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Stellplatz-Tipp Schweden

Askersunds Citycamp am Vätternsee

Askersunds Citycamp Foto: Müller 3 Bilder

Der Askersunds Citycamp Wohnmobilstellplatz liegt im Süden von Schweden und bietet Platz für bis zu 20 Mobile. Der Platz ist mit einer Küche, WC, Kiosk und Fahrradverleih ausgestattet.

15.07.2015 Rolf Müller

Am ersten Wochenende im August bewegt sich aus der südlichen Hälfte Schwedens eine kleine Völkerwanderung nach Askersund. Im kleinen Städtchen am nördlichen Ende des Vätternsees und dem damit verbundenen Alsen findet zwei Tage lang einer der größten Antiquitätenmärkte des Landes statt. Und dann kann auch der recht schön und optimal gelegene Wohnmobilstellplatz den Ansturm der Reisemobile nicht mehr fassen.

20 Mobile passen auf den Platz, der zwischen dem Gästehafen und dem Friedhof an der Landskyrka liegt. 2013 wurde der Platz, der sich „City Camping“ nennt und auch für Caravans zugelassen ist, als bester schwedischer Platz des Jahres ausgezeichnet. Kein Wunder, können doch die Mobilisten alle Einrichtungen des Gästehafens mit in Anspruch nehmen: Küche mit Aufenthaltsraum, WC, Duschen und Waschmaschine. Ein Kiosk und ein Café befinden sich direkt am Platz. Boots- und Fahrradverleih ist ebenfalls vorhanden. Zum Zentrum der kleinen Stadt sind es gerade mal 200 Meter. Nicht ganz einfach sind Ver- und Entsorgung. Fürs Frisch­wasser muss man sich einen langen Schlauch vom Gästehafen auf den Stellplatz ziehen; fürs Abwasser bleibt, wie oft in Schweden, nur die Entsorgung per Eimer in der Latrine für die WC-Kassetten.

Wer während des zweitägigen Antikmarktes einen Platz auf dem City Camping will, dem bleibt nur eine frühzeitige Reservierung. Alle anderen findet man
auf einer der Wiesen, die während des Marktes in Parkplätze umgewandelt werden – wobei die Übernachtung im toleranten Schweden kein Problem ist.

Askersund ist nicht nur berühmt für seinen Antikmarkt, sondern auch für Schokolade und Eis. Vor dem Gang über die Brücke in Richtung Markt und Zen­trum mit idyllischen Holzhäusern, Kopfsteinpflaster und Cafés empfiehlt sich ein Abstecher in Gegenrichtung auf der Södra Infarten. Ein paar Schritte nur sind es bis zu den süßen Versuchungen namens „Venus Choklad“ und „Göstalunda Glass“, die re­gio­nale Eiscrème.

Einen Besuch wert ist auch die Landskyrka auf der gegenüberliegenden Straßenseite. In der Backsteinkirche aus dem 17. Jahrhundert steht der Sarkophag von Johan Oxenstierna, der für Schweden an den Friedensverhandlungen teilnahm, mit denen der Dreißigjährige Krieg 1648 beendet wurde.

Der Antiquitätenmarkt ist nicht das einzige Highlight im Jahreskalender der 3900-Einwohner-Stadt. Unter anderem gibt es im Juni ein Jazzfestival und im Juli das große Oldtimer-Treffen „Car & Bike Meet“.

Auch die Umgebung von Askersund bietet einiges von dem, was einen typischen Schwedenurlaub ausmacht: Die Schärenlandschaft des nördlichen Vätternsees lädt zum Paddeln und Angeln ein, und drei Naturreservate sowie der Nationalpark Tiveden bieten ausreichend Wander- und Radwege für einen längeren Aufenthalt.

Alle Infos zum Stellplatz in Askersunds/Südschweden

Standort: Askersunds Citycamp, Lindbovägen, 69630 Askersund
Stellplatz: Gebührenpflichtiger Stellplatz für 20 Mobile im Hafengelände am Alsernsee nördlich des Vätternsees. Untergrund aus Schotter oder Wiese, nicht ganz eben. Im hinteren Bereich ruhig. Kiosk am Platz, Aufenthaltsraum, Waschmaschine. Gastronomie und Läden im Ortszentrum 200 m. Haustiere erlaubt. Reisemobilhändler
am Ort. Saison: April–Oktober.
Ent-/Versorgung: Latrine als Kassettenausguss, Grauwasser nur mit Eimer möglich.
Gebühren: 160 SKr pro Nacht und Mobil inklusive Dusche, Ver- und Entsorgung. Strom:
40 SKr.
Freizeit: Jazzfestival im Juni, Oldtimer-Treffen im Juli, Antiquitätenmarkt im August, Wassersport, Ausflüge mit dem Raad und Wanderungen in die Um­gebung, u. a. in den Nationalpark Tiveden.
Informationen: Telefon 00 46/58 31 40 80, E-Mail askersundcitycamp@live.se, www.askersundcitycamp.se

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