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Carthago Opus: Ein gelungenes Werk

In der zweiten Generation präsentiert sich die Integrierten-Baureihe innerlich und äußerlich gereift.

Opus, so definiert es der Duden, heißt schlicht und einfach Werk. So betrachtet, kann man die zweite Generation des Carthago durchaus als gelungenes Werk bezeichnen. Denn zwei Jahre nach Einführung der „kleinen“ Integrierten hat der oberschwäbische Hersteller die Baureihe einer gründlichen Überarbeitung unterzogen. Erster Eindruck vom Neuen: Der Opus ist eine Reisemobil-Persönlichkeit – eine, die im Reigen der XL-Fahrzeuge künftig ein gewichtiges Wörtchen mitreden möchte. Wem der neue Opus entgegenrollt, wird zweimal hinschauen müssen, denn die Frontpartie ähnelt nun verblüffend der Carthago-Top-Baureihe M-Liner. Auch sonst hat der Opus in Sachen Noblesse deutlich zugelegt, sind doch die Seitenschürzen und der vordere Stoßfänger jetzt in der Aufbau-Farbe lackiert. Und auch die schwungvollen Seitenstreifen weisen auf die enge Verwandtschaft zu den gut 20 000 Euro teureren M-Liner hin. Mindestens ebenso bemerkenswert wie das äußere Facelift sind die Veränderungen im Innern – rundlicher, wohnlicher, eigenständiger rollen die neuen Carthago-Werke daher.

Die Dachstaukästen wurden mit gewölbten Klappen versehen. Die Abkehr vom rechten Winkel setzt sich an der mittig angebrachten Küche fort: S-förmig schmiegt sich der Küchenblock von der Couch in Richtung Heck. Auch hier stand der „große Bruder“ M-Liner Pate, wo der (freilich etwas tiefere) Arbeitsblock mit den komfortablen Auszügen erstmals eingebaut wurde. Von ordentlicher Handwerksqualität kündet in der Küche auch die Corasan-Arbeitsplatte. Im Gegensatz zum Vorgänger ist die elektrische Dunstabzugshaube im Opus nun Standard. Schon nicht mehr nur gut bürgerlich, sondern geradezu luxuriös schließt sich die Bad-Zone an. Die separate Dusche und ein geräumiger Waschraum sind zwar durchaus klassenüblich – raffiniert ist aber, dass sich mit der Tür des Einzelbades alternativ auch der Gang abriegeln lässt. Wird dann obendrein auch noch die Schiebetür zum Heckbett geschlossen, entsteht ein stattlicher Sanitär- und Ankleideraum – mit direktem Zugang auf die integrierten Kleiderschränke. Großzügigkeit war auch bei den Vorräten Trumpf: Ein 250-Liter-Frischwassertank und die 145-Ah-Bordbatterie garantieren unbeschwertes Vergnügen abseits der Stellplätze.

Aber auch bei der Ausweisung von Stauraum zeigten sich die Oberschwaben nicht knausrig: Die nochmals verstärkte Heckgarage schluckt locker ein Quad. Dazuhin weisen alle drei neuen Modelle einen durchgängigen Doppelboden auf. Bei den Mercedes-Modellen ist er 30 und bei den Iveco-Carthagos sogar rekordverdächtige 42 Zentimeter hoch. Zum Stichwort Basisfahrzeuge: Der zweiten Opus-Generation wurde auch mehr Dampf spendiert. War der Mercedes Sprinter 413 CDI mit 129 PS bisher das Einstiegsmodell, so kommt nun bei den Modellen 5.2 und 5.6 der Sprinter 416 CDI mit 156 Pferdestärken zum Zuge. Alternativ können alle Opus-Mobile ab Herbst 2004 auch mit dem brandneuen Iveco C 60 geliefert werden. Drei Liter Hubraum sorgen mit 166 PS in dem Italiener für kräftigen Vortrieb. Für Stern-Liebhaber steht auch der Mercedes 616 CDI (156 PS) in der Wahlliste. Wenn auch mindestens 90 Prozent aller Opus-Modelle üblicherweise von Paaren bewohnt werden, handelt es sich doch um äußerst komfortable Vier-Personen-Mobile. Neben dem 1,60 Meter breiten Heckbett (zwei Einzelbetten beim Opus 6.1) ist stets noch ein 1,40 Meter breites Hubbett an Bord. Wenngleich die Opus-Einstandspreise gegenüber den Vorgängern um mehrere tausend Euro angehoben werden, bleibt unterm Strich ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Die neuen Carthago sind zweifelsfrei ein gereiftes Werk.

Technische Daten (Stand: August 2004)
Hersteller: Carthago
Modell: Opus 5.2
Basisfahrzeug: Mercedes-Benz Sprinter 416 CDI
Typ: Integrierter
Preis: ab 99900 EUR
Sitze mit Gurt: 4
Schlafplätze: 4
Doppelbetten: 2
Zul. Gesamtgewicht: 4600 kg
Länge: 7750 mm
Breite: 2350 mm
Höhe: 3300 mm
Basismotor: Turbodiesel
KW: 115
PS: 156
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Datum

1. September 2004
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