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Test: Domo

Der neue Reisevan kombiniert Elemente von Pkw und Freizeitfahrzeug.

"Wohnst du noch oder fährst du schon?“ könnte Jan Dohmeyer in Abwandlung des Ikea-Werbeslogans fragen. Denn sein Freizeitmobil ist deutlich mehr Fahr- als Wohnzeug. Der junge Ingenieur aus Bad Schwartau hatte Lehr- und Wanderjahre in der Auto- und Flugzeugindustrie hinter sich, als er vor drei Jahren begann, die dort gewonnenen Erfahrungen mit seiner Leidenschaft fürs Reisemobil zur Deckung zu bringen. Er meint es ernst: Lukrative Jobs hängte er an den Nagel, stürzte sich in die Selbständigkeit und gründete Doing – Do für Dohmeyer und Ing für Ingenieurbüro –, um den Domo Reisevan zu entwickeln.

Learning by doing heißt in diesem Fall, ein neues Möbelkonzept mit automobiler Anmutung zur Marktreife zu entwickeln. Bis zu einem sehr ansehnlichen und voll funktionstüchtigen Prototyp hat er es inzwischen gebracht. Genarbte Kunststoff-Oberflächenstrukturen – wie am Pkw-Armaturenbrett – verbindet Dohmeyer in einem Tiefziehverfahren mit Schaumkernen zu eleganten Möbeln. Die Hängeschränke sehen aus wie im Flugzeug und funktionieren auch so. Zierlicher, als sie ist, wirkt die schwungvolle Winkelküche. Bei Kleiderschrank und Bad vertraut Dohmeyer auf gewöhnliche Sperrholzwände, die allerdings auch mit Kunststoff bezogen sind und sich deshalb harmonisch ins Auto einfügen. Im Domo gibt es keine optische Trennung zwischen Fahrerhaus und Wohnraum. Variabel wie bei einem Pkw-Kombi: das Heck. So ist es wahlweise Durchgang, Durchlade-Stauraum oder abtrennbarer Kofferraum, bei dem eine geöffnete und arretierte Stauraumtür die Ladung sichert..

Ingenieurleistung steckt jedoch nicht nur im Möbelwerkstoff, auch die Sitzgruppe ist ein innovatives Kabinettstück. In einer Minute wird daraus ein topfebenes, freilich schmales Bett – alle Polster kommen automatisch in die richtige Lage. Der beinlose Tisch hat einen federunterstützten Klappmechanismus, und die hintere Sitzbank – in Serie mit zwei Gurten versehen – entfaltet sich bis unter den Küchenschrank. Zu Recht hat Dohmeyer mit seinem Projekt bereits einen angesehenen Gründerpreis gewinnen können. Schließlich hat er nichts weniger erfunden als das Bindeglied zwischen einem Pkw, einem Büro- und einem ausgewachsenen Reisemobil

Technische Daten (Stand: Juni 2003)
Modell: Domo
Typ: Campingbus
Preis: ab 44900 EUR
Sitze mit Gurt: 4
Schlafplätze: 2
Zul. Gesamtgewicht: 2950 kg
Länge: 5640 mm
Basismotor: Diesel
KW: 95
PS: 129
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Autor

Datum

19. Mai 2003
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