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Landsberg 870 QB

Ich bin ein (Berliner) Deutscher

Willkommen daheim: Dem neuen Landsberg ist der Umzug von den USA nach Europa geglückt.

01.09.2005 Redaktion promobil

Landsberg: Diese Reisemobilmarke ist völlig neu – und auch wieder nicht. Wer den so benannten Luxusliner richtig einordnen will, muss schon seine Geschichte kennen. Namensgeber Jürgen Landsberg begann 1991 mit dem Import von US-Mobilen der Marke Rockwood, bevor er Ende der neunziger Jahre eine eigene Fertigung für Individualmobile aufbaute. Die ersten Exemplare bestanden fast vollständig aus amerikanischen Komponenten. Mehr und mehr europäische Bauteile bis hin zum Fahrgestell kamen hinzu, der Name Rockwood jedoch blieb.

Jetzt steht der nächste große Schritt an: ein neu konzipierter Aufbau und ein Gesicht mit typisch europäischen Zügen – der Rockwood ist endgültig in Deutschland angekommen. Da scheint der Wechsel zu dem so vertraut und einheimisch klingenden Namen Landsberg nur konsequent.

Das amerikanische Erbe des neuen Integrierten beschränkt sich auf den Möbelbau. Die Einrichtung aus massiven Hölzern entsteht weiterhin in Handarbeit in den USA. Ob der Landsberg deshalb innen wie ein typischer Ami aussehen soll, bleibt letztlich Sache des Kunden. Er allein entscheidet über Grundriss und Gestaltung.

Der vorgestellte Landsberg 870 QB geht mit hellen Hölzern und dunklen Stoffen einen eigenen Weg. Er verzichtet auch auf eine Ausstattungsmöglichkeit, die dem Landsberg, wie nahezu jedem US-Modell, offen steht: einen Slide-out zur Vergrößerung des Wohnraums. Wirklich nötig hat es der 870 QB sicher nicht. Zwei Reisende bewegen sich darin wie in einem gut geschnittenen Ferienhaus. Für die nötige Mobilität sorgt Daimler-Chrysler: entweder in Form des quer in die Heckgarage geparkten Smart Fortwo oder beim Bewegen des Gesamtpakets. Dank aktualisiertem Mercedes-Atego-Chassis trauert der Fahrer früheren US-Fahrgestellen nicht lange nach. Zwar muss er auf blubbernden Achtzylinderklang verzichten, bekommt jedoch 231 PS, eine automatisierte Schaltung und eine Cockpitausstattung, die einer Limousine kaum nachsteht.

Das ansehnliche Armaturenbrett sitzt dort, wo es sich der Fahrer wünscht: ohne Stufe erreichbar und weit vorne für guten Überblick. Beim Rangieren helfen große Spiegel und unmerklich nach vorne schmaler zulaufende Aufbauwände. Für den Einblick in die Antriebstechnik hat sich Jürgen Landsberg ebenfalls etwas Cleveres einfallen lassen: Hochklappbare Schürzen am langen vorderen Überhang sollen für den Zugang bei kleinen Wartungsarbeiten ausreichen. Auf die gleiche Weise gelangt man leicht an Stauräume und alle versorgungstechnischen Installationen; unterhalb der Gürtellinie sind sämtliche Seitenteile beweglich. Mit dem neu entwickelten Landsberg geht die Marke Rockwood übrigens nicht völlig unter. Jürgen Landsberg will ein reduziertes Angebot von Integrierten unter dem Traditionsnamen mit der bekannten Frontpartie weiter bauen.

Technische Daten (Stand: September 2005) Hersteller: Rockwood Modell: Landsberg 870 QB Basisfahrzeug: Mercedes Atego 818 Typ: Integrierter Preis: ab 176700 EUR Sitze mit Gurt: 2 Schlafplätze: 3 Zul. Gesamtgewicht: 8600 kg Länge: 8700 mm Breite: 2540 mm Höhe: 3300 mm Basismotor: Turbodiesel KW: 130 PS: 177

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