Alles über Bürstner Elegance
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Test: Bürstner Elegance 590

Er macht seinem Namen reichlich Ehre: Der neue Integrierte von Bürstner wirkt wie aus einem Guss.

Die Überraschung ist gelungen: Pünktlich zum Caravan-Salon zaubert Bürstner einen neuen Integrierten aus dem Hut. Als ob die Marke mit dem Teilintegrierten T-Avantgarde (siehe promobil 7/2002),großen Alkovenmobilen auf Iveco Daily ( promobil 2/2002) und weiteren Neuheiten nicht ohnehin reichlich frische Angebote hätte.
Der neue Integrierte ist Bürstner eine besondere Herzensangelegenheit. Denn so recht durchgesetzt hat sich die Marke mit gefällig-unauffälligen Modellen in dieser besonders anspruchsvollen Reisemobilklasse bis jetzt nicht. Gefällig ist der neue integrierte Bürstner ebenfalls, aber nicht unauffällig: Rundscheinwerfer rahmen eine elegant ausgeschnittene Motorhaube und den Grill mit seinen zwei markanten Chromspangen ein.
Dieses Reisemobil hat ein richtiges Gesicht,unüber sehbar, konturiert und doch charmant. Und weil das so ist, trägt der Bürstner den dazu passenden Namen: Elegance.

Wer den Bürstner Avantgarde gesehen hat, der entziffert die Handschrift hinter dem Elegance: Hier wie dort haben die Designer des Hymer IDC unter Johann Tomforde Hand angelegt. Die Aufgabe jedoch hieß anders: Ging es beim Avantgarde um einen dynamisch gewölbten Aufbau hinter einem Fiat-Fahrerhaus, so galt es beim Avantgarde, ein frisches Gesicht auf einen vorhandenen Kopf zu setzen. Fährt der Avantgarde als Spitzenmodell der erfolgreichen Bürstner-Teilintegrierten vorneweg, muss der Integrierte seinen Platz erst finden. Dazu ist ein attraktiver Preis erforderlich, angesiedelt unterhalb des Platzhirsches. Der heißt Hymermobil B-Klasse und setzt eine Grenze bei rund 55 000 Euro, was Extravaganzen verbietet. Als Folge verwendet Bürstner für die Wände ein konventionelles Aluminium-Sandwich statt GfK. Jedoch erhält der Elegance die runden Heckleuchten des Avantgarde und bekommt ebenfalls eine schwungvolle Kehrseite mit Streifendekor. Während sich das Angebot des Avantgarde auf drei Modelle beschränkt, setzt Bürstner beim Elegance auf sechs Ausgaben.

Die Spannweite reicht vom kompakten I 610 Elegance mit knapp sechs Meter Länge bis zu dem 8,2 Meter langen Jumbo I 747 auf drei Achsen. Allen gemeinsam ist das Basisfahrzeug Fiat Ducato mit Alko- Tiefrahmen und Doppelboden. Die Mitglieder des neuen Elegance-Sextetts messen in der Breite 2,30 Meter, Voraussetzung trotz schlanken Bugs für ein zwei mal 1,50 Meter großes Hubbett über dem Fahrerhaus, einige Zentimeter üppiger als im Hymermobil B-Klasse. Dank dieser überdurchschnittlichen Liegefläche verzichtet Bürstner in einigen Varianten auf ein fest eingebautes Doppelbett im Heck. Daraus leiten sich spannende Wohnräume ab, wie der I 580 (siehe Grundriss).Allen Elegance gemeinsam sind Sanitärräume mit separater Duschkabine. In jedem Elegance taucht überdies eine Prise des feinen Avantgarde auf: Formschön gerundete Möbel mit kräftigen Rahmen und mit Ahorn-Dekor sowie identische Stoffe unterstreichen die Verwandtschaft der zwei Top-Baureihen. "Der Elegance soll sich vom Üblichen abheben", resümiert Wolf Zeidler, Technik-Chef von Bürstner. Und das ist wohl gelungen.

Technische Daten (Stand: September 2002)
Hersteller: Bürstner
Modell: Elegance 590
Basisfahrzeug: Fiat Ducato 15
Typ: Integrierter
Preis: ab 59980 EUR
Sitze mit Gurt: 6
Schlafplätze: 4
Zul. Gesamtgewicht: 3500 kg
Länge: 5900 mm
Breite: 2280 mm
Höhe: 2810 mm
Basismotor: Diesel
KW: 94
PS: 127
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Autor

Datum

14. September 2002
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