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Test: Knaus Sun-Traveller

Top-Fahrwerk zum Superpreis: das wichtigste Merkmal des rundum neuen Knaus Sun-Traveller.

Die Pause war lang, zu lang. Nun aber präsentiert Knaus Neuheiten im Stakkato. Da wäre der Integrierte Sun-Liner, da wäre der Sport-Traveller. Jetzt stößt als Dritter der Sun-Traveller hinzu. Knaus-Entwickler kennen nur noch den roten Drehzahlbereich.
Der Sport-Traveller für Einsteiger, der Sun-Liner für Aufsteiger – als Klammer dient
zwischendrin der Sun-Traveller. Und alles ist neu. Da muss ein Modulsystem her, das Zeitaufwand, Kosten und Tempo beherrschbar macht. Das Alkovenmobil im Zeichen der Sonne unterscheidet sich vom Sport-Traveller deshalb in erster Linie durch Bäder mit abgeteilter Dusche, aufwendigere Bordtechnik und vor allem einen Alko-Tiefrahmen mit fahrsicherer breiter Spur und Doppelboden..

Der neue Knaus liegt klasse auf der Straße, auch weil der Tiefrahmen hier ein Tiefst-Rahmen ist: Das Chassis liegt mehr als 200 Millimeter unter Fiat-Normalmaß, da geht der Fahrerhausboden ohne Stufe in den Wohnraum über. Folgerichtig integrieren fünf der zehn Modelle des neuen Sun-Traveller mit Hilfe von gedrehten Vordersitzen und einem klappbaren Alkovenboden das Fahrerhaus in den Wohnraum – die Grund-risse treffen den Trend. Das ergibt einerseits mit Halbdinette oder L-Sitzbank und kleiner zusätzlicher Längssitzbank im Alkovenmobil ein Raumgefühl wie in Teilintegrierten oder andeutungsweise gar Integrierten – da wäre sie wieder, die Klammerfunktion des Sun-Traveller Andererseits führt der Dreh zu kompakten und vergleichsweise leichten Fahrzeugen. So traut sich Knaus, 6,80 Meter lange Reisemobile mit Doppelboden als 3,5-Tonner anzubieten – führerscheinfreundlich, aber ambitioniert, promobil wird nachwiegen. Richtig praktisch wird das bewohnbare Fahrerhaus erst mit dem so genannten Integrationspaket für 750 Euro. Es umfasst unter anderem neue Faltrollos von Lieferant Remis auch für die Seitenscheiben des Ducato-Fahrerhauses – die Zeit fummeliger Vorhänge neigt sich dem Ende entgegen.

Eine Bodenmatte soll im Winter der Kälte Einhalt gebieten – im integrierten Fahrerhaus wird’s sonst schnell kühl. Auch der neue Sun-Traveller bleibt wie gehabt sehr bodenständig, das zeigen Preise ab 37 000 Euro und die Verwandtschaft zum billigeren Sport-Traveller mit identischem Aufbau, vorgehängten Fenstern und den gleichen Möbeln. Auch dass bei 3,5 Tonnen Gesamtgewicht ein Antiblockiersystem nicht zur Serie gehört, zeigt, dass der Sun nicht nach ganz oben strebt. Andererseits: Knaus liefert ungemein viel Reisemobil fürs Geld. Kein Alkovenmobil mit einem Doppelboden auf Alko-Chassis fährt günstiger vor. Nun gilt es noch, das Signet des Sun-Traveller zu enträtseln: Geht die Sonne auf oder geht sie unter? Womöglich hat sie kurz vor dem Untergang gestoppt und strebt jetzt wieder nach oben, um Knaus und den Sun-Traveller mit hellem Schein anzustrahlen.

Technische Daten (Stand: August 2003)
Hersteller: Knaus
Modell: Sun-Traveller 550 D
Basisfahrzeug: Fiat Ducato 15
Typ: Alkoven
Preis: ab 36820 EUR
Sitze mit Gurt: 6
Schlafplätze: 4
Zul. Gesamtgewicht: 3500 kg
Länge: 5740 mm
Basismotor: Diesel
KW: 62
PS: 85
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Datum

18. August 2003
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