Mobil-Tour: Tannheimer Tal 25 Bilder Zoom

Wohnmobil-Ziel: Tannheimer Tal - Tipps, Infos, Stellplätze: Rein in den Schnee

Der Winter kann kommen. 140 Kilometer Loipen, 55 Kilometer Pisten, 72 Kilometer Winterwanderwege, 27 Lifte und Bergbahnen: Das Tannheimer Tal ist eine kleine, aber feine Wintersportregion mit besten Bedingungen für Ski-Fans mit Wohnmobil.

Ein Traumtag – blitzblauer Himmel, Sonne, Schnee. Die Menschen sind sichtbar besser gelaunt bei schönem Wetter. Auf dem Campingplatz merkt man das besonders gut: Die Nachbarn lächeln ein bisschen freundlicher, grüßen netter und selbst der Nörgelvater drei Plätze weiter spricht heute morgen im Säuselton mit seinem halbwüchsigen Sohnemann – und der, Obacht!, mault nicht zurück.

Die Loipe beginnt direkt am Platz. Also: Ski anschnallen und los. Die schönste Skispur führt vom Campingplatz, vorbei an den Häusern von Grän, rüber nach Haldensee. Dort gibt es etwas Einmaliges: Die Loipe geht quer über den zugefrorenen See. Am anderen Ende liegt das Örtchen Haller. Das Tannheimer Tal ist eher eine ruhige Urlaubswelt, eine kleine, feine Ferienregion, ein weites Hochtal, in das die Sonne den lieben langen Tag scheint. Etwas für Genießer also, die sich an schönen Winterwanderwegen freuen können, an gut gespurten Loipen, die es zusammen auf 140 Kilometer Länge bringen.

Alpin-Fahrer finden familienfreundliche 55 Pistenkilometer in den sechs Skigebieten und 27 Lifte und Bergbahnen.

Überhaupt: Für Familien mit Kindern ist das Tannheimer Tal ein – ja man traut es sich kaum zu sagen, aber doch: ein kleines Paradies. In Tannheim gibt es zum Beispiel das Ice-Age-Kinderland mit Mammut, Höhlenbär, Säbelzahntiger sowie einer Tube- und Rodelbahn.

Schon die Anreise ist eine wahre Freude, zumindest was den Geldbeutel angeht. Denn Grän, Tannheim und Zöblen erreicht man vom Allgäu aus, ohne einen Meter auf österreichischen Autobahnen zu fahren. Kein Gedanke an Pickerl und Go-Box – und trotzdem Tiroler Gröschtl und Kaiserschmarrn auf der Speisekarte.

Das Comfort-Camp in Grän ist einer von zwei Campingplätzen im Tannheimer Tal, bestens ausgestattet mit modernen Sanitäranlagen, mit Hallenbad und Sauna. Im Campingplatz-Laden gibt’s alles mögliche, zum Beispiel auch einen Brötchen-Service: Am Abend vorher bestellt man im Laden, sagen wir mal zwei Salzstangerl und zwei Kornspitz – und am nächsten Morgen ab 8 Uhr liegt alles fein säuberlich verpackt bereit. Ganz nebenbei: haben Sie schon mal frische Salzstangerl mit Butter und Marillenmarmelade probiert? Hat ein österreichischer Freund empfohlen – der perfekte Start in den Tag. Da steigt man gern auf die Langlaufski.

Bei schönem Wetter sind auch die Paraglider am Himmel. Sie starten oben an der Bergstation des Neunerköpfle. Sechs von ihnen haben heute Nachmittag ihre Schirme auf dem Boden ausgerollt und sortieren die vielen dünnen Schnüre, die sie hinterher im Himmel tragen sollen. Ein bunt gemischtes Völkchen: viele junge Leute dabei, aber auch einige reifere Semester. Man duzt sich, diskutiert über Wind- und Wetterlage, vergleicht Helme und Schirme. Zum Gipfel des Neunerköpfle führt ein gesicherter Pfad. Oben wartet ein Gipfelkreuz, ein großartiger Ausblick und das größte Gipfelbuch der Alpen. Etwas weiter unten, in der Gundhütte, die bei der Neunerköpfle Bergstation liegt, ist die Hölle los – Skifahrer, Snowboarder, Spaziergänger und Gleitschirmflieger sitzen in der Mittagssonne und essen deftige Dinge wie Spinatkäsknödel oder einen Germknödel mit Mohn und Vanillesoße. Bei der Bar stehen Liegen bereit und je länger die Mittagspause dauert, desto mehr Skifahrer nutzen die Gelegenheit zu einem Sonnenbad am Rand der Piste.

Wer Wintercamping macht, ist ja so leicht durch nichts zu erschüttern. Wacker steht am späten Nachmittag der Nachbar auf dem Dach seines Caravans und schaufelt mit der Schippe nach unten, was der Himmel gestern Nacht geschickt hat: 60 Zentimeter Neuschnee. Für seine beiden Töchter ein Riesen-Spaß, die baden im Schnee wie Dagobert Duck im Geld.

Viele Familien sind hier. Und viele vitale Menschen der Generation 60 plus, die schon bestens erholt aussehen, jeden Tag auf den Loipen unterwegs sind und sich immer wieder ein W-Lan-Ticket an der Rezeption für zwei Euro holen. „Damit ich mit meinem Enkel skypen kann“, sagt der Mann aus der Pfalz. Draußen auf den Wegen ist immer was los, spätestens, wenn alle vom Skifahren und Langlaufen zurück sind, bauen Kinder Schneemänner und fahren mit dem Schlitten die vom Schnee­räum-Bagger aufgeschütteten Hügel runter, die in guten Wintern schnell mal ein paar Meter hoch sind. Gesellige Wintercamper bauen sich eine Schneebar vors Reisemobil, stellen Weißwein oder Aquavit kalt und treffen sich am Abend mit Freunden auf ein Glas.

Kaum ist die Sonne hinterm Berg verschwunden, beginnt auf dem Campingplatz die Badezeit. Das Panorama-Bad füllt sich dann schnell, in der Sauna und im Dampfbad landen die Skifahrer und Langläufer an und belohnen sich für die Strapazen des Tages.

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9. Dezember 2009
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