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Test: Niesmann + Bischoff Clou Liner

Das markante Gesicht weist die neuen 650/750 als echte Niesmann + Bischoff aus.

Clou Liner: seit zwanzig Jahren das Synonym für exklusive Luxusmobile. Passend zu ihrer imposanten Statur widerstehen die großen Liner wie rollende Burgen seit Jahren der Anpassung an modische Trends.
Zu den Dickschiffen vom Schlage eines Liner 900 gesellten sich schon bald die kürzeren Modelle Liner 650 und 750. Obwohl sie seit Jahren feste Plätze im Liner-Programm einnehmen, konnten die „Baby- Liner“ nie richtig aus dem Schatten ihrer großen Brüder herausfahren.
Das ändert sich nun: Rechtzeitig zum Caravan-Salon stellte Niesmann + Bischoff das erste Serienfahrzeug auf die Räder, das die Bilder des unfertigen Prototyps in promobil 8/2002 nun schnell vergessen macht. Der neue Liner hat ein Gesicht bekommen.

Mit Doppelscheinwerfern und prägnantem Kühlergrill blickt er freundlich in die Welt, sieht aber seinen preiswerteren Geschwistern Arto und Flair sehr ähnlich. Niemand bei Niesmann + Bischoff macht einen Hehl daraus, dass die erfolgreichen Limousinen von Mercedes als stilistische Vorlage gedient haben. Ein Stück von deren Erfolg wünscht man sich auch für die eigenen Modelle. Davon abgesehen zeigen sich die kompakteren Clou-Modelle eigenständig und markentypisch zugleich. Trotz leicht gesenkter Grundpreise werden sie dem Anspruch an ihren Namen gerecht. Verschwenderisch gehen sie mit Raum und Ausstattung um, sollen aber beim Gewicht knausern. Laut Hersteller haben die vier ordentlich abgespeckt. Dennoch: Um ein 7,5- Tonnen-Chassis kommt man nicht herum. Leichter wurden nicht nur die mit schlichter Eleganz neu gestalteten Möbel, sondern auch äußere Anbauteile wie die Schürzen. In den nahtlos glatten Wänden aus doppeltem Aluminium- Sandwich konnte man auf die bisher verwendeten Montagerahmen verzichten – was weitere Pfunde sparen soll. Die können dann der Zuladung zugeschlagen werden, die zu einem Mobil mit durchgehend 22,5 Zentimeter hohem Doppelboden passt.

Nach alter Clou-Tradition ist beim 7,40 Meter langen 650 C und den beiden 8,00 und 8,30 Meter langen 750ern LE und AS ein Längssofa samt Bartisch und Einzelsessel Serie. Einzig der 750 AD vertraut auf eine ausladende Dinette mit einem Zweiersofa gegenüber. Bei allen vieren schließen hinter dem Wohnzimmer große Winkelküchen an. Die beiden kürzeren Clou Liner 650 C und 750 LE zeigen ihre Verwandtschaft anhand der vom Flur getrennten Badbereiche. Der Waschraum mit fester Toilette findet sich links, die separate Dusche gegenüber. Das E im Kürzel LE kündet von Einzelbetten längs im Heck, der 650er hat wie alle anderen ein Doppelbett quer. Ein raumbreites Separee mit Toilette, großer Dusche, Kleiderschrank und ausladendem Waschbereich trennt bei 750 AS und AD Wohn- und Schlafzimmer. Bei 152 100 Euro beginnt der Traum vom Liner. Wie bei Luxusartikeln üblich, sind nach oben keine Grenzen gesetzt. Die größten Posten in der langen Preisliste stellen der stärkere Motor (5230 Euro), das Sechsgang-Automatikgetriebe (25 220 Euro), die Vollluftfederung (13 083 Euro) und die Hubstützenanlage für 10 494 Euro. Sparen kann man dafür künftig am Basisfahrzeug. Als preiswertere Alternative ist demnächst der Iveco Eurocargo erhältlich.

Technische Daten (Stand: Oktober 2002)
Hersteller: Niesmann + Bischoff
Modell: Liner 650 C
Basisfahrzeug: MAN LE 8.180
Typ: Integrierter
Preis: ab 178400 EUR
Sitze mit Gurt: 2
Schlafplätze: 2
Zul. Gesamtgewicht: 7490 kg
Länge: 7490 mm
Breite: 2400 mm
Höhe: 3350 mm
Basismotor: Diesel
KW: 132
PS: 185
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Autor

Datum

20. Oktober 2002
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