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Rüdiger Zipper (EMHC) im Interview

Wo fehlen noch Wohnmobil-Stellplätze?

Wo fehlen noch Stellplätze? Foto: promobil

Der EMHC startete diesen Sommer die Aktion „Wo fehlen noch Stellplätze?“. promobil hat nun bei Rüdiger Zipper, seit 2006 Präsident des Vereins EMHC (Euro Motorhome Club e. V.), nachgefragt.

21.11.2015 Redaktion promobil
Im Sommer dieses Jahres hat der EMHC die Aktion „Wo fehlen noch Stellplätze?“ ins Leben gerufen. Was steckt dahinter?

Viele Regionen in Deutschland sind trotz guter Abdeckung des Landes gleichwohl noch unterversorgt, insbesondere auch Großstädte in touristisch attraktiver Lage wie zum Beispiel Heidelberg. Diese Städte wollen wir im Interesse der Reisemobilisten erreichen und überzeugen, einen Stellplatz einzurichten und zur Verfügung zu stellen. Wir weisen darauf hin, dass auch der Kämmerer seine Freude daran haben kann, da der Mobilist in der Regel nicht wenig Geld in der Gastgemeinde lässt. Also auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten ist ein Stellplatz für jede Gemeinde von Vorteil.

Wie war die Resonanz und welche Regionen wurden am häufigsten genannt?

Die Resonanz war überraschend groß; mehr als 50 Destinationen wurden uns benannt. Wir wurden teilweise richtig bestürmt, den jeweiligen Bürgermeister/Oberbürgermeister „anzugehen“ und für im Sinne der Reisemobilfahrer zu überzeugen. Das tun wir mit Vehemenz und natürlich dem nötigen Fingerspitzengefühl. Die Anfragen betreffen sozusagen flächendeckend die alten Bundesländer; die neuen sind leider absolut unterrepräsentiert.

Wo setzen Sie Ihre Schwerpunkte bei der weiteren Lobbyarbeit des EMHC?

Ich habe mir für meine – definitiv letzte – Amtszeit als Präsident des EMHC vor allem zwei Ziele gesetzt: Der Pkw-Führerschein sollte in Zukunft bis 4,25 Tonnen statt wie derzeit bis 3,5 Tonnen gelten. Außerdem bekämpfen wir eine Bettensteuer für Reisemobilfahrer auf Stellplätzen unter dem Motto: Freiheit für Wohnmobile von der Bettenmaut.

Wird der EMHC beim Thema Lkw-Über­holverbot weiter aktiv bleiben?

Das Thema „Überholverbot für Reisemobile bis 7,5 Tonnen zulässige Gesamtmasse“ ist vom EMHC unter meiner bisherigen Präsidentschaft bereits weit vorbereitet worden. Nach meiner Korrespondenz mit dem Bundesverkehrsministerium ist der Gesetzesentwurf in unserem Sinne unterschriftsreif, doch steht dieses wichtige Thema hintenan. Wir sind weiter „am Ball“.

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