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Test: Niesmann + Bischoff Flair 7100 i

Außen nur dezent überarbeitet, zeigt sich die Flair-Baureihe von Niesmann + Bischoff innen komplett renoviert.

Der neue Flair macht allerhand Wirbel. Das jedenfalls scheint sein neues Außendekor zu prophezeien: Eine Art rotierender Spiralnebel unterbricht die dynamischen Linien der Dekorstreifen und weist so darauf hin, dass im Modelljahr 2004 ausgetretene Pfade verlassen werden.
Das weckt die Neugier auf das, was sich auftut, wenn man die befensterte Einstiegstür öffnet. Und in der Tat: Sie gibt den Blick auf ein völlig neues Wohnerlebnis frei. Mit seinem neuen Möbelkonzept meldet sich der Flair, zuletzt in Sachen Interieurdesign von Wettbewerbern klar abgehängt, eindrucksvoll auf die angestammte Pole-Position zurück. Es geht nicht nur rund im Flair, die Möbel strahlen jetzt gleichzeitig auch wertige Eleganz aus. Organisch windet sich die gesamte Möblierung durch den Wagen. Türen und Wände, wie zum Beispiel im Bad, folgen diesem geschwungenen Verlauf.

Durch indirekte Beleuchtung (in der Serie anders als auf dem obigen Foto hinter Holzlamellen verborgen), Griffbänder und Chromapplikationen wird die neue Kontur unterstrichen. Weniger rötliche Farbtöne, dafür mehr Zierrat und Glanz kennzeichnen die Möbelfronten, deren Holzton „Schlossberg-Ahorn“ schon vom Namen her Noblesse verspricht. Ein aufwendiges Massivholzprofil an der Unterseite hebt die Hängeschränke zusätzlich hervor. Neue Spots in Chrom-Aluminium-Optik setzen das Ambiente ebenso ins rechte Licht wie die umlaufende Leiste indirekter Beleuchtung, die pfiffigerweise wie im großen Clou gleichzeitig als Innenlampe für die Hängeschränke dient. Statt der bisherigen Drehtür erhielt die gerundete Duschzelle eine ebenfalls gewölbte Schiebetür. Sie dient keineswegs nur der Optik, sondern verhindert auch, dass beim Öffnen nach dem Duschen Wassertropfen in den Wohnraum gelangen. Decken- und Bodenbeläge des Flair wurden farblich neu abgestimmt.

Die Bordelektrik wurde um ein zusätzliches Bedienpanel am Heckbett erweitert. Von hier aus lassen sich die Fußraum- und Nachtbeleuchtung und auf Wunsch die Alarmanlage (Panicswitch) schalten. Außerdem ist eine Uhr mit Wecker integriert. Das Display im Armaturenbrett erhielt Erweiterungen. Es warnt jetzt auch vor nicht verriegelten Front-Drehsitzen, vor einem angekoppelten 230-Volt-Versorgungsstecker und – als Sonderausstattung – vor Gas im Doppelboden. Als Sonderausstattung sind nun auch Bi-Xenon-Scheinwerfer mit Scheinwerferreinigungsanlage zu haben, mit denen der Flair auf automobiles Oberklasse-Niveau kommt. Eine Antriebsschlupfregelung – nicht zu haben in Verbindung mit der Fiat-Automatik – verbessert die Traktionsverteilung. 18 Modellvarianten stehen zur Wahl, die meisten auf Fiat Ducato mit Alko-Tiefrahmen, einige auch auf Iveco Daily und Mercedes Sprinter. Der Modellpflege fällt der bisherige 6100 i zum Opfer, dafür gibt es jetzt einen neuen 7000 i. Der bietet im Heck zwei längs eingebaute Einzelbetten von respektablen 2,10 Meter Länge. Davor liegt der Bad-Dusche-Trakt nebst einer kompakten Küche, vorn bietet ein L-Sofa mit den Fahrerhaussesseln einen gemütlichen Wohnraum. Zehn Jahre Reifezeit: Der Flair behält auch bei den Neuerungen seine besondere Note.

Technische Daten (Stand: August 2003)
Hersteller: Niesmann + Bischoff
Modell: Flair 7100 i
Basisfahrzeug: Fiat Ducato Maxi
Typ: Integrierter
Preis: ab 92240 EUR
Sitze mit Gurt: 2
Schlafplätze: 4
Zul. Gesamtgewicht: 4500 kg
Länge: 7800 mm
Breite: 2323 mm
Höhe: 3150 mm
Basismotor: Diesel
KW: 94
PS: 127
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Autor

Datum

5. August 2003
5 4 3 2 1 0 5 0
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