Mobil-Tour: Taubertal 27 Bilder Zoom

Wohnmobil-Tour durchs Taubertal: Tipps, Infos, Stellplätze: Wo geht’s hier zur Burg?

Quer durchs Rapsfeld zum nächsten Fachwerkstädtchen. Das Taubertal ist ein Stück Deutschland wie aus einem gemalten Bilderbogen – mit Weinbergen, Wäldern, wunderbaren Kulturschätzen. Eine Tour mit dem Wohnmobil, bei der fast alles am Fluss ist.

Genau so muss sie aussehen: ineinander verschachtelte Altstadtplätze, krumm gewordene Fachwerkhäuschen, Kirchen, Türme, alles malerisch umrundet von einer mittelalterlichen Wehrmauer. Rothenburg ist für Touristen aus aller Welt der Inbegriff einer traditionsreichen deutschen Stadt. Die ersten, die dem Ort am Eingang zum Taubertal zu Weltruhm verhalfen, waren übrigens die Künstler der Romantik. Carl Spitzweg gehörte dazu, der unter anderem den Faulturm, den damaligen Kerker, in Öl malte. Danach kamen Dichter wie Clemens von Brentano in die Region, später folgten Eduard Mörike und Kurt Tucholsky.

Heute ist das Taubertal südwestlich von Würzburg ein beliebtes Urlaubsziel, allein in Rothenburg gibt es zwei zentrumsnahe, gut ausgelastete Reisemobilstellplätze. Das Anhängsel „ob der Tauber“ verweist auf die schöne Lage Rothenburgs auf einem Plateau über dem hier noch zaghaft dahinplätschernden jungen Fluss.

Rothenburg hat viele Kostbarkeiten, aber eine der größten ist wohl der aus honigfarbenem Lindenholz geschnitzte Heilig-Blut-Altar von Tilman Riemenschneider in der Jakobskirche. Riemenschneider, der um 1500 lebte, verstand es, seine Figuren ungewöhnlich lebendig zu gestalten. Weitere Sehenswürdigkeiten in Rothenburg: das Rathaus am Marktplatz – vom Turm aus hat man einen tollen Blick über die Altstadt – und die Bürgerhäuser in der Herrengasse.

Sobald man weiter ins Taubertal hineinfährt, verändert sich das Landschaftsbild: das Schroffe verschwindet und weicht einem harmonischen Wech­-s­el von sanften Hügeln, dichten Wäldern und üppigen Weinhängen, an deren Rändern im Sommer roter Mohn und Kornblumen wachsen. Für gelbe Farbtupfer sorgen im Frühling die Rapsfelder. Fast scheint es so, als habe das Taubertal von allem nur das Beste abbekommen: es ist eine perfekte deutsche Ferienregion mit kunstsinnigen, alten Städten, mit Burgen, Schlössern inmitten herrlicher Landschaft und – wie überall dort, wo guter Wein gemacht wird – mit einer tollen Esskultur. Und so muss, wer einkehrt in einem der gemütlichen Gasthöfe nur noch entscheiden, ob es zum Grünkernrisotto mit Spargel ein Müller-Thurgau oder ein Silvaner von der Tauber sein soll. Eine regionale Spezialität sind Rotweine, die aus der Rebsorte Tauberschwarz gekeltert werden – in erster Linie gedeihen an den Hängen aber Weißweine.

Es gibt im Taubertal übrigens nicht nur Kulturdenkmäler, sondern auch viele bemerkenswerte, manchmal gar etwas skurrile Museen, wie etwa in Creglingen das weltweit einzige Fingerhutmuseum. Helmut Greif, Goldschmied und leidenschaftlicher Sammler, hatte es sich zur Lebensaufgabe gemacht, dem beinahe gänzlich verschwundenen Alltagsgegenstand ein Denkmal zu setzen. Die Sammlung, die seine Erben nun fortführen, umfasst inzwischen mehr als 4000 Ausstellungsstücke. Darüber hinaus sollte man sich das Glasmuseum in Wertheim ansehen.

Reizvoll ist das Taubertal auch für Aktivurlauber. Die klassische Variante des Taubertal-Radwegs führt weitgehend eben über gut 100 Kilometer am Wasser entlang und eignet sich daher auch für Genießer und Familien mit Kindern. Die Strecke ist nicht nur bestens ausgeschildert, es finden sich überall am Wegesrand auch Radlerklausen, Gaststuben und Cafés. All diejenigen, die gern richtig in die Pedale treten, wählen die sportive Strecke, die durchs Hügelland ringsum und hinunter bis an den Main führt.

Beide Touren bringen Radurlauber auch zu den großen Baudenkmälern der Region. Zu den berühmtesten zählen in Grünsfeld-Hausen Sankt Achatius, eine romanische Doppel-Oktogon-Kapelle oder in Gerlachsheim die prächtig ausgestattete Klosterkirche mit ihrem lichtdurchfluteten Innenraum. Weltlichen Glanz strahlt das Hohenloher Renaissance-Schloss in Weikersheim aus, Hauptanziehungspunkt in Wertheim ist die Burgruine, die sich über dem Meer aus roten steilen Giebeldächern erhebt. Die Burgschenke ist zudem ein beliebter Ort, um einen erlebnisreichen Urlaubstag bei einem Vesper ausklingen zu lassen. Wie schön, dass es nach Hause nicht weit ist: das Reisemobil wartet drüben, auf dem Stellplatz „An der Taubermündung“, am anderen Ufer des Flusses.

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27. August 2009
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