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Stellplatz-Tipp Portugal: Bragança

Bragança liegt strategisch günstig in der Nordostecke Portugals, nicht nur in der wechselvollen Geschichte des Landes beim Ringen um die Unabhängigkeit, sondern auch für den Urlauber.

Der Naturpark Montesinho wie auch der des Douro gehören zu den besonders lohnenden Zielen. Dabei ist eine bessere Einstimmung kaum denkbar als auf dem Stellplatz von Bragança. Er liegt inmitten einer Grünanlage unmittelbar am Fuß der historischen Oberstadt mit ihrer wuchtigen Burg. Auf Natursteinpflaster ist Platz für etwa 15 Mobile. Die Bäume werden allerdings noch ein paar Jahre wachsen müssen, ehe sie spürbaren Schatten spenden können. Etliche Picknicktische und -bänke laden zum Essen und Trinken unterm blauen portugiesischen Himmel ein. Allzu lange wird man allerdings beim ersten Besuch nicht still sitzen bleiben. Zu interessant wirkt die Burg mit ihrer wehrhaften Mauer und den darin eingeschlossenen Häusern und Gassen, die nach einem kurzen Anstieg erreicht sind. Die gut erhaltene Anlage mit einem mächtigen Tor zur Unterstadt erinnert daran, dass die Stadt seit dem 15. Jahrhundert Sitz der Herzöge von Bragança war, die von 1640 bis zum Ende der Monarchie 1910 das Land als Könige regierten.

Die Stadt ist auch Sitz eines Bischofs, der ihr eine große, moderne Kathedrale bescherte, die 2001 fertig wurde. Ansonsten blieb die Stadt im Schatten der Entwicklung. Im alten Bahnhof hält kein Zug mehr, er dient als Busbahnhof und Verkehrsmuseum. Umso stolzer sind die etwa 23.500 Einwohner auf die historischen Bauwerke der Burganlage, zu denen mit dem Domus Municipalis, dem städtischen Versammlungshaus aus dem 13. Jahrhundert, der älteste Profanbau Portugals gehört. Am Pranger vor dem Castelo wurden verurteilte Übeltäter dem Gespött und der handfesten Bestrafung ausgesetzt. Der Sockel des Prangers erinnert an das Berrões-Schwein, das für die Ureinwohner der Region der wichtigste Fleischlieferant war und dem man steinerne Denkmäler gesetzt hat.

Im Burgturm befindet sich ein Militärmuseum. Interessanter dürfte vor allem für Besucher aus dem Südwesten Deutschlands das Museu Ibérico da Máscara e do Traje sein mit seinen Masken und Trachten. Die erinnern stark an die schwäbisch-alemannische Fasnacht und werden zu einem ähnlichen Anlass getragen: zu den Festen, mit denen die Geister der dunklen Jahreszeit vertrieben werden. Den schönsten Eindruck von der Zitadelle erhält man aber abends auf den Holzbänken vor einem der Restaurants. Hier genießt man das quirlige Treiben der Bewohner der niedrigen Häuser bei einem Glas Portwein und einer Portion Bacalhau, dem Nationalgericht Stockfisch, oder einem schmackhaften Stück vom Porco preto, dem iberischen Schwein.

Alle Infos zum Stellplatz in Bragança

Adresse: Área de Serviçio e Pernoita para Autocaravanas, Rua Miguel Torga, P-5300-111 Bragança, Norte
Stellplatz: Gebührenfreier Stellplatz für 15 Mobile auf Naturpflaster am Fuß des Burgbergs. Zufahrt asphaltiert. Auch für große Fahrzeuge geeignet, Haustiere erlaubt. Beleuchtet, wenig Schatten. 200 m zur Zitadelle. 1,5 km ins Zentrum mit Restaurants und Geschäften. Vom 1. Juli bis 15. September maximale Aufenthaltsdauer 24 Stunden, sonst keine Beschränkung. Ganzjährig nutzbar.
Ent-/Versorgung: Bodeneinlass mit 2 gemauerten Nischen mit Einlässen für Kassetten sowie Wasseranschlüssen. Zufahrt für große Mobile hier etwas eng. Müllbehälter, kein Strom.
Freizeit: Historischen Oberstadt, Festung mit Wehrmauer, Torre de Menagem, Kathedrale.
Informationen: Posto de Turismo, Telefon 00351/273381273, E-Mail turismo@cm-braganca.pt, www.cm-braganca.pt
GPS: 41°48’14’’N, 06°44’46’’W

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Autor

Foto

Rolf Müller

Datum

6. Juli 2014
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