Alles über Bürstner Nexxo
Premiere: Bürstner Nexxo 15 Bilder Zoom

Der neue Bürstner Nexxo (2015): Eine runde Sache

Neue Basis, eleganter holzfreier Aufbau und modulares Raumkonzept: Zur Saison 2015 möbelt Bürstner seinen Mittelklasse-Teilintegrierten Nexxo umfassend auf. promobil hat ihn exklusiv getestet.

Wer es schafft, den Blick vom neuen Ducato zu lösen, wird erkennen: Auch der Aufbau des Bürstner Nexxo hat sich tiefgreifend verändert. Die neu gestaltete Dachhutze aus GfK und die jetzt elegant abgerundeten, weiß lackierten Alu-Kantenleisten sind die sichtbaren Zeichen der Neukonstruktion, deren Hauptziele Gewichtsersparnis und längere Haltbarkeit waren.

Verbesserte Aufbautechnik im Bürstner Nexxo

Erreichen will Bürstner die höhere Haltbarkeit mit holzfreien Wänden samt einem 30 Millimeter dicken Dämmkern aus geschlossenporigem, steifem XPS-Schaum, auch Styrofoam genannt. Im Vorgänger sorgt noch Styropor für die klimatische Abschottung nach außen. Auch der Boden ist neu. 50 Millimeter dick ist das Sandwich, bei dem zwei wasserfeste GfK-Platten eine drei Zentimeter dicke Schicht aus XPS-Schaum in die Zange nehmen.

Im Bereich der Heckgarage belegt Bürstner die obere, glatte GfK-Schicht mit einer rutschhemmenden, matten Oberfläche, auf der zudem Kratzer weniger stark auffallen sollen. Möbel und Anbauteile verankern sich in eingelegten PU-Leisten. Für die Außenwände nutzt Bürstner im Gegensatz zum Dach, das sich mit einer GfK-Deckschicht gegen Hagel zur Wehr setzt, glattes 0,8-Millimeter-Alu-Blech. Mit seiner plakativen Abklebung inklusiver großer roter Flächen, ist der neue Nexxo auch von hinten eindeutig als 2015er-Modell zu erkennen.

Zielgruppe: Reiselustige Paare

Unverändert ist die Positionierung des Nexxo im Markt und innerhalb des Bürstner-Modellprogramms. Nach wie vor spricht die Baureihe Paare an, die einen Festbett-Teilintegrierten mit flacher Silhouette zu Grundpreisen ab 51.990 Euro suchen. Damit sortiert sich der Nexxo zwischen dem eng verwandten, ebenfalls neuen Travel Van, einer weiteren, demnächst debütierenden günstigeren Nexxo-Variante mit dem Namenszusatz Time und der grundsätzlich mit Hubbett ausgestatteten Ixeo-Serie ein. Die Preise aller anderen Nexxo-Modelle liegen zwischen 53.990 und 62.880 Euro.

Der avisierten Zielgruppe – und natürlich auch sich selbst, – will es Bürstner künftig mit modularen Grundrissen leichter machen. Konkreter gesagt: Von den drehbaren Fiat-Sitzen bis hinter die neue, platzsparende L-Küche links sind Nexxo-Modelle identisch.

Neu: Fünfter Sitzplatz, mehr drin in der Küche

Fest steht ergo, dass alle Bürstner Nexxo eine Zweier- und eine Seitensitzbank haben, in die sich jetzt ein Klappsitz samt Gurt einbauen lässt. Bisher war ein fünfter Sitzplatz nicht möglich. Der Standard-Küchenblock nutzt seinen gesamten Korpus mit drei Schubladen und einem Apothekerauszug sowie die drei gewölbten Oberschränke komplett für die Unterbringung von Kochutensilien und Proviant. Denn der neue platzsparende Smart-Tower-Kühlschrank von Dometic steht gegenüber der Kombüse.

Um ein Mindestmaß an Arbeitsfläche zu erhalten, ein Schwachpunkt von L-Küchen und damit allen Nexxo, setzt Bürstner einen Dreiflammkocher mit in Reihe angeordneten Flammen ein. Das Spülbecken ist klein, aber tief und wird von einem hohen, soliden Wasserhahn überragt, um hohe Töpfe befüllen zu können. Apropos hoch: Die Stehhöhe ist von 195 auf 198 Zentimeter gewachsen.

Qual der Wahl: Sieben Grundrisse, zwei Dekore

Dass die Wahl trotzdem ein klein wenig Qual bleibt, dafür sorgen die Badener mit sieben Grundrissen, der Option, die Sitzbank zu einer L-Sitzgruppe zu erweitern, und zwei Möbelfarben. Bürstner prognostiziert dem helleren „Ginger-Teak“-Dekor größeren Erfolg als dem optionalen „Mora-Pine“-Design. Unabhängig vom Holzton bietet Bürstner die Möglichkeit, die Grundpolster mit Kissenstoffen in Kontrastfarben abzuschmecken. Stabile Reißverschlüsse an den Grundpolstern sorgen für die nötige Flexibilität. Der Positionierung in der preissensiblen Mittelklasse ist geschuldet, dass das große Panorama-Fenster im Bug samt stoffkaschierter Umrahmung auf der Optionsliste gelandet ist. Immerhin sind die flachen Rahmen-Fenster serienmäßig. Zu den Grundrissen: Mit vier Modellen von 6,99 bis 7,49 Meter Länge dominieren die Einzelbettwagen mit Garage das Programm, der t 720 kombiniert sie sogar mit einem breiten Heckbad.

Im t 685 und t 745 (6,99 und 7,49 m) haben es zwei Queensbetten in die Auswahl geschafft – beim 745 ist das Waschbecken in einer Insel am Fußende eingebaut, die separate Dusche steht dann links. Und dann ist da noch der t 660 G mit Doppellängsbett und Seitenbad, der zugunsten eines komfortablen Betteinstiegs auf eine Heckgarage verzichtet.

Auch die Bordtechnik hat sich beim Nexxo weiterentwickelt. Nach Knaus und Weinsberg versammelt nun auch Bürstner den Stutzen des Frischwassertanks samt Serviceöffnung, das Entleerungsventil für den Boiler und die Stromdose hinter einer Außenklappe. Die Truma-Combi-6-Heizung kauert platzsparend unter der Sitzbank. So ist der Nexxo nicht nur optisch eine runde Sache.

Einen ausführlichen Test des Bürstner Nexxo gibt es in der nächsten promobil Ausgabe 9/2014, ab 13.7. am Kiosk!

Supertest: Sunlight C 44 D njoy

Autor

Foto

Ingolf Pompe

Datum

29. Juli 2014
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