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Kurz-Trip: Karwendel: Drei Tage im Karwendel

Wilde Wasser, einsame Höhen, dazu Tirols größter See: Warum Aktivurlauber im Karwendel ihr blaues Wunder erleben können.

Es rauscht, es gurgelt, es plätschert. Feine Gischt legt sich auf das Gesicht. An dunklen Felswänden fließen Rinnsale entlang, Moos wächst auf Steinen, von den Blättern am Bach perlt Wasser. Hier unten in der Schlucht ist es dämmrig, nur das Fleckchen blauer Himmel weit oben blinkt taghell. Jährlich besuchen rund 50000 Besucher die Wolfsklamm bei Stans, eine der wichtigsten Naturschönheiten in der Region Karwendel. Über Holzstege, Brücken und 354 Stufen geht es bergauf bis nach St. Georgenberg, von wo aus man über ein Wallfahrtsweglein bequem ins Tal zurückkehren kann.

Das Karwendel teilen sich Österreich und Deutschland, wobei der weitaus größere Teil der Berge in Tirol liegt. Unter Naturschutz steht der Gebirgszug, der von Isar, Inn und Achensee begrenzt wird, auf beiden Seiten: über 700 Quadratkilometer auf Tiroler Seite im Alpenpark Karwendel und noch einmal fast 200 in Bayern. 125 Gipfel mit über 2000 Meter Höhe gibt es, der höchste ist die Birkkarspitze (2749 Meter). Neben Gämsen und Steinböcken kann man hier mit Glück auch Steinadler sehen, es gibt eine recht große Population in der Region. Weitere Besonderheit: das Wildflusssystem der Isar.

Nur manche Berge im Karwendel sind gut erschlossen, das Gestein – Kalkstein und Dolomit – ist vielerorts brüchig, die Hochgebirgslandschaft schroff, Geröllhalden erschweren den Aufstieg. Vor allem Klettersteige erschließen daher diesen Teil der Alpen. Andererseits gibt es schöne Strecken sogar für Mountainbiker: Fast schon ein Klassiker ist die Tour von Hinterriss, wo gerade ein neues Naturparkhaus eröffnet hat, bis zur Falkenhütte auf 1848 Meter Höhe. Besonders eindrucksvoll für Wanderer: der Mittenwalder Höhenweg, ein Klettersteig, der von Deutschland aus an der Bergstation der Karwendelbahn startet. Reizvoll ist auch der Steig, der in etwa zwei bis drei Stunden von Achenkirch zur Gaisalm führt, immer oberhalb des Achensees entlang.

Da kann man dann unten die Surfer auf der Wasseroberfläche entlangflitzen sehen oder der Flotte der Achenseeschifffahrt mit den Augen folgen. Die Boote laufen insgesamt sechs Anlegestellen rund um den größten See Tirols an. Das bis zu 133 Meter tiefe Gewässer hat übrigens eine hervorragende Trinkwasser-Qualität, man kann unter Wasser bis zu zehn Meter weit sehen. Wärmer als 20 Grad Celsius wird es allerdings eher selten. Wem das zu kalt ist, der nimmt das Schiff hinüber zur Gaisalm. Wir empfehlen: einfach mal auf der Terrasse des Restaurants Platz nehmen und das Berg-See-Panorama genießen. Rauscht nicht, plätschert nur leise. Und blinkt an manchen Tagen blau.

Der besondere Tipp

Die Achenseebahn fährt schon seit 1889, heute sind auf der Bergstrecke zwischen Jenbach und Seespitz am Südufer des Sees die ältesten Dampf-Zahnrad-Lokomotiven der Welt im Einsatz. Für die sieben Kilometer lange Strecke braucht die Bahn 45 Minuten. Herrliche Ausblicke! www.achenseebahn.at

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Autor

Foto

Foto: Udo Bernhart

Datum

1. Dezember 2010
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