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Test: Phoenix 9000 L

Die mächtigen Alkovenmodelle gibt es nun auf Mercedes-Lkw mit silbergrauer Lackierung.

Spektakuläre Auftritte oder sensationelle Neuerungen sind ihre Sache nicht: Die Alkovenmodelle von Phoenix trotzen seit vier Jahren kurzlebigen Trends. Von Stillstand kann dennoch keine Rede sein. Ein Blick auf das Angebot der Basisfahrzeuge zeigt die Marschrichtung: Spielte der Fiat Ducato früher noch eine gewisse Rolle, scheidet er zum Modelljahr 2003 endgültig aus. Dafür kommt in der 7,5-Tonnen-Klasse der Mercedes Atego als Alternative zum MAN L2000 hinzu. Wer ein Reisemobil für über 150 000 Euro erwirbt, entscheidet gern nach eigenem Gusto über die beste Basis. Mit acht Grundrissen sorgt Phoenix für weitere Auswahl - individuelle Änderungen nicht ausgeschlossen.

Als Serienmodell kommt der gezeigte 9000 L auf Atego- Fahrgestell jetzt ins Programm. Dank Phoenix-eigener Lackiererei steht auch seine silbergraue Farbe ganz offiziell für 9200 Euro in der Preisliste. Hier werden ebenso die Lederpolster für 2510 Euro aufgeführt. In Kombination mit dem weitläufigen Einzelbettengrundriss unübersehbar: Phoenix bewegt sich klar in Richtung Luxusklasse. Die Konstruktion der Kabine und den funktionalen Möbelbau teilt sich der dicke Mercedes mit den übrigen Phoenix- Alkoven. Umgekehrt bedeutet dies, dass die am 9000 L realisierten Verbesserungen ab sofort auch am knapp 100 000 Euro preiswerteren 6,40-Meter- Modell zu finden sind, allem voran die Aufbautür. Unzufrieden mit üblichen Zulieferteilen, ließ sich Phoenix eine Türe nach eigenen Vorgaben entwickeln. Die wichtigsten Merkmale: Sie ist sehr breit. Und sie hat streng genommen fünf Ecken, da sie auf Höhe des Schlosses noch breiter wird. Hinzu kommen eine doppelte Dichtung und zusätzliche Verriegelungspunkte. Eine zweifache Gummileiste umschließt auch die Aufbauklappen. Phoenix vermeidet so Kältebrücken und Ansammlungen von Schmutz und Regenwasser.

Neue Verschlüsse vereinfachen die Bedienung - wie viele andere Detailneuerungen keine Hingucker für die Messe, sondern eine konsequente Weiterentwicklung aufgrund praktischer Erfahrung. Das gilt erst recht auch für den Zwischenboden. Statt einer isolierten Sandwichplatte baut Phoenix jetzt eine deutlich leichtere Wabenkonstruktion ein, die einen Temperaturaustausch zwischen Keller und Wohnraum erlaubt. Dagegen stechen Tisch und Küche direkt ins Auge: Eine effektvolle Kantenleiste umschließt die hochglänzenden Oberflächen. Wiederum ganz unauffällig - soweit das bei seinem Format möglich ist - schiebt sich zum Caravan-Salon noch ein weiteres Dickschiff an die Spitze der Alkovenbaureihe. Ausschließlich auf MAN-Chassis kommt der 9,80 Meter lange 9600 SG mit Heckgarage für einen Fiat Seicento.

Technische Daten (Stand: September 2002)
Hersteller: Phoenix
Modell: 9000 L
Basisfahrzeug: Mercedes Atego 823
Typ: Teilintegrierter
Preis: ab 174500 EUR
Sitze mit Gurt: 4
Schlafplätze: 6
Zul. Gesamtgewicht: 7490 kg
Länge: 8800 mm
Basismotor: Diesel
KW: 170
PS: 231
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Datum

6. September 2002
5 4 3 2 1 0 5 0
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