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Exklusiv-Premiere Westfalia Jules Verne/Kepler: Ein ganz besonderes Duo

Auf dem Caravan-Salon 2015 präsentiert Westfalia je einen neuen Campingbus auf VW- und Mercedes-Basis. promobil konnte sich exklusiv einen ersten Eindruck verschaffen.

Diese Westfalia-Premiere verläuft etwas anders als gewohnt. Es ist Rapido-Chef Pierre Rousseau persönlich, der uns nicht ohne Stolz die neuen Modelle Kepler und Jules Verne vorstellt. Rapido? Markenkenner erinnern sich, dass die französische Gruppe den westfälischen Traditionshersteller Ende 2010 aus der Insolvenz gerettet hat. Seitdem ist auf der wirtschaftlichen Seite Ruhe eingekehrt und die Modellpolitik in Fahrt gekommen.

Kepler und Jules Verne sind dafür die besten Beispiele. Beide nehmen typische Westfalia-Ideen auf, machen aber etwas Neues daraus. Begeistert zeigt Pierre Rousseau die große Sitzgruppe im Westfalia Kepler. Ein langes L-förmiges Sofa und ein frei stehender Tisch in einem VW-Ausbau – das hat man so noch nicht gesehen.

Westfalia Kepler auf VW-Basis

Vergleichsweise viel Platz bleibt außerdem für den Aufstieg ins Dachbett. Darüber hinaus passt sogar eine Kassettentoilette ins Konzept, ganz ähnlich wie beim zuletzt vorgestellten Westfalia Club Joker City. Der Kepler, der nach dem Forscher und Astronomen Johannes Kepler benannt ist, nutzt jedoch einen längeren Radstand. Weil der neue VW T6 für den ersten Prototyp noch nicht zur Verfügung stand,  basiert das gezeigte Exemplar noch auf einem T5. Am Wohnraum ändert der VW-Modellwechsel aber nichts, weil sich die Innen- und Dachabmessungen des T5 und T6 nicht unterscheiden.

Westfalia Jules Verne auf Mercedes Vito

Beim Parallelmodell Jules Verne handelt es sich um einen Ausbau des Mercedes Vito. Diesen Namen kennen Westfalia-Freunde bereits. Schon dem ersten Jules Verne gelang es, eine Kassettentoilette im kompakten Mercedes unterzubringen. Der etwas verspätete Nachfolger kann das noch besser, denn er trennt Sitzgruppe und Toilette räumlich voneinander. Grundsätzlich entspricht sein Grundriss dem Kepler, allerdings fällt die L-Bank ein wenig kürzer aus. Der Jules Verne baut auf die mittlere Karosserievariante des Vito, die innen nicht ganz so viel Platz hat wie ein langer VW T6.

Beiden gemeinsam ist ein Ausbaustil mit starken Farbkontrasten, wie er für neuere Westfalia typisch ist. Das alles wirkt sehr schick und macht bereits bei den Prototypen einen recht soliden Eindruck. Anders als andere Westfalia haben Kepler und Jules Verne serienmäßig eine Warmwasserversorgung mit einem Gasboiler an Bord. Dennoch ist keine Dusche vorgesehen. Die flache Bodenwanne im Heck kann jedoch beim Abbrausen der Füße hilfreich sein. Dabei hilft eine ausziehbare Wasserarmatur, die auch als Außendusche dient. Die Heizung läuft übrigens wie bei den meisten Westfalia mit Diesel.

Der neue Produktionsstandort Mayenne

Es ist ein ganz anderer Punkt, in dem sich Kepler und Jules Verne grundsätzlich von den übrigen Modellen der Marke unterscheiden. Sie entstehen im Rapido-Werk im westfranzösischen Mayenne. Pierre Rousseau macht auch kein Geheimnis daraus, dass die neuen Modelle dort entwickelt wurden. Seitdem Rapido vor einigen Jahren den französischen Campingbusspezialisten Campérêve übernahm und später den eigenen Busausbau begann, hat sich in Mayenne die Kastenwagenkompetenz und das Selbstbewusstsein in diesem Marktsegment deutlich verstärkt.

Den Vorteil der niedrigeren Produktionskosten im großen Rapido-Werk will Pierre Rousseau an die Kunden weitergeben. Zum Redaktionsschluss standen noch keine Preise fest, jedoch soll der lange Kepler günstiger werden als der kompakte Club Joker City.

Report: Günstige Reisemobile

Foto

Ulrich Kohstall

Datum

9. Juli 2015
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