Alles über Westfalia West-Van
Test: Wohnmobil Westfalia West-Van Zoom

West-Van von Westfalia: Im Westen was Neues

Außen schick, innen innovativ: So will Westfalia jetzt die neue Van-Klasse umkrempeln. promobil konnte den Prototyp schon unter die Lupe nehmen. In unserer Mediashow finden Sie übrigens viele Bilder des neuen West-Van.

Zur CMT war er fertig: Der Prototyp des neuen West-Van. Er ist eine doppelte Revolution: Identifiziert man Westfalia seit einem halben Jahrhundert und einer halben Million Fahrzeuge mit Campingbussen, so schafft sich die Marke jetzt mit einem Van ein zweites Fundament. Gleichzeitig handelt es sich beim West-Van erneut um ein eigenes Produkt. Ist Westfalia üblicherweise selbst als Marke mit Know-how gefragt, so setzt man hier gezielt das Wissen und Können anderer ein.

Nach den Vorgaben von Westfalia hat das Hymer IDC in Pforzheim die Entwicklungsarbeit übernommen. Und Bürstner fertigt den West-Van ab März im Auftrag. Ein verschworenes Team hat ein waches Auge darauf, dass dabei ein echter Westfalia herauskommt und kein Bürstner-Hymer-Westfalia-Verschnitt: Zum Westfalia-Chef Kristeller gesellen sich Technik- und Vertriebschef Klaus-Dietrich Roselius und Projektleiter Rainer Walkenhorst.

Die drei Westfalias legen großen Wert auf die Eigenständigkeit ihres West-Van. Und was wie eine Künstlertruppe klingt, forciert tatsächlich die Kunst des Vans. Sowohl das seitlich weit herumgreifende Dach als auch das wohlgerundete Heck bestehen aus einem GfK-Vollsandwich mit PU-Isolierung.

GfK als Material der Wahl

GfK ist auch das Material für das elegante, weit ausgreifende Dachvorderteil mit integriertem Panoramafenster und dunklen seitlichen Anbauteilen. Ebenso für die stabilen, aerodynamisch angehauchten Schürzen und die dynamisch geformte seitliche Verbindung von Fahrerhaus und Aufbau. Westfalia fertigt die Kunststoffteile selbst, so wird ein echter Westfale daraus, egal, wo die Montage abläuft.

Dazu ein Heckspoiler als Abrisskante, eine Chromleiste über dem hinteren Nummernschild, dunkle dreidimensionale Blenden um die Fenster, Verzicht auf grelles Dekor, alles abgeschmeckt mit der Westfalia-Kompassrose im Schriftzug – der West-Van hat eine gute Figur.

Die Farbgebung unterstreicht den gelungenen Auftritt: Das Basisfahrzeug steht sowohl in Weiß als auch in mehreren Metallicfarben zur Auswahl. Westfalia lackiert die Anbauteile passend.

Überhaupt, der Transit: Er hat als einziges Van-Basisfahrzeug Heckantrieb und Zwillingsbereifung. Das ergibt reichlich Traktion und Diesel von 115 bis künftig 200 PS, dazu Tragfähigkeit und schier grenzenlose Anhängelast. Nutzbar mit der Heckgarage, sie fasst mehr als zwei Kubik und schluckt ausgewachsene Fahrräder. Oder dem optionalen, ausziehbaren Motorradträger. Und auch ein Boot oder ein Pferdeanhänger juckt den Ford nicht weiter. Wegen seines Heckantriebs ist der West-Van mit 2,85 Meter hoch aufgeschossen, kaschiert durch Form- und Farbgebung.

Innovativer Innenausbau

Drinnen geht es innovativ weiter: Zwar findet sich im West-Van der typische Grundriss mit Halbdinette vorn und Doppelbett im Heck, doch anders ausgeführt als gewohnt. So besteht das Bett aus zwei Einzelliegeflächen, tagsüber wird der vordere Teil über den hinteren geschoben. Die Technik aus Campingbus-Dachbetten er­gibt das üppigste Van-Bett. Und erweitert die Bewegungsfreiheit, gibt den Zugang frei zu einem Sideboard in Verlängerung der Küche und dem Kleiderschrank hinter dem Bad.

Ein Einzelsitz vorn rechts vergrößert die Halbdinette zur Rundsitzgruppe. Dank eines Auszugs bildet er die Basis für ein drittes Bett bei Übernachtungsbesuch.

Ein Mix aus einem kräftig gemaserten Dekor, silbrigen Kanten und hellen struktrierten Klappen kennzeichnet das Mobiliar. Die Konstruktion mit aufgeschlagenen Schubladen und Klappen verbindet die Welten von Vans und Campingbussen. Blenden um die Rolloführungen sowie Verkleidungen an Decke und Rückwand verstärken den wohnlichen Eindruck. Ein Plexiglaseinsatz an der Tür zum Bad weitet den Raum optisch.

Die Bordtechnik

Die neue Dieselheizung von Truma wärmt Innenraum und Wasser, das reduziert den Gasverbrauch auf ein Minimum. Ein Vorrat von zwei handlichen Flaschen à fünf Kilogramm genügt deshalb. Freundliche Stoffe und eine Beleuchtung mit transparenten Blenden aus honigfarbenem Acrylglas mit eingelassenen LED-Leuchten schaffen ein freundliches Ambiente.

„Unter Druck entstehen Diamanten“, stellt Roselius trocken fest. Physikalisch trifft das zu. Und wenn’s bei Reisemobilen stimmt, dann wird der unter heftigem Druck entstandene West-Van hochkarätig glänzen. Diamanten sind nicht billig, dieser hier kostet rund 50.000 Euro. Aber wer fragt bei Diamanten schon nach dem Preis.

Basisfahrzeug: Ford Transit
Leistung: 85/115 kW/PS
Preis: 50.000 Euro
Gesamtlänge: 6,26 m
Breite: 2,18 m
Gesamthöhe: 2,85 m
Dreipunkt-Gurte: 4
Schlafplätze: 2
Zul. Gesamtgewicht: 3500 kg

Dynamisch gestalteter Van mit hochwertigen Applikationen. Grundriss und Bordtechnik innovativ. Tragfähige Basis mit Hinterradantrieb.

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Datum

20. Januar 2008
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