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Reise-Tipp: Sizilien: Ein Platz an der Sonne

Ab Mitte Mai herrscht sommer auf Sizilien. Eine Landschaft der Extreme: Sengende Städte und gleißende Schneefelder neben schwarzer Lava. Trotz aller Vorbehalte ein echter Sehnsuchtstrip.

Gleich beim ersten Schritt aus dem Flugzeug weht dieser warme, duftige Wind um die Nase. Aaah – durchatmen! Schon ist der nasskalte Alltag zu Hause vergessen. Diesmal haben wir uns für den schnellen Weg entschieden. Mit dem Flieger und einem Mietmobil lohnt sich die Flucht in sommerliches Klima auch schon für eine Woche (siehe Tipp unten).

An der familiär geführten Vermietstation entern wir den kompakten Ford Nugget – schon kann es losgehen. Quer durch den Feierabendverkehr von Catania krabbelt der Campingbus immer weiter bergauf. Irgendwann dünnt die Bebauung am Rand der Halbmillionenstadt aus, bestimmen Gärten mit Mandel-, Oliven- und Citrusbäumen mehr und mehr das Bild. Unvermittelt taucht dazwischen der erste Lavastrom des großen Ausbruchs von 2001 auf und macht deutlich, wie beklemmend nah die Feuerwalze der Stadt gekommen war. Weiter schraubt sich die neu gebaute Straße an der Südflanke des mächtigen Ätna empor, führt über ein pechschwarzes Lavameer mit eingestreuten Vegetationsinseln, die verschont blieben – schrecklich schöne Südseeanalogie.

Nach 1900 Höhenmetern darf sich der Transit an der Rifugio Sapienza endlich ausruhen. Wir genießen den ersten Abend auf Sizilien mit traumhaftem Ausblick über das illuminierte Catania und das stille Meer. Was wird uns morgen erwarten?#

Die Fahrt mit Seilbahn und Geländebus bis auf knapp 3000 Meter, nur rund 300 Meter unter dem Kraterrand des größten aktiven Vulkans Europas. Eine Landschaft der Extreme: gleißende Schneefelder neben schwarzer Lava, aus Klüften entweichende, siedend heiße Schwefeldämpfe – absolut atemberaubend.

Das alte Griechenland ist auf Sizilien sehr präsent. Selbst Geschichtsmuffel lassen sich vom bestens erhaltenen Concordia-Tempel in Agrigent beeindrucken. Seine geschickt gewählte Lage auf einem Bergrücken und die harmonischen Proportionen zeugen von der Kunstfertigkeit der Baumeister. Nach der Kultur kommt die wildromantische Natur des Schutzgebiets Torre Salsa gerade recht. Annemarie Harser hat hier mit ihrem Agriturismo ein kleines Urlaubsparadies geschaffen. Neben Zimmern vermietet sie auch Stellplätze – teils in Traumlage direkt am Strand.

Intensives Abendlicht lässt den Küstenort Cefalù fast unwirklich leuchten. Dicht gedrängt stehen die Altstadthäuser auf der Halbinsel, überragt vom markanten Normannendom, der neben dem wuchtigen Felskopf Rocca di Cefalù doch selbst nur wie aus Bauklötzchen wirkt. Dazu das berauschende Lied der anbrandenden Wellen – sizilianische Sommerbilder, die sich ins Gedächtnis brennen.

Der besondere Tipp

Die Anreise nach Sizilien zieht sich. Hat man nur wenig Zeit, ist „Fly & Rent“ häufig die bessere und nicht unbedingt teurere Alternative. Billigflüge gibt es bereits ab rund 50 Euro, kompakte Campingbusse bei Camper-Rent-24.de für Kurztrips in der Vorsaison ab 70 Euro pro Tag.

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Datum

3. August 2010
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