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Opel Vivaro

Der Grundstein ist gelegt

Auch wenn die Freizeiteinrichtung noch fehlt – beim neuen Opel Vivaro stimmen die Voraussetzungen dafür.

09.06.2001 Redaktion promobil

Nach neuen Transportermodellen dreht sich üblicherweise niemand um. Anders beim Opel Vivaro. Der frech und fröhlich dreinblickende Kastenwagen zieht im Straßenverkehr sofort neugierige Blicke auf sich. Auf Anhieb mehr Van als Nutzfahrzeug, zeigt erst ein Blick auf die Laderaummaße, was tatsächlich in ihm steckt. Hier liegt der Opel in etwa auf dem Niveau des Klassenprimus VW T4. Gute Voraussetzungen also für einen freizeittauglichen Wohnausbau, zumal demnächst auch ein langer Radstand und ein erhöhtes Dach lieferbar sein werden. Selbst eine Fahrgestellvariante für entprechende Aufbauten ist im Anrollen.
Mithin wichtigste Voraussetzung für einen Erfolg als Reisemobilbasis unterhalb drei Tonnen Gesamtgewicht ist jedoch der Pkw-ähnliche Gesamteindruck. Die erste Testrunde attestiert dem Vivaro 1,9 DTI in dieser Hinsicht echte Freizeittalente. Sein 100-PS-Turbodiesel läuft leise und kultiviert. Wie die meisten Common-Rail-Turbodiesel gefällt er außerdem durch seine sehr gleichförmige Leistungsabgabe.
Bei einer Auswahl von sechs leicht zu wechselnden Gängen findet der Fahrer des 1,9 DTI leicht die passende Übersetzung.

Die Stufung erlaubt dem Vivaro außerdem moderate Drehzahlen bei flotter Autobahnfahrt. Ideal für Langstrecken: der 90 Liter fassende Kraftstofftank. Mitte nächsten Jahres wird es als Top-Motorisierung einen 133 PS starken 2,5-Liter-Turbodiesel sowie einen 120-PS-Benziner geben. Der Vivaro-Innenraum wirkt ebenso frisch und freundlich wie sein Äußeres und hat mit zahlreichen Fächern und riesigen Ablagen Nehmerqualitäten. Zwar wirken die verwendeten Materialien nicht übertrieben edel, aber für Transportermaßstäbe durchaus hochwertig. Anspruchsvolle Extras wie ein Radio mit CD-Wechsler, Telefon und Navigation sind lieferbar. Zum komfortbetonten Gesamteindruck trägt die Federung bei, die selbst beim unbeladenen Kastenwagen auf vergleichsweise feine Unebenheiten anspricht. Hier zeigt sich ein wenig die französische Handschrift. Renault war federführend an der Entwicklung beteiligt und bringt den in einem britischen GM-Werk gebauten Transporter als Nachfolger des Trafic auf den Markt. Zum Drilling wird der Opel, wenn ab Mitte 2002 auch eine Variante mit Nissan-Emblem erscheint. Abzuwarten bleibt für Reisemobilisten, welche Marke zuerst einen Freizeitausbau in der originellen Karosserie unterbringt.

Technische Daten (Stand: Juni 2001) Hersteller: Opel AG Modell: Vivaro Life Basisfahrzeug: Opel Vivaro Typ: Campingbus Preis: ab 29963 EUR Sitze mit Gurt: 6 Schlafplätze: 2 Zul. Gesamtgewicht: 2760 kg Länge: 4782 mm Breite: 2232 mm Höhe: 1940 mm Basismotor: Diesel KW: 62 PS: 82

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