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Premiere: Fahrbericht, Iveco Daily Hi-Matic 4 Bilder Zoom

Iveco Daily Hi-Matic im Test: Ein Traum-Wandler

Eine brandneue Wandlerautomatik macht den neuen Iveco Daily noch attraktiver. Erste Fahreindrücke. Daneben hat sich auch die Cockpitausstattung, die Lenkung und das Fahrverhalten verändert.

Der neue Iveco Daily wartet mit spürbar mehr Fahrkomfort auf. Von der Cockpitausstattung über die Lenkung bis zum Fahrverhalten hat sich einiges getan. Als Alternative zum Schaltgetriebe gab es jedoch weiterhin nur die Version mit automatisierter Kupplung. Dieses Agile genannte Getriebe ist zwar preiswert; mit seinen langen Schaltzeiten und der beim Rangieren schwierigen Dosierbarkeit passt es aber nicht so recht zum Komfortanspruch von hochklassigen Integrierten, die das Haupteinsatzgebiet des tragfähigen Iveco Daily sind.

Iveco schiebt nun eine echte Automatik mit einem hydraulischem Wandler nach. Bereits auf dem Caravan-Salon überraschte der Hersteller mit einem fahrbereiten Vorserienmodell. Hi-Matic nennt sich die neue Automatik von Getriebespezialist ZF. Ganze acht Fahrstufen und ein neu entwickelter Schwingungsdämpfer versprechen höchsten Schaltkomfort; schließlich wurde das intern ZF 8HP genannte Getriebe vor allem für Limousinen vom Schlage eines Jaguar oder 5er BMW entwickelt.

Nun kommt es auch für Reisemobile auf Daily-Basis, und zwar nicht nur für die 170-PS-Motorisierung, wie beim Agile, sondern auch für das Top-Aggregat mit 205 PS und 470 Nm Drehmoment. Entsprechend forsch legt das auf 3,5 Tonnen ausgelastete, aber topmotorisierte Testexemplar los. Und die Hi-Matic schaltet in Windeseile durch die Gänge, dass es eine Freude ist. Zugkraftunterbrechung, Schaltrucke, Motoraufheulen – das ist passé.

Der aufmerksame Fahrer merkt fast nur am hurtigen Auf und Ab der Drehzahlmessernadel, dass die Automatik im Verborgenen Dienst tut. Mit acht Gängen steht für jede Fahrsituation die passende Übersetzung parat. Die lange achte Stufe sorgt für niedrige, geräusch- und verbrauchssenkende Drehzahlen. Optimierte Schleppmomente und ein geringeres Gewicht als das Agile-Getriebe versprechen ebenso Kraftstoffeinsparungen.

Zudem kann zwischen einem Eco- und einem Power-Modus mit angepassten Schaltpunkten und schnellerem Gangwechsel (unter 200 Millisekunden) umgeschaltet werden. Darüber hinaus steht es dem Fahrer frei, direkt einzugreifen und dabei gleich mehrere Gänge zu überspringen.

Beim Anfahren am Berg hilft die Hill-Holder-Funktion. Deutlich leichter fällt nun auch das Rangieren durch die typische Kriechfunktion der Automatik und die gute Dosierbarkeit beim Anfahren. Lediglich in einer Fahrsituation zeigt das Vorserienmuster noch Abstimmungsbedarf. Bremst man ab und lenkt ein, etwa zum Wenden, macht sich ein leichtes Ruckeln bemerkbar.

Anfang 2015 soll die voraussichtlich 5.000 bis 6.000 Euro teure Hi-Matic zunächst in Kombination mit Fahrgestellen und dem Drei-Liter-Motor ausgeliefert werden. Später folgen weitere Motor- und Karosserievarianten. Sowohl bei aufgebauten Reisemobilen als auch bei Campingbussen will Iveco künftig eine größere Rolle spielen. Die Voraussetzungen des deutlich verwandelten Daily sind jedenfalls besser denn je.

Vergleichstest: Forster T 738 EB/Sunlight T 67/ Weinsberg TI 700 MEH

Foto

Frank Eppler

Datum

7. November 2014
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