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Tischer Trail 220 im Check: Ein Pick-up-Camper auf VW Amarok

Pick-up-Camper stehen für Freiheit und Abenteuer. VW Amarok und Tischer-Wohnkabine zeigen, dass sich diese Werte mit relativ gutem Fahrkomfort und bequemem Wohnen kombinieren lassen.

Alltagsauto, Transporter, Offroader, Caravan oder Reisemobil: Pick-up-Camper sind wahre Tausendsassas mit breitem Einsatzspektrum. Das liegt vor allem an der Flexibilität, die durch die absetzbare Wohnkabine entsteht, die auch frei stehend genutzt werden kann.

VW Amarok: Liebling der Pickup-Szene

Seit seiner Einführung hat sich der VW Amarok schnell zu einem der Lieblingsautos der Pick-up-Szene entwickelt. Grund: Von dem teils gewöhnungsbedürftigen Fahrverhalten mancher Pick-ups ist beim Amarok wenig übrig, er bietet fast Pkw-Komfort. Dazu kommen starke Motoren und optionale Möglichkeiten, die Offroad-Talente weiter aufzurüsten. Der getestete VW Amarok Trendline kostet mit diversen Komfortpaketen, 4Motion-Allrad, 180 PS und Doppelkabine 47.650 Euro. Darin ist auch die sinnvolle Hinterachs-Luftfeder und die Auflastung auf 3400 Kilogramm enthalten. Wegen der Doppelkabine passen nur kurze Kabinen auf die Ladefläche – in diesem Fall die Tischer Trail 220. Die Modellnummer gibt die Bodenlänge an – 220 Zentimeter zum Kochen, Wohnen und Duschen.

Tischer Trail 220: Wie komfortabel ist die Wohnkabine?

Die Tischer Trail 220 besticht äußerlich durch einen runden Alkoven mit seitlichen GfK-Formteilen, einer glatten Alu-Außenhaut und drei serienmäßigen Rahmenfenstern. Zudem verfügt sie über je eine Dachhaube über der Sitzgruppe und dem Bad. Die Aufbautür mit Fenster befindet sich am Heck, eine manuelle Trittstufe hilft beim Einsteigen. Allerdings: Bei einer ungünstigen Parkposition kann die Höhe bis zur einzigen Stufe einen halben Meter und mehr betragen.

Trotz der kleinen Kabinenmaße fühlen sich Paare keineswegs beengt. Dafür sorgen auch helle Möbel und große Fenster im Wohnbereich. Der Alkoven nimmt ein Bett mit komfortabler Liegebreite von 1,50 Meter und einer Länge von 1,95 Meter auf. Das steil abfallende Dach bietet genügend Kopffreiheit: zwischen etwa 50 und 80 Zentimeter. Camper schlafen auf einer zehn Zentimeter dicken Matratze, die auf punktelastischen Froli-Bettfedern liegt. Dazu kann auf Wunsch ein Hängeschrank mit Ablage und ein zweites Alkovenfenster rechts eingebaut werden.

Unterhalb des Schlafbereichs liegt die U-förmige Sitzgruppe. An der Stirnseite wird der 58 mal 76,5 Zentimeter große Tisch eingehängt. Am gemütlichsten sitzen sich hier zwei Erwachsene gegenüber, zwei Kinder finden auch noch Platz. Die beiden abschließbaren Zugänge zur Pritsche und der Befestigung der Kabine befinden sich unter den Sitzbänken. Wer sein Gepäck gut verpackt, kann diese halb offenen Stauräume mitnutzen.

Küche und Bad im Pick-Up Camper

Die seitliche Küche fällt kompakt aus: Zwar verschwinden alle Koch­utensilien im Hängeschrank, dem Gewürzregal, den zwei Unterschränken und in der Besteckschublade – eine echte Arbeitsfläche fehlt allerdings. Dafür sind die Spüle und der dreiflammige Gaskocher mit Piezo-Zündung gut dimensioniert. Relativ groß ist der Absorberkühlschrank: 90 Liter.

Hinter einer gewölbten Tür verbirgt sich das Bad mit Toilette und großem, wegklappbarem Waschbecken. Sogar zum Duschen bleibt genug Platz, dreht man den Toilettensitz zur Seite. Ein Hängeschrank nimmt Handtuch & Co. auf. Der Möbelbau aus Pappelsperrholz wirkt hochwertig: Alle Ecken sind abgerundet, und die Beschläge haben wenig Spiel. Nur die Besteckschublade hängt etwas wackelig in der Nut – besser wäre ein Rollenauszug.

Helles, dimmbares Licht verbreiten aufgesetzte LED-Leisten über dem Bett, der Küchenzeile sowie über jeder Sitzbank. Dazu gibt es Spots im Bad, am Eingang und über der Sitzgruppe. Die Lichtschalter sind sinnvoll verteilt. Der Frischwassertank (96 L) liegt frostsicher in der vorderen Sitztruhe, der Abwassertank (45 L) hängt ohne Frostschutz unter dem Heck. Von außen sind die beiden Fünf-Kilo-Gasflaschen zugänglich.

Mit fast 30.000 Euro Grundpreis gehört der Tischer Trail 220 sicherlich nicht zu den günstigsten Kabinen. Dafür ist sie hochwertig verarbeitet und für alle Einsätze gewappnet – vom Stell- oder Campingplatz bis zum Offroad-Abenteuer.

Franz Güntner

Foto

Franz Güntner

Datum

25. August 2015
Dieser Artikel stammt aus Heft promobil 08/2015.
Hier finden Sie alle Artikel dieser Ausgabe im Überblick.
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