Test, Hymer Tramp 674 CL 11 Bilder Zoom

Hymer Tramp 674 CL im Test: Frühlingsgrüsse aus Bad Waldsee

Wenn die ersten Frühlingsknospen sprießen, erwacht die Reiselust. Als attraktiver Begleiter empfiehlt sich dafür der Hymer Tramp CL.

Die Marke Hymer steht wie gemeißelt für Integrierte. Die teilintegrierten Reisemobile namens Tramp leben traditionell in ihrem Schatten. Dabei hätten sie mehr Aufmerksamkeit verdient: Mit den letzten Überarbeitungen rückt die günstigere Reihe Tramp CL dem feinen Bruder SL gehörig auf die Pelle, dazu gibt es ein umfangreiches Ausstattungspaket zum Spottpreis.

Wer fast 10 000 Euro sparen kann, der wird sich freuen. Dieses gute Gefühl gönnt Hymer jedem Tramp-CL-Käufer, der das Exclusive-Line-Paket mit Lackierung in Silber oder Champagner ordert. Bei der weißen Variante des Testwagens beträgt der Vorteil immerhin rund 8400 Euro. Der Aufpreis für das Paket beträgt je nach Lack 990 oder 1990 Euro, da wird wohl jeder Käufer zuschlagen. Man mag von der Politik der Extras zum Schleuderpreis halten, was man will - für 56.980 Euro entpuppt sich der Tramp 674 CL Exclusive Line, ausgestattet mit allem Nötigen und vielem Angenehmen, als spannendes Angebot.

Was gibts dafür? Nach dem Wechsel vom Ford Transit auf den Fiat Ducato besteht beim Basisfahrzeug kein Erklärungsbedarf mehr. Mit Flachrahmenchassis, breiter Hinterachsspur und dem Serienmotor mit 130 PS Leistung nutzt Hymer die Standardkonfiguration der Branche. Den immerhin 7,20 Meter langen 674er auf den 3,80-Meter-Radstand zu setzen ist dagegen diskussionswürdig. Was der Wendigkeit zugutekommt, geht zu Lasten des Hecküberhangs und der Traktion der spürbar leichten Vorderachse. Ansonsten profitieren die Reisenden von den Annehmlichkeiten des Ausstattungspakets mit Klimaanlage, Tempomat und dem elektrisch öffnenden Dachfenster. Auffällig ist darüber hinaus die vergleichsweise leise Geräuschkulisse von Auf- und Ausbau.

Ein Grund dafür mag in der für Hymer typischen soliden Pual-Bauweise mit geschäumten Wänden liegen. Nur der Boden besteht aus einem Sandwich mit Styropor-Isolierung. Seitenschürzen aus eloxiertem Aluminium, stabile Türen sowie Doppeldichtungen an Einstieg und Heckgarage sorgen ebenfalls für Vertrauen.

Im Ausbau trägt der moderne Möbelbau mit federgelagerten Anschlagpuffern und robusten Maschinenkanten seinen Teil zum dezenten Auftritt bei - allenfalls gestört vom lauten Zuschnappen der Schlösser. Neun Hängeschränke über Sitzgruppe und Heckbetten fassen jede Menge Reisegepäck. Verschiedenste Fächer unter den Einzelbetten ergänzen den Stauraum. Der Platz für Jacken und Mäntel im Kleiderschrank rechts ist dagegen eher knapp. Alternative ist eine Grundrissvariante mit zweitem Kleider- statt Hängeschrank zwischen den Einzelbetten.


Gemütlicher ist die Serienausführung, schon wegen des Sichtkontakts. Doch reichen 1,96 und 1,86 Meter Liegelänge? Am besten Probe liegen. Den Mittelteil des Tramp 674 CL teilen sich Küche und Bad. Besteckschublade und Drahtkorbauszug, große Kochstellen, Elektrozündung und geteilte Abdeckung sowie der große Kühlschrank in griffgünstiger Höhe machen den Küchendienst zum Vergnügen. Die solide Tür zum Bad, das gut bemessene Waschbecken, die putzfreundliche Banktoilette und die Dusche mit Falttür und zwei Abläufen im Boden überzeugen ebenso. Nur der Radkasten stört das Brausevergnügen. Sonst ist der Raum geschickt aufgeteilt: Am Waschtisch und auf der Toilette nutzt man den Duschraum mit.


Pfiffig geformt und mit hochwertigen Schaumkernen versehen sind die Polster der Sitzgruppe weiter vorn. Dort können sich die Reisenden und ihre Gäste gleich davon überzeugen, dass der Tramp CL nicht im Schatten der Integrierten stehen muss.

Der feine Bruder Tramp SL

Die aktuelle Modellgeneration rückt den CL nahe an die Topbaureihe Tramp SL heran. Die Unterschiede erschließen sich erst auf den zweiten Blick. So setzt der SL auf graue Seitenwände und höherwertige Aluminium-Rahmenfenster. Innen ist die edlere Bicolor-Möbeloptik mit Hochglanzoberflächen der augenfälligste Unterschied. Eine aufwendige Lichttechnik setzt zusätzliche Akzente. Der Preisunterschied liegt je nach Modell zwischen 4400 und 5400 Euro. Er wächst aber, wenn man die fast obligatorischen Ausstattungspakete mit einrechnet.

Die Baureihe: Hymer Tramp CL

Preise: 54.990 - 56.790 Euro
Basis: Fiat Ducato
Längen: 6,90 - 7,29 m
Gesamtgewicht: 3500 - 4250 kg

Modelle: Die CL-Reihe umfasst vier Modelle auf Basis Fiat Ducato mit Original-Flachrahmen. Es gibt je ein Modell mit Doppelquer- und Doppellängsbett sowie eine Queens- und eine Einzelbettenvariante.

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Datum

26. April 2011
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