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Die neue Mercedes V-Klasse: Der Pkw unter den Transportern

Kann ein Kastenwagen sexy sein? Einen spannenden Cocktail serviert Mercedes mit der neuen V-Klasse. Bei Komfort und Technik geht der Pkw im Transporter-Segment auf die Überholspur.

In Sachen Dramatik belegt das Design der neuen V-Klasse einen der vorderen Plätze. Emotional, dynamisch, markant – was fürs Herz. Ganz wie bei den Pkw von Mercedes schmiegen sich die flügelförmigen Voll-LED-Scheinwerfer an den Kühlergrill. Nicht nur optisch beweist die V-Klasse, dass der Transfer zwischen den Pkw- und Nutzfahrzeug-Entwicklern in Untertürkheim funktioniert. Dort sieht man die V-Klasse ohnehin eher als Großraumlimousine. Und wer hinter das griffige Lederlenkrad klettert, erkennt auch sofort, warum.

Wie eine Skulptur wölbt sich das Armaturenbrett dem Fahrer entgegen. Auch funktional lehnt sich die V- eng an die C-Klasse an – von den runden Belüftungsdüsen bis hin zum Bedienkonzept via Dreh-Drückersteller und Touchpad, mit denen man durch die Menüs navigiert. Mit dem Finger lassen sich sogar die Buchstaben einer Zieladresse darauf schreiben. Den Weg weist das aufgesetzte TFT-Display mit bis zu 21,3 Zentimeter Diagonale.

Komfort in der V-Klasse

Für Wohlfühltemperatur sorgt in der High-End-Version das Klimasystem aus der S-Klasse, das noch vor dem Einsteigen die Vorklimatisierung startet; ein Knopfdruck auf die Fernbedienung genügt. Wer noch tiefer in die Tasche greift, kann sich über 16 Lautsprecher von der Burmester-Anlage mit 640 Watt Surround-Sound beschallen lassen. Auch bei der Sicherheitsausstattung muss die V-Klasse nicht zurückstehen. Seitenwind- und Aufmerksamkeits-Assistent zählen zur Serie. Weitere Hilfsprogramme kurbeln beim Einparken selbstständig an der  elektromechanischen Lenkung, überwachen den toten Winkel, blenden die Scheinwerfer automatisch auf und ab, lesen Verkehrsschilder oder bremsen den Wagen präventiv ab.

Für die Beschleunigung sind drei Dieselmotoren zuständig – mit Twin-Turbolader, 2,1 Liter Hubraum und 136, 163 oder 190 PS. Das stärkste Aggregat, der 250 Blue-Tec, erfüllt die Euro-6-Norm und ersetzt vorerst den sahnigen Sechszylinder, bei fast 30 Prozent weniger Verbrauch und bulligen 440 Nm Drehmoment. Die Daimler-Manager klingen fast ein wenig wehmütig, doch der große Motor würde nach wie vor passen, so wird beteuert. Den Abschied soll die Sieben-Gang-Automatik versüßen, mit der sich alle drei Maschinen kombinieren lassen.

Praktische Werte der Mercedes V-Klasse

Opulente Platzverhältnisse im Fond, der standardmäßig mit vier neuen Einzelsitzen bestückt ist. Diverse Varianten mit bis zu acht Sitzplätzen sind verfügbar. Der Kofferraum dahinter glänzt mit einer zweiten, klappbaren Ladeebene. Preise sickerten bisher nur tröpfchenweise durch. Rund 42.000 Euro soll die mittellange Version kosten. Und wann kommen die Transporter-Variante Vito und der besonders strandtaugliche Marco Polo? Man hält sich bedeckt, versichert: bald. Wir bleiben dran. Mercedes macht Ernst, geht auf die Überholspur.

Wie schneidet die neue Mercedes V-Klasse im Vergleich zu seinem Erzrivalen dem VW T5 ab? Das und vieles mehr lesen Sie in der neuen Ausgabe des promobil Campingbus Extra 2014, ab 9. April am Kiosk.

Supercheck: Concorde Carver 791 L

Foto

Jacek Bilski, Hersteller

Datum

19. März 2014
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