alle Artikel dieser Ausgabe im Überblick.
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