Premiere: Carthago Malibu 11 Bilder Zoom

Der neue Carthago Malibu (2014): Klare Kante

Der neue Malibu von Carthago ist ganz schön markant. Und eine riesen Überraschung ist der Campingbus obendrein. Die Edelschmiede will 2014 auch in der Pössl-Klasse Gas geben.

Da war doch mal was. Richtig - mit ausgebauten Kastenwagen ist Carthago groß geworden. Damals, als die Reisemobile laufen lernten, basierten sie ganz zeitgemäß auf VW T3 und T4. Und wie war noch gleich der Name? Wieder richtig: Malibu. Die Marke wurde in einem Atemzug mit VW und Westfalia genannt, bis Carthago Ende der 1990er Jahre aus der Campingbus-Produktion ausstieg und den Schwenk zu aufgebauten Wohnmobilen vollzog.

Ermutigt vom anhaltenden Erfolg der ausgebauten Fiat Ducato und Co. ändert Carthago jetzt abermals seine Strategie. Zur Saison 2014 präsentieren Carthago-Chef Karl-Heinz Schuler und Geschäftsführer Bernd Wuschack ihr jüngstes Baby. Und von außen sieht dieses beim ersten Treffen tatsächlich schon wie ein fertiger Campingbus aus. Ein ziemlich markanter obendrein.

Malibu - ein Ducato im Carthago-Look

Der Carthago-eigene Frontstoßfänger mit dem riesigen Kühlergrill bleibt allerdings der Ausstattungslinie Sport vorbehalten. In der Basis-Version wird der Malibu mit dem mehrteiligen Spoiler des Fiat Ducato angeboten. Die vorgehängten Fenster sind für mehr Privatsphäre stark getönt. Gedämmt wird die Karosserie an den Wänden mit PE-Schaum, an Dach und Boden mit Styrofoam. Zumindest das kleinere Modell 600 will Carthago mit 3,3 Tonnen Gesamtgewicht anbieten. Die sportlichen Akzente setzt bereits serienmäßig der 130-PS-Motor.

Im Innenraum sieht der neue Malibu jedoch vorerst noch wie eine Baustelle aus. In groben Zügen erkennt man das Muster des typischen Erfolgsmodells der Klasse: Querbett hinten, eine Sitzgruppe mit Halbdinette vorn, dazwischen ein Bad und im Einstieg die Küche. Was ist anders als bei der Konkurrenz von Adria bis Pössl? Ein paar erläuternde Worte vom Chef müssen der Fantasie noch auf die Sprünge helfen.

Verbesserter Komfort: Bad und Stauraum

„Neu zu erfinden gibts da nicht mehr viel, man kann nur versuchen, es besser zu machen.“ Das Bad zum Beispiel, oft ein Knackpunkt. Die Dusche soll hier kein von einem Vorhang bemäntelter Notbehelf sein. Daher kann man die Toilette aus dem Bad in den angrenzenden Bettkasten schieben und hat mehr Platz für die Füße. Feste Faltwände aus Plexiglas bilden eine verhältnismäßig geräumige Kabine.

Auch Stauraum soll nicht zu knapp kommen. Natürlich gibts auch hier den Hecktrick: Der ohnehin ansehnliche Kofferraum kann noch vergrößert werden, wenn man die beiden Betthälften zur Seite klappt. So kommt man auch von oben an den linken Bettkasten und die Heizung. Rund um das Heckbett laufen Hängeschränke. Der Kleiderschrank sitzt über dem Kühlschrank hinter der Küche. Über dem Fahrerhaus liegt ein großes geschlossenes Fach und eine offene Ablage über der Schiebetür. Der Clou aber ist die Sitztruhe, die mit einem großen, hohen Schubkasten bestens zugänglich gemacht ist. Von oben kommt man sogar ran, ohne das Polster wegnehmen zu müssen.

Man merkt die Handschrift, Möbelbau und Holzdekor sind angelehnt an den Chic C-Line mit gewölbten Klappen und verchromten Griffen. Viel Wert legt Carthago auf Wohnlichkeit. Bislang ist aber erst ein Teil der Decke mit Mikrofaser bezogen. Das Bett soll maximal 1,60 Meter breit sein.

Die große Preisfrage

Ein Fliegengitter an der Schiebetür und die Faltverdunkelung im Fahrerhaus sind im Grundpreis von rund 40.000 Euro schon enthalten. Preislich soll sich der Malibu knapp über den Platzhirschen im Ducato-Segment einordnen. Vielleicht nennt man den Malibu ja bald in einem Atemzug mit Pössl, Adria, Knaus oder La Strada.

Carthago Malibu 600 - die neue Baureihe im Überblick

Preis: ab ca. 40.000 Euro
Basis: Fiat Ducato, Kastenwagen, Frontantrieb, ab 96 kW/130 PS
Gesamtgewicht: ab 3300 kg
Länge/ Breite/ Höhe: 5998/ 2050/ 2580 mm
Empfohlene Personenzahl: 2
Baureihe: Zwei Grundrisse bietet Carthago vom neuen Malibu auf Fiat Ducato an. Der 600 besitzt ein Querbett, der längere 630 zwei gut zugängliche Einzelbetten.
Info: Telefon 0751/791210, www.carthago.com

Zwei Modelle zum Start

Mit zwei gängigen Grundrissen schickt Carthago den Malibu ins Rennen. Der sechs Meter lange 600 hat ein Querbett im Heck. Knapp 40 Zentimeter mehr Außenlänge schaffen beim 630 Platz für zwei Einzelbetten. Die vordere Aufteilung ist identisch. Zur Küche zählt ein 90-Liter-Kühlschrank. Darüber sitzt der Kleiderschrank.

Supercheck: Concorde Carver 791 L

Foto

Ingolf Pompe

Datum

10. Juli 2013
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