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Euro Liner 380 ME

Amerikanisch-Deutsch

Der Euro Liner ME will mit seiner Mittelmotor-Bauweise die Vorzüge amerikanischer und europäischer Luxusmobile souverän kombinieren.

02.03.2005 Redaktion promobil

Wenn Amerikaner von ihren Traummobilen sprechen, fällt früher oder später der Ausdruck „Pusher“. So bezeichnet man in den USA Fahrgestelle, die dezent und druckvoll von einem starken Heckmotor angeschoben werden. Für diesen Komfort könnten sich auch viele Europäer begeistern, doch fordern sie vehement eine große Garage im Wagenheck. Ein auswegloser Konflikt? Offenbar nicht für Euro Liner.

Als deutsch-amerikanischer Hersteller kennt man die Vorlieben zu beiden Seiten des Atlantiks sehr genau. So entstand bald die Idee des Mittelmotors. Eigens fürs neue Topmodell ließ sich Euro Liner vom amerikanischen Bus-Spezialisten CCI ein passendes Fahrgestell maßschneidern. Das schlicht ME (Mid Engine) genannte Modell kommt vorne ohne störenden Motorbuckel zwischen den Fahrersitzen aus. Hinten bleibt Platz für einen wahren Hobbyraum.

Im Falle des vorgestellten 380 ME parkt hier ein aktueller Mini Cooper. Schließt man das parallel nach oben schwenkende Garagentor, deutet jedoch allein der Schriftzug am Bug auf europäische Ideen hin.

Wie ein waschechter Ami zieht der Euro Liner mit schillernden Metallicfarben Blicke auf sich. Von der geteilten Windschutzscheibe bis zu den von der Corvette stammenden Heckleuchten lässt er an seiner Heimat keine Zweifel aufkommen. Ebenso wenig darf da ein ausfahrbarer Seitenerker fehlen. Gleich zwei Slide-outs geben dem Wohnbereich des 380 ME ein Plus an Lebensraum, das selbst in einem knapp zwölf Meter langen Reisemobil noch beeindruckt. Im Euro Liner bewegt man sich wie in einer Etagenwohnung, nimmt die haushaltsüblichen Formate von Kühlschrank, Fernseher oder Sofas wie selbstverständlich hin. Zwischen der weitläufigen Lounge und dem wegen der Garage flach gehaltenen Schlafbereich: ein Bade- und Ankleidezimmer, in dem man sich bequem zu zweit der Körperpflege widmen kann. So lieben es nicht nur Amerikaner. Wie US-typisch der Einrichtungsstil tatsächlich ausfällt, bleibt letztlich dem Käufer überlassen. Bei der Wahl von Möbelhölzern oder Polstern lässt Euro Liner seinen Kunden große Freiheiten. Auch beim Grundriss sind die werkseitig vorgeschlagenen Aufteilungen nicht das letzte Wort.

Anders als in den USA üblich, kauft man einen Euro Liner nicht von der Stange. Von typischen US-Mobilen unterscheidet den Euro Liner außerdem sein Innenleben. Während manch ein mächtiger US-Integrierter nur für den warmen Winter Arizonas konzipiert ist, schreckt den Euro Liner auch alpiner Frost nicht. Wasser- und Fäkaltanks liegen geschützt im doppelten Boden. Eine Warmwasserheizung, in den USA praktisch unbekannt, kommt erst in Europa an Bord. Die deutsche Euro-Liner-Niederlassung in Brehna nahe Leipzig kümmert sich um die Endmontage der Bordtechnik. Von vorneherein entspricht die gesamte Elektrik europäischen Gepflogenheiten, so dass auch ein Bosch-Dienst bei eventueller Fehlersuche den Überblick behält. Nicht ganz unwichtig auch, dass der Euro Liner ME auf einem bei uns problemlos erhältlichen Reifenformat rollt und dass sein Motor hierzulande keine unbekannte Größe ist. Der nach EU-Vorschriften homologierte Cummins-Sechszylinder treibt ebenso europäische Nutzfahrzeuge wie beispielsweise DAF-Lkw an. Euro Liner kombiniert den 5,9 Liter großen Turbodiesel mit einer weich schaltenden Fünfgang-Automatik von Allison. Beim Fahrgefühl ist der Euro Liner 380 ME dann wieder ein echter Amerikaner.

Technische Daten (Stand: März 2005) Hersteller: Teschner Motorhomes Manufacture Modell: EL 380 ME Basisfahrzeug: CCI-Mittelmotor-Chassis Typ: Integrierter Preis: ab 279900 EUR Sitze mit Gurt: 2 Schlafplätze: 4 Zul. Gesamtgewicht: 14800 kg Länge: 1145 mm Breite: 2500 mm Höhe: 3680 mm Basismotor: Turbodiesel KW: 220 PS: 300

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