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Test: BMW Tourenrad

Wenn ein Automobil- und Motorradhersteller Fahrräder baut, darf man zu Recht etwas rundum Gelungenes erwarten.

Das neue BMW Touringbike sieht klasse aus und fährt sich auch so. Der pulverbeschichtete Alurahmen (Freigabe bis 120 Kilo) verdaut selbst wuchtige Tritte, ohne sich zu verwinden. Erstmals werden bei einem Fahrrad mit Wasserdruck geformte Rohre (Hydroforming) verschweißt. Die Technik aus dem Automobilbau ermöglicht große Rohrquerschnitte an neuralgischen Punkten wie Tretlager und Steuerkopf. Weil sich BMW aus Imagegründen keine schlechten Fahrräder erlauben kann, durchlaufen sie dieselben harten Prüf- und Testzyklen wie die Pkw und Motorräder der Marke.
Wie es sich für ein Alltags- und Tourenrad gehört, ist die Ausstattung komplett und StVZO-konform. Das in einen Nabendynamo eingespeichte Vorderrad wird von einer blockierbaren Federgabel mit 7,5 Zentimetern Federweg geführt,
der Gelsattel steckt auf einer gefederten Sattelstütze. Die 27-Gang-Kettenschaltung (Modell Deore) liefert Shimano zu, gebremst wird mit Hydraulikfelgenbremsen von Magura. Im stabilen Gepäckträger sind Luftpumpe und Kindersitzadapter integriert. Leichtlaufreifen von Continental sowie ein verstellbarer Vorbau runden das Paket ab, das mit 17,7 Kilogramm allerdings recht schwer geworden ist. Stabilität hat eben ihren Preis. 1199 Euro kostet das Touringbike, das nicht nur bei BMW, sondern auch bei Winora-Fahrradhändlern in den Damengrößen S und M (Farbe: Blau) und den Herrengrößen M, L und XL (Farbe: Silber) zu haben ist.

Stabiles und schönes Tourenrad, dem man sein Gewicht gerne verzeiht.

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Datum

20. April 2005
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