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Stellplatz-Tipp Rees am Niederrhein: Mit dem Nachtwächter zurück in der Zeit

In Rees, der ältesten Stadt am Niederrhein, gibt es noch einen Nachtwächter wie im Mittelalter. Mit seinem jungen Lehrling macht der Wächter nächtliche Touren in der Stadt bis zum Museum.

Kennen Sie einen originalen, amtlich bestellten Nachtwächter? In Rees, die nach eigenen Aussagen die ältesten Stadt am Niederrhein ist, können Sie so ein Original kennenlernen. "Im Namen der Stadt Rees ernenne ich Herrn Heinz Wellmann zum Reeser Nachtwächter. Er möge bei Nacht als gehorsamer Diener in vorbildlicher Pflichterfüllung über unsere Stadt wachen", schreibt der Bürgermeister in der Ernennungsurkunde. Seit März 2013 hat das Reeser Vorbild auch einen Nachtwächterlehrling: Der Junge heißt Jan, ist acht Jahre alt und begleitet den Meister auf seinen Kindertouren.

Bei den Nachtwächterführungen geht es in mittelalterlicher Gewandung, ausgestattet mit Horn und Hellebarde, von der Marktpumpe über den Markt zur Kirche und vom Kirchplatz über die Rheinstraße in die Oberstadt an den Lindenbaum. Von dort zum alten Mühlenturm über die mittelalterliche Stadtmauer zum Rondell. Weiter über die Stadtmauer vorbei am alten Wächtertürmchen zum Museum. Im Museum wird der Rundgang am Stadtmodell aus dem Jahre 1650 erklärt. Anschließend werden die alten Kasematten aus dem 15. Jahrhundert besichtigt, bevor es durch die Fallstraße oder am Rhein entlang zum Ausgangspunkt geht.

Während des Rundgangs erfährt der Gast viel Wissenswertes über das Leben im Mittelalter, verbunden mit der Stadtgeschichte und einigen Gedichten und Sagen aus der guten alten Zeit. Auch werden Begrifflichkeiten und Redewendungen aus dem Alltag vermittelt, die ihren Ursprung im Mittelalter haben.

Rees reklamiert für sich also, die älteste Stadt am Niederrhein zu sein. Ihre Stadtrechte stammen aus dem Jahr 1228. Rees zählt zu den reizendsten Orten am Rhein, und das auch aufgrund der Lage, zumal große Teile der mittelalterlichen Stadtbefestigung auf wundersame Weise diverse Kriege überstanden haben. Am Rheinufer lädt eine Promenade zum Schlendern und Verweilen ein. Zollturm, Pegelturm und Schanz sind sehenswert. Im Herzen des historischen Zentrums steht mit der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt ein Meisterwerk aus der Zeit des Klassizismus.

Der Niederrhein gilt schon seit Jahren als eine der reisemobilfreundlichsten Regionen Deutschlands. Insgesamt 33 Reisemobilstellplätze listet die aktuelle Broschüre des Niederrhein-Tourismus auf. Dazu zählt auch der jüngst um 16 Parzellen erweiterte Stellplatz am Freibad, nur etwa acht Gehminuten von der sehenswerten Innenstadt entfernt. Neuerdings stehen insgesamt 46 Stellflächen zur Verfügung, die teilweise auf Schotterrasen angelegt sind. Die neuen Parzellen liegen an einer asphaltierten Fahrspur und sind mit Rasenpflaster befestigt. Direkt an der Einfahrt befindet sich auf einer extra Fahrspur die Ver- und Entsorgungsanlage mit einem Bodeneinlass. Gleich daneben steht das Empfangshäuschen, welches stundenweise mit Personal besetzt ist. Ansonsten zahlt man seine sechs Euro Übernachtungsgebühr an einem Automaten.

Alle Infos zum Stellplatz in Rees

Sandort: Stellplatz am Freibad, Ebentalstraße, 46459 Rees, Koordinaten: 51°45’52’’N, 06°23’22’’O
Stellplatz:
Gebührenpflichtiger Stellplatz für 46 Mobile auf dem angelegten und reservierten Gelände neben einem Großparkplatz. Auch für große Fahrzeuge geeignet. Haustiere erlaubt. Eben, teils mit Schotterrasen befestigt. Geringe Entfernung zum Rhein, 8 Gehminuten in die Innenstadt. Ganzjährig nutzbar.
Ent-/Versorgung: Seijsener-Anlage mit Bodeneinlass.
Gebühren: 6 Euro pro Nacht und Mobil inklusive Strom, Ver- und Entsorgung.
Freizeit: Rad- und Schiffstouren, Skulpturenpark, Planetenweg, Rheinpromenade, Museum mit unterirdischen Kasematten. Nachtwächterführungen.
Informationen: Stadt Rees, Stellplatz am Freibad, Ebentalstraße, 45459 Rees, Nordrhein-Westfalen, Telefon 02851/51200, E-Mail info@stadt-rees.de, www.stadt-rees.de, GPS: 51°45’52’’N, 06°23’22’O
Umweltzone: keine (Stand: November 2014)

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Autor

Foto

H.-J. Hess

Datum

17. Januar 2015
Dieser Artikel stammt aus Heft promobil 01/2015.
Hier finden Sie alle Artikel dieser Ausgabe im Überblick.
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