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Start-up-Ideen für den Bulli

Zwei Ausbauideen für die VW-Bus-Karosserie

Kaloha Camper VW T4 Foto: Philipp Kentgens 7 Bilder

Manch einer hätte gerne mehr Platz im Bulli. Doch so eine VW-Bus-Karosserie setzt Ausbauideen feste Grenzen. Es sei denn, man überschreitet sie – wie es unabhängig voneinander zwei Erfinder vormachen.

09.04.2017 Ulrich Kohstall

Gefühlt seit Ewigkeiten werden VW-Busse in Campingfahrzeuge verwandelt. Wie schön, wenn heute noch frische Ideen zu diesem Thema auftauchen. Die beiden hier gezeigten sehen zwar völlig unterschiedlich aus, haben aber das gleiche Ziel: mit überschaubarem Aufwand Raum gewinnen. Sie haben auch noch etwas anderes gemeinsam – für beide Ideen gibt es bisher keine Serienproduktion.

Kaloha Camper VW T4 Foto: Philipp Kentgens

Der Kaloha Camper mit Holzbox

Kaloha Camper heißt das oben abgebildete Modell. Die Computeranimation macht das Konzept sichtbar. Ein Prototyp ist gerade im Bau. Die Pläne dazu stammen von Jan Philipp Kentgens, einem Architekturstudenten, der mit Kaloha zum Start-up-Unternehmer wird.

Wer kompakte Campingbusse kennt, sieht sofort, dass bei Kaloha alles anders ist. Kentgens nimmt keinen Kastenwagen oder Kombi, sondern eine Pritsche als Ausgangspunkt. Im Entwurf ist es ein VW T4, der verdeutlicht: Wenn ein Gebrauchter die Basis bildet, muss das Ganze kein Vermögen kosten. Das Campingabteil wird auf die vorhandene Ladefläche gesetzt. Eine weitere Überraschung steckt darin. Hier wartet nicht die gute Stube, sondern ein großes Bett. An der Liegefläche wird zwar für Regentage ein Klapptisch angebracht, ansonsten bedeutet Camping hier draußen sein.

Dank großer Seitenklappen übernachtet man nah an der Natur. Als Sitzgruppe dienen Campingmöbel, wobei man die Klappen als Schutzdach nutzen kann. Obendrein kochen Kaloha-Freunde vor der Tür: Im Heck stecken Gaskocher, Kühlbox, Spüle und Wasserkanister. Holz als dominierendes Material stellt eine weitere Verbindung von Campingmobil und Naturerlebnis her.

Camping-Klappkiste VW T5 Foto: Michael Mügge

Campingbus als Camping-Klappkiste

Als Camping-Klappkiste bezeichnet Michael Mügge seine Erfindung – und dennoch sieht das Ergebnis ganz anders aus, wie die Bilder zeigen. Als Basis für den ersten Prototyp diente ihm sein Dienstwagen, ein VW T5 Multivan. Mügges Herausforderung: Platz schaffen für ein großes Bett, nicht zuletzt deshalb, weil er mehr als zwei Meter lang ist.

Eine Raumerweiterung mit Hilfe der geöffneten Heckklappe erschien ihm naheliegend, doch fand er gängige Zeltwände nicht ausreichend diebstahlsicher, einen festen Einschub dagegen zu sperrig. Also tüftelte Michael Mügge an einem gleichzeitig flexiblen wie stabi­len Heckauszug. Keine leichte Aufgabe, wenn man beispielsweise an die Radkästen im Laderaum denkt. Das nun fertige Erstlingswerk verblüfft durch eine ausgeklügelte Faltchoreografie, dessen Bezeichnung als Klappkiste wie eine starke Untertreibung wirkt. Flexibilität erlaubt der Erker auch durch seine geringe Größe: Zusammengeklappt und hochkant gestellt nimmt er in der Garage nicht mehr Platz ein als ein Fahrrad. Für eine Serienproduktion sucht Michael Mügge noch Partner. Vorsichtshalber hat er die Idee zum Patent angemeldet.

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